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Gasspeicher und Versorgungssicherheit

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Erdgas deckt knapp ein Viertel des österreichischen Energieverbrauchs ab und ist nach Erdöl der wichtigste Energieträger. Die Erdgasvorkommen des Landes, die sich im Wiener Becken und im oberösterreichischen Alpenvorland befinden, werden jedoch nur in einem Umfang gefördert, der gerade einmal 10% des Erdgasverbrauchs abdeckt. Daher ist Österreich angewiesen Erdgas aus dem Ausland zu importieren und es bis zum eigentlichen Verbrauch einzulagern. Die in Österreich üblichen unterirdischen Gasspeicher spielen daher eine entscheidende Rolle zur Versorgungssicherheit unseres Landes.

Gasspeicher voll - Erdgasversorgung gesichert! 

Die Erdgasversorgung Österreichs wird einerseits durch technische und andererseits durch organisatorische Maßnahmen sichergestellt. Auf technischer Seite sind zur Sicherung der Energieversorgung Leitungen etc. nötig. Organisatorisch muss der Zugriff auf lieferbare Erdgasmengen geplant werden. Um technischen Erfordernissen gerecht zu werden, müssen kontinuierlich Investitionen durch den Netzbetreiber getätigt werden. Kosten die dadurch entstehen, werden durch den Netztarif an den Endkunden weitergereicht oder teilweise staatlich subventioniert.

Österreich Karte mit eingezeichneten Gasspeicher

Hier sehen Sie die Gasspeicher in Österreich

Lesen Sie mehr über die Gasspeicherbetreiber weiter unten im Text

Die Lagerung von Erdgas ist trotz der Debatte um das capacity hoarding (also dem umstrittenen Horten von Kapazitäten) enorm wichtig, denn sie soll dazu beitragen ein stabiles Preisniveau zu halten, das möglichst unabhängig von Preisschwankungen auf den internationalen Märkten, politischen Bedingungen (gerade mit Bezug auf die Abhängigkeit von dem russischen Großlieferanten Gazprom) und saisonalem Verbraucherverhalten sein soll. Darüber hinaus tragen die Gasspeicher zu einer erhöhten Versorgungssicherheit bei und sind praktisch das einzige Mittel, das den österreichischen Gaslieferanten kurzfristig wirtschaftliche und technische Flexibilität ermöglicht. Der Teil des eingelagerten Erdgases ist in Österreich einer der Höchsten in Europa und kann einen Umfang von bis zu 40% des nationalen Jahresbedarfs erreichen.

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Österreich verfügt über die größten Erdgasspeicher in Europa und räumt deren kompletter Befüllung besondere Wichtigkeit ein. Außerdem wurden in den letzten 10 Jahren die Speicherkapazitäten um mehr das Doppelte vergrößert. Österreich ist mit einem Gesamtspeichervolumen von 7,4 Milliarden m³ in der Lage 87% seines Jahresverbrauchs zu decken. Sollte der russische Hauptpartner Gazprom also weit weniger liefern als vertraglich vereinbart – wie zuletzt im September 2014 mit -25% geschehen – oder die Gaslieferung sogar ganz einstellen, ist Österreichs Gasversorgung durch die Speicher je nach Jahreszeit und Verbrauch für Wochen oder sogar Monate gesichert. Bei einem Gaslieferstopp würden 30% der gespeicherten Kapazitäten nationalen europäischen Abnehmern gehören. Damit ist Österreich ein wichtiger Garanten für die europäische Versorgungssicherheit. Die restlichen Speicherkapazitäten würden zu 52,5 % der Industrie und 17,5% dem privaten Verbrauch zugeteilt werden. Dieses Gasvolumen reicht aus um ernste Versorgungsengpässe abwenden.

Gasspeicherbetreiber

Die bedeutensten Gasspeicherbetreiber in Österreich sind die Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG) und die OMV (bis 1995 ÖMV für Österreichische Mineralölverwaltung). Die RAG ist seit 1935 im Bereich der Erdöl- und Erdgassuche, sowie dessen Förderung und Speicherung tätig. Alleine die RAG fördert rund ein Fünftel der gesamten Erdgasproduktion des Landes. Als Betreiber der größten mitteleuropäischen Gasspeicher in Haidach und Puchkirchen (auf der Karte oben in grün) spielt die RAG eine entscheidende Rolle in der Versorgungssicherheit Europas. Die RAG ist zu 50% im Besitz des niederösterreichischen Landesversorgers EVN, E.ON Ruhrgas mit knapp 30%, die Steiische Gas-Wärme GmbH und die Salzburg AG mit je 10% halten die restlichen Anteile. Die RAG investiert kontinuierlich in den weiteren Ausbau ihrer Speicherkapazitäten, so wurde beispielsweise 2014 das Projekt "Seven Fields" abgeschlossen, das 14% mehr unterirdische Einlagerungen ermöglicht. 

OMV betreibt ebenfalls drei bedeutende Gasspeicher. Dieses international agierende Öl- und Gasunternehmen ist nicht nur Österreichs größter Konzern, sondern auch der größte an der Börse notierte des Landes. Anders als bei der RAG sind bei der OMV auch internationale Anteilseigner, wie die International Petroleum Investment Company aus Abu Dhabi, in die Geschäfte eingebunden. Die OMV selbst hingegen hält Beteiligungen unter anderem in Norwegen, Rumänien, der Türkei und Großbritanien zur Erschließung von Rohstoffquellen. Mit den drei unterirdischen Gaslagerstätten in Niederösterreich trägt die OMV erheblich zur Versorgungssicherheit der Erdgasverbraucher in Österreich und Mitteleuropa bei. Ausserdem ist die OMV in osteuropäischen Ländern wie Ungarn, Bulgarien und Rumänien tätig, wo sie durch die Übernahme des rumänischen Öl- und Gasunternehmens Petrom schon in den 1990er zum Marktführer aufstieg. OMV ist außerdem mit 100% alleiniger Besitzer der Gas Connect Austria, dem wichtigsten Fernleitungsnetz für Erdgas in Österreich.

Von den anderen beiden Gasspeicher (in der Graphik "andere Anbieter") wird jeweils einer von Gazprom und einer von E.ON betrieben. Gazprom ist österreichs wichtigster Partner in Sachen Erdgas. Als weltgrößtes Erdgasförderunternehmen beliefert der russische Konzern Österreich mit mehr als der Hälfte des hier verbrauchten Gases. Die dadurch bestehende Abhängigkeit Österreichs zeigte sich in der Vergangenheit als zwischen der Ukraine als Transitland und Russland ein  Streit über die Gaslieferungen entbrannte und russisches Gas nicht nach Österreich gefördert werden konnte.

Letztlich E.ON, als Betreiber eines österreichischen Gasspeichers, ist das größte deutsche Gas- und Elektrizitätsunternehmen Deutschlands. E.ON ist ein international agierender Konzern, der neben Kraftwerken in Deutschland Anlagen in Großbritanien, Frankreich und Schweden betreibt. Der Konzernarm E.On Austria GmbH tritt in Österreich als Bilanzgruppenverantwortlicher für den Energievertrieb und Strom- und Gasversorger auf. 

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Europäische Verordnung zur Gasversorgungssicherheit

Zumindest über einen Zeitraum von 30 Tagen ist der europäische Kunde rechtlich abgesichert mit Gas versorgt zu werden. Dies beschloss die Europäische Kommission mit der Verordnung 994/2010 zur Stärkung der privaten Gasverbraucher (bis max. 100.000 kWh/Jahr). Angestoßen wurde die Verordnung im Zuge des Ukrainisch-Russischen Gasstreits (siehe Gaspreisentwicklung), der 2009 in einem Gaslieferstopp nach Europa gipfelte. Des Weiteren wurde in Brüssel die Einrichtung einer zentralen Behörde beschlossen, die die europäische Gasversorgungssicherheit koordinieren, Notfallpläne für Krisensituationen erstellen und Risikoanalysen durchführen soll. Diese Aufgaben werden in Österreich bereits durch die E-Control durchgeführt. Außerdem hatte Österreich viele der durch die Verordnung nun europaweit gültigen Vorgaben bereits vorher realisiert und kann somit den österreichischen Gaskunden eine überdurchschnittliche Sicherheit garantieren.

Langfristig soll durch die Diversifizierung der Gaswege und – quellen und durch Investitionen in den Ausbau von Speicherkapazitäten Europas Versorgungssicherheit gestärkt werden. Mit dem Scheitern des Nabucco-Pipeline Projekts wurde jedoch erneut ersichtlich wie schwierig dieses Vorhaben ist. 

Österreich verfügt über große Gasspeicher, sollte es zu transnationalen Lieferschwierigkeiten kommen, ist Ihre Gasversorgung als Endverbraucher trotzdem immer gesichert!

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