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Die Steuern und Abgaben und Ihre Stromrechnung

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Mit ca. 28% hat Österreich einen der höchsten Energiesteuersätze in Europa. Da die Netzkosten jedoch relativ niedrig sind, bleibt der Strompreis inklusive Steuern im guten europäischen Mittelfeld. Im Folgenden werden Steuern und Abgaben, wie Sie sie auf Ihrer Stromrechnung vorfinden, erklärt.

  1. 1. Die Elektrizitätsabgabe
  2. 2. Die Ökostrompauschale
  3. 3. Der Ökostromförderbeitrag
  4. 4. Die Gebrauchsabgaben
  5. 5. Die Umsatzsteuer

1.Die Elektrizitätsabgabe

Für elektrische Energie bzw. Strom erhebt der Bund eine Elektrizitätsabgabe von 1,5 Cent pro kWh, die die Lieferung und den Stromverbrauch besteuert und bundesweit einheitlich ist. Lediglich in den Ortsgemeinden Jungholz in Tirol und Mittelberg in Vorarlberg wird die Elektrizitätsabgabe nicht erhoben, denn diese beiden Orte gehören nicht zum Bundessteuergebiet Österreichs aufgrund eines Vertrages aus dem Jahr 1868, der den Anschluss an das Zollanschlussgebiet der Bundesrepublik Deutschland begründete.

Die Elektrizitätsabgabe gilt für die Lieferung von Strom an den Stromverbraucher und wird diesem vom Netzbetreiber in Rechnung gestellt. Damit gleicht der Netzbetreiber die Kosten aus, die er bereits für die Lieferung der Elektrizität dem Finanzamt entrichten musste.

Stromrechnung

Steuern und Abgaben auf Ihrer Stromrechnung

Selbst produzierter Strom, der in das Bundesgebiet Österreich geliefert wird, ist im Sinne des Elektrizitätsabgabegesetzes auch mit Abgaben belegt. Dies gilt jedoch nicht für selbst hergestellte Energie, die auch selbst verbraucht wird und eine Gesamtmenge von 5000 kWh pro Jahr nicht überschreitet. Es gibt allerdings auch eine Ausnahme und diese betrifft Ökostrom. Wie Sie Ihren mit einer Photovoltaikanalage selbst produzierten Ökostrom verkaufen bzw. einspeisen können, erfahren Sie unter folgender Nummer
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In einer Gesetzesnovelle vom Mai 2014 wird Energie, die aus erneuerbaren Primärenergieträgern Ökostrom) gewonnen, selbst erzeugt und verbraucht wird, bis 25000 kWh pro Jahr nicht mit der Elektrizitätsabgabe belastet. Dazu zählt Strom, der aus Wind- und Wasseranlagen, Photovoltaik, Biogas und Biomasse gewonnen wird. Mit dieser Änderung sollen Bürger angespornt und entlohnt werden, die den Eigenverbrauch durch Energie aus erneuerbaren Quellen decken.

2. Die Ökostrompauschale

Die Ökostrompauschale ist eine von zwei Beiträgen, die der österreichische Stromverbraucher entrichtet um ökologisch nachhaltigen Strom in Österreich zu fördern. Sie wurde am 01.07.2012 eingeführt und löste die Zählpunktpauschale ab. Der Haushalts-Endverbraucher auf Netzebene 7 profitiert von der neuen Regelung, denn die jährliche Pauschale wurde von 15€ auf 11€ abgesenkt. Die Ökostrompauschale muss einmal im Jahr, kann aber auch in monatlichen Raten, gezahlt werden. Ihre Höhe variiert je nach Netzebeneund muss vom Stromverbraucher getragen werden - sie ist aber nicht abhängig vom kWh-Stromverbrauch. In folgender Tabelle sind die Tarife für Österreich aufgelistet:

Ökostrompauschale in Österreich in Euro/Jahr nach Netzebene
Netzebene Pauschale in EUR
1-4 35000
5 5200
6 320
7 von 15 auf 11

Netzebene 7 ist die Ebene, die der reguläre Stromverbraucher bzw. der Haushaltskunde nutzt. Einkommensschwache Haushalte können sich mit Erfüllung bestimmter Kriterien von dieser Pauschale befreien lassen.

Lesen Sie hier weiter, um herauszufinden, ob Sie von der  Befreiung von der Ökostrompauschale profitieren können! Weitere Informationen dazu erhalten sie auch unter der Servicehotline 0720 1155 70.

3. Der Ökostromförderbeitrag

Die Festlegung dieses Rechnungsbestandteils unterliegt der E-Control, die einen prozentualen Aufschlag auf den regulären Netztarif veranschlagt. Zurzeit beträgt der Ökostromförderbeitrag 15,4% des regulären Netztarifs. Dieser Beitrag zur Förderung von Ökostrom wird in jedem Jahr bzw. Halbjahr für jede Netzebene neu bestimmt und errechnet sich aus zwei Teilbeträgen. 

Windrad

Ökostrompauschale fördert den Bau von Windkraftanlagen

1.Das Netznutzungsentgelt Leistung

Es wird halbjährlich neu berechnet und wurde für Netzebene 1 von €2,126/kW im Jahr 2012 sukzessive bis auf €2,802/kW für Netzebene 7 angehoben. Die aktuellesten Preisblätter werden auf der Seite der E-Control veröffentlicht. Ein Kilowatt entspricht jener Leistung, welche in der Regel für die Inrechnungstellung in die übliche Abrechnungseinheit Kilowattstunde(kWh) umgerechnet und dann in Cent/kWh angegeben wird.

2.Das Netznutzungsentgelt und das Netzverlustentgelt Arbeit

Es reicht von 0,096 Cent/kWh in Netzebene 1 bis 0,34Cent/kWh in Netzebene 7. Das Netzverlustentgelt für Ökostrom beträgt in Netzebene 1 0,019 Cent/kWh und wird stufenartig bis 0,059 Cent/kWh in der haushaltsüblichen Netzebene 7 angehoben. Der Ökostromförderbeitrag deckt praktisch den Netztarif für die Einspeisung der erneuerbaren Energien in das Elektrizitätsnetz.

Die Förderung der erneuerbaren Energie wurde eingeführt um einen möglichen Verlust der Wettbewerbsfähigkeit durch die Produktion von Ökostrom auszugleichen. Da die Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie mehr Investitionen bedürfen als die bereits bestehenden konventionellen Anlagen, soll durch die Ökoförderung ein Ausgleich geschaffen werden, der langfristig umweltfreundliche Energiequellen fest etabliert<. Welche Stromanbieter auch tatsächlich zertifizierten Ökostrom liefern, erfahren Sie von unseren Experten unter.

Die Ökostrompauschale und der Ökostromförderbeitrag werden an die Ökostromabwicklungsstelle (OeMAG) weitergeleitet. Die OeMAG ist die zentrale Verteilerstelle für grüne Energie. Sie weist Netzbetreibern die Menge von zu fördernden Ökostrom zu, die dem Marktanteil des Netzbetreibers entspricht.

4. Die Gebrauchsabgaben

Gemeinde- und länderspezifisch wird außerdem die Gebrauchsabgabe oder Benützungsabgabe fällig. Manche Gemeinden besteuern damit die Nutzung öffentlichen Gemeindegrundes. Die Höhe der Abgabe soll dabei verhältnismäßig zu der genutzten Fläche und des darüber liegendem Luftraums stehen.

Auf Basis der Gesetzgebung des jeweiligen Bundeslandes, können Gemeinden autonom auf Beschluss des Gemeinderates entscheiden, ob sie eine Gebrauchsabgabe erheben möchten, und wenn ja, in welcher Höhe. Der Beschluss über die Gebrauchsabgabe fällt somit in das Gemeinderecht und die Höhe der einzelnen Abgabe kann daher nur durch direkte Kontaktaufnahme mit der jeweiligen Gemeinde erfragt werden.

Die Maximalhöhe der Grundpauschale ist durch das jeweilige Landesgesetz begrenzt. Im Burgenland und in Vorarlberg gibt des keine Gesetzgebung zu dieser Abgabe, während in Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, der Steiermark, Tirol und Wien entsprechende Gebrauchsabgabengesetze verabschiedet wurden.

Gebrauchsabgabe nach Bundesländern
Bundesland Pauschale ja/nein
Wien
Tirol
Steiermark
Burgenland
Salzburg
Oberösterreich
Vorarlberg
Niederösterreich
Kärnten

In den meisten Gemeinden ist die Gebrauchsabgabe in zwei Unterposten aufgeteilt. Sie wird dann in der Stromrechnung als Energiegebrauchsabgabe und Netzgebrauchsabgabe aufgeführt. Dabei ist es auch möglich das keine Netzgebrauchsabgabe erhoben wird und nur die Energiegebrauchsabgabe, keine von beiden oder beide zusammengefasst in Rechnung gestellt werden.

Als Faustregel muss für die Gebrauchsabgabe Energie mit 6%-7% des Netztarifes netto gerechnet werden. Sollte auch eine Netzgebrauchsabgabe fällig werden, kann man sich auch hier an 6%- 7% des Netztarifs netto orientieren. Einige Gemeinden wiederum reichen die Kosten für die Nutzung des Gemeindegrunds nicht direkt an den Stromverbraucher weiter, sondern verrechnen sie mit den Systemnutzungsgebühren. Genaue Auskunft ist daher an dieser Stelle nicht möglich.

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5. Die KWK-Pauschale

Die KWK-Pauschale wird von allen an das öffentliche Netz angeschlossenen Stromverbrauchern in Euro pro Zählpunkt geleistet, von den Netzbetreibern in Rechnung gestellen und gemeinsam mit dem jeweiligen Netznutzungsentgelt von den an ihren Netzen angeschlossenen Endverbrauchern eingehoben. Für die an den Netzebenen angeschlossenen Netzbenutzer beträgt sie 1,25 Euro im Jahr.

5. Die Umsatzsteuer

Anders als die Gemeindeabhängigen Steuern ist die Umsatzsteuer eine vom Bund festgelegte Steuer, daher wird sie auch Bundessteuer genannt. Sie wird nach Addition aller zuvor genannten Preiskomponenten, also dem Energiepreis, dem Netztarif und den Energiesteuern und -abgabenaufgerechnet.

Mit einem aktuell geltenden Normalsteuersatz von 20% werden die Lieferung und der Verbrauch von Energie besteuert. Wie auch schon bei Elektrizitätsabgabe, bilden Jungholz (Tirol) und Mittelberg (Vorarlberg) hierbei die Ausnahme, da sie Teil des Steuergebiets der Bundesrepublik Deutschland sind - sogenannte Zollausschlussgebiete.

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