Ø August 2026
14,81 ct/kWh
Durchschnitt über alle 31 Tage, Großhandel vor Steuern
Günstigster Tag
9,90 ct/kWh
Sonntag, 9. August, der einzige Tag unter 10 ct
Teuerster Tag
18,15 ct/kWh
Montag, 17. August, teure Abendstunden

Alle Werte hier sind Großhandelspreise (Day-Ahead an der Börse), also der reine Strompreis vor Steuern. Was du am Ende zahlst, liegt höher: dazu kommen der Aufschlag deines Anbieters, Netzentgelte, Steuern und Abgaben. Ein Haushalt zahlt aktuell rund 24 ct/kWh brutto.

Wie hat sich der Strompreis im August 2026 entwickelt?

Der August war durchgehend teuer, und er wurde zum Monatsende nicht besser. An 17 von 31 Tagen lag der Großhandelspreis über 15 ct/kWh, unter die 10-Cent-Marke rutschte er an genau einem Tag, am Sonntag, dem 9. August mit 9,90 ct/kWh. Zum Vergleich: im Juli gab es noch acht Tage unter 10 ct.

Auffällig ist die Richtung innerhalb des Monats. Die erste Monatshälfte kostete im Schnitt 14,19 ct/kWh, die zweite 15,39 ct/kWh. Der teuerste Tag war der Montag, 17. August, mit 18,15 ct/kWh, und auch der letzte Augusttag schloss mit 17,80 ct/kWh noch klar im teuren Bereich. Der Monat hat sich also nicht beruhigt, er ist teuer zu Ende gegangen.

Großhandels-Strompreis im August 2026, Tag für Tag

Österreich · Tagesdurchschnitt in ct/kWh

günstig mittel teuer
1.8.
13,34 ct/kWh
2.8.
11,62 ct/kWh
3.8.
15,54 ct/kWh
4.8.
15,94 ct/kWh
5.8.
16,23 ct/kWh
6.8.
17,42 ct/kWh
7.8.
15,20 ct/kWh
8.8.
11,13 ct/kWh
9.8.
9,90 ct/kWh
10.8.
15,35 ct/kWh
11.8.
14,33 ct/kWh
12.8.
14,64 ct/kWh
13.8.
16,16 ct/kWh
14.8.
14,32 ct/kWh
15.8.
11,71 ct/kWh
16.8.
13,78 ct/kWh
17.8.
18,15 ct/kWh
18.8.
16,61 ct/kWh
19.8.
16,72 ct/kWh
20.8.
16,52 ct/kWh
21.8.
17,34 ct/kWh
22.8.
11,59 ct/kWh
23.8.
10,13 ct/kWh
24.8.
16,72 ct/kWh
25.8.
17,76 ct/kWh
26.8.
17,82 ct/kWh
27.8.
16,50 ct/kWh
28.8.
14,61 ct/kWh
29.8.
12,18 ct/kWh
30.8.
11,95 ct/kWh
31.8.
17,80 ct/kWh

Quelle: EPEX SPOT (Day-Ahead), Stromliste Spotpreis-Tracker.

Wer die Preise stündlich und in Echtzeit verfolgen will, findet sie im Strompreis heute, dort aktualisiert sich die Kurve jeden Tag.

August 2026 im Vergleich: Vorjahr und Vormonat

Mit 14,81 ct/kWh war der August 2026 der teuerste Monat unserer gesamten Datenreihe, die bis März 2025 zurückreicht. Er schlägt damit sogar den Januar 2026 (14,14 ct/kWh), also einen Wintermonat mit Heizlast und kurzen Tagen. Für einen Sommermonat mit den längsten Sonnenstunden des Jahres ist genau das die eigentliche Nachricht.

Gegenüber dem August 2025 (7,43 ct/kWh) hat sich der Börsenpreis fast verdoppelt, ein Plus von 7,38 ct/kWh oder rund 99 %. Gegenüber dem Juli 2026 (11,72 ct/kWh) ging es um 3,09 ct/kWh nach oben. Dabei war der Vorjahres-August kein normaler Monat, sondern der günstigste der ganzen Reihe. Ein Teil des Sprungs ist deshalb Basiseffekt, der Rest ist echte Verteuerung.

August 2025

7,43 ct/kWh

Juli 2026

11,72 ct/kWh

August 2026

14,81 ct/kWh

Monatsdurchschnitt der letzten 13 Monate

Österreich · Großhandel in ct/kWh · August hervorgehoben

Quelle: EPEX SPOT (Day-Ahead), Stromliste Spotpreis-Tracker.

Stephanie Hacker, Energieexpertin bei Stromliste

Einschätzung unserer Energieexpert:innen

Stephanie Hacker · Content Manager

Fast eine Verdoppelung klingt nach Alarm, landet aber nicht in dieser Höhe auf deiner Rechnung. Der Börsenpreis ist rund die Hälfte deines Energiepreises, und den spürst du sofort nur mit einem dynamischen Tarif. Wer im August einen Fixtarif hatte, hat vom teuersten Börsenmonat der letzten anderthalb Jahre nichts gemerkt. Wichtig wird der August erst, wenn sich das über mehrere Monate fortsetzt, denn dann kalkulieren die Anbieter auch neue Fixtarife teurer.

Warum war der Strom im August so teuer? Der Blick geht aufs Gas

An der Börse setzt immer das teuerste gerade benötigte Kraftwerk den Preis für alle, das nennt sich Merit-Order. In Österreich ist das in den Abendstunden regelmäßig ein Gaskraftwerk: die Sonne ist weg, der Verbrauch am höchsten. Damit wandert der Gaspreis fast direkt in den Strompreis.

Und genau dort lag der August. Am österreichischen Handelspunkt CEGH kostete Gas im Day-Ahead im August 2026 im Schnitt 63,23 Euro pro MWh. Im August 2025 waren es 35,50 Euro, das ist ein Plus von rund 78 %. Gegenüber dem Juli 2026 (55,27 Euro) ging es um weitere 14 % nach oben. Der Strompreis hat diese Bewegung nicht ausgelöst, er hat sie abgebildet.

+78 %

teurer war Gas im August 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Strompreis legte im selben Zeitraum um 99 % zu. Zwei Zahlen, eine Ursache.

Dass Gas im Sommer teuer ist, hat viel mit dem Füllen der Speicher vor dem Winter zu tun. Wer einlagert, konkurriert mit den Kraftwerken um dieselben Mengen, und das hebt den Sommerpreis. Was das für die kommende Heizsaison bedeutet, steht in unserem Beitrag zu den Gasspeicher-Füllständen.

Der zweite Faktor war die Erzeugung selbst. Tagsüber drückte die Photovoltaik die Mittagspreise weiterhin verlässlich nach unten, das zeigt das Stundenprofil im nächsten Abschnitt sehr deutlich. Sie half aber genau dann nicht, wenn es teuer wurde, nämlich am Abend. Fällt die Solarleistung weg und weht zusätzlich wenig Wind, bleibt das Gaskraftwerk, und das schreibt den Preis für alle.

Wann war der Strom im August am günstigsten?

Auch in einem teuren Monat gibt es günstige Fenster, und im August waren sie besonders deutlich ausgeprägt. Der stärkste Hebel war der Wochentag.

11,73 ct

kostete der Strom am Wochenende im Schnitt, an Werktagen waren es 16,27 ct/kWh. Das sind 4,54 ct Unterschied, spürbar mehr als im Juli. Am Wochenende steht die Industrie still, die Nachfrage sinkt, der Preis fällt.

Über den Tag ist das Muster noch schärfer. Wir haben dafür alle 31 Augusttage stündlich ausgewertet, nicht einzelne Tage herausgegriffen. Am günstigsten war der Strom im Fenster 11 bis 15 Uhr mit dem Tief um 12 Uhr, am teuersten zwischen 18 und 21 Uhr mit der Spitze um 20 Uhr. Die Abendspitze kostete dabei mehr als doppelt so viel wie das Mittagstief.

00-06 UhrNacht, mittel
06-09 UhrMorgenspitze
11-15 Uhrgünstigstes Fenster
16-18 UhrAnstieg
18-21 Uhrteuerstes Fenster
21-24 UhrAbklingen

Durchschnittliches Stundenprofil über alle 31 Augusttage. Die Balken zeigen das Verhältnis der Fenster zueinander, keine absoluten Cent-Werte. Quelle: EPEX SPOT (Day-Ahead), eigene Auswertung.

  • Große Verbraucher wie Waschmaschine, Geschirrspüler oder das Laden des E-Autos in das Fenster von 11 bis 15 Uhr legen
  • Die Abendspitze zwischen 18 und 21 Uhr konsequent meiden, dort lag im August das Maximum
  • Flexible Lasten aufs Wochenende schieben, dort war der Strom im August gut ein Viertel günstiger als an Werktagen

Wichtig: nur mit dynamischem TarifDiese Muster senken deine Kosten nur, wenn dein Energiepreis dem Börsenpreis folgt, also bei einem dynamischen Tarif mit Smart Meter. Bei einem Fixtarif ist dein kWh-Preis rund um die Uhr gleich. In einem Monat wie dem August war das der bequemere Platz.

Was der hohe Börsenpreis für PV-Einspeiser bedeutet

Der hohe Börsenpreis hat eine Seite, die selten erwähnt wird: für alle mit PV-Anlage ist er eine gute Nachricht. Die OeMAG-Einspeisevergütung hängt am Day-Ahead-Preis und wird monatlich rückwirkend festgelegt. Sie klebte seit dem Frühjahr an ihrer gesetzlichen Untergrenze, weil die Börsenpreise so tief lagen.

6,146 ct

bekamen Einspeiser im Juli 2026 pro Kilowattstunde von der OeMAG, exakt die Untergrenze. Für das dritte Quartal reicht der Korridor von 6,146 bis 10,515 ct/kWh.

Der August-Wert stand Ende August noch nicht fest. Die OeMAG veröffentlicht ihn rückwirkend erst Anfang September, am 31. August wies sie weiterhin den Juli-Wert aus. Rechnerisch spricht aber viel dafür, dass der Tarif erstmals seit dem Frühjahr von der Untergrenze wegkommt: Der Korridor wird aus dem Q3-Referenzpreis der E-Control von 10,923 ct/kWh gebildet, und der Börsenschnitt des August lag mit 14,81 ct/kWh deutlich darüber. Das ist eine Erwartung und kein veröffentlichter Wert, den echten Betrag tragen wir hier nach, sobald er vorliegt.

Am Grundsatz ändert das wenig: Der größere Hebel bleibt dein Eigenverbrauch, denn jede selbst genutzte Kilowattstunde ist ein Vielfaches der Einspeisevergütung wert. Wie der Korridor genau rechnet und welcher Versorger was zahlt, steht im Einspeisetarif-Ratgeber.

Zahlst du zu viel für deinen Strom?

Wir prüfen am Telefon deinen Preis pro Kilowattstunde und ob ein dynamischer oder ein Fixtarif für dich günstiger ist.

0720 1155 70

Mo 8–19 Uhr, Di–Fr 8–18 Uhr