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Murkraftwerk in Graz: Gibt es umweltfreundliche Stromtarife?

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windrad auf gras

Für immer mehr KundInnen ist umweltfreundliche Energieerzeugung wichtig.

Seit die Energie Steiermark im Jahr 2009 ihren Plan zum Bau eines Murkraftwerks in Graz Puntigam vorgestellt hat, kommt es immer wieder zu Protesten. Bäume müssten gerodet werden, verschiedene Tierarten würden zurückgedrängt werden, und überhaupt sei das Murkraftwerk wirtschaftlich nicht rentabel. Die Befürworter des Wasserkraftwerks kontern: Der Bau würde die heimische Wirtschaft stärken und die Umweltschäden hielten sich in Grenzen. Was ist bisher passiert? Was spricht für und was gegen das Kraftwerk? Und kann man durch einen Wechsel des Stromtarifs oder Stromanbieters den Umweltschutz fördern? Antworten auf diese Fragen erhalten Sie hier.


Murkraftwerk in Graz Puntigam: Pro und Contra

 

Eigentlich wurden die Pläne für ein Murkraftwerk in Graz Puntigam schon 2001 begraben – Das Wasserkraftwerk sei wirtschaftlich nicht rentabel. 2006 gruben die Grazer Stadtwerke die Idee wieder aus. Es folgten jahrelange Diskussionen und Proteste. Einen ersten Höhepunkt erreichte die Kritik, als die Energie Steiermark 2009 ihren Plan für das Murkraftwerk vorstellte. Ein Pro-Argument damals: Im Murkraftwerk werde Strom aus Wasserkraft – und damit grüner Strom – erzeugt. Außerdem könne man mit dem Kraftwerksbau die Gelegenheit nutzen, das Ufer attraktiver zu gestalten. Die Gegner des Murkraftwerks sahen (und sehen) das anders. Es gab Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Projekts und außerdem Umweltschutzbedenken. Einige Beispiele: Tausende Bäume müssten für den Bau des Kraftwerks und des Kanals gerodet werden. Und die ohnehin bedrohte Fischart der Huchen würde durch das Wasserkraftwerk noch mehr zurückgedrängt werden.

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Die Energie Steiermark kontert mit dem Argument, dass für jeden gerodeten Baum drei Bäume nachgepflanzt werden müssten. Und dass abgesehen davon viel für den Artenschutz getan werde. Der Grazer Gemeinderat entschloss sich im Jahr 2011 trotz aller Kritik für den Kraftwerksbau - ÖVP, SPÖ und FPÖ auf der Pro-Seite, KPÖ und Grüne dagegen. Noch heute ist das Murkraftwerk ein Streitthema zwischen den fünf Parteien. 2012 wurde das Kraftwerk erstinstanzlich genehmigt – weil ein überwiegendes öffentliches Interesse bestehen würde. Die Plattform Rettet die Mur rief im Anschluss zu einer ersten Demonstration in Graz auf. Nicht die Demonstration, sondern Geldfragen brachten die Energie Steiermark 2013 zum Umdenken: Die Marktbedingungen würden das Kraftwerk unrentabel machen, so der Stromanbieter jetzt selbst. 2016 stieg die Energie Graz als Partner mit 12,5% in den Kraftwerksbau ein. Nachdem die Stadt Graz einen Kredit über 13 Millionen Euro gewährte, fällte die Energie Steiermark im September 2016 den endgültigen Baubeschluss. Es kam zu Neuwahlen in Graz. Im Jänner 2017 richtete die Energie Steiermark die Baustelle ein. Einen Tag nach den Gemeinderatswahlen in Graz begannen die Baumrodungen. Es kam zu zahlreichen Protesten. Eine schon genannte Fischart wurde zum Inhalt eines beliebten Protestspruchs: „Fledermaus und Huchen werden euch verfluchen!“, rufen Gegner auf Demonstrationen derzeit. Tierschutz und Rodungen sind nach wie vor Hauptargumente gegen den Kraftwerksbau. Die Energiekonzerne kontern mit der Leistung des Kraftwerks: 20.000 Haushalte könne man mit dem in Graz Puntigam erzeugten Strom versorgen. Außerdem würden Aufträge vor allem an die heimische Bauwirtschaft gehen - und so regionale Unternehmen unterstützt werden. Als positive Vorbilder führt die Energie Steiermark die Kraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf an. Der Naturpark Auwiesen und die Radwege und Gehwege am Murufer seien zu beliebten Ausflugszielen der Grazerinnen und Grazer geworden.

Murkraftwerk in Graz Puntigam: Was ist geplant?

Der Bau des Murkraftwerks in Graz Puntigam kostet rund 80 Mio. Euro - Der Speicherkanal (der ca. noch einmal so viel kostet und zu großen Teilen von Steuergeldern bezahlt wird) ist dabei noch nicht eingerechnet. Die Engpassleistung des Kraftwerks soll 17,7 MW betragen, das Regelarbeitsvermögen 82 GWh. Das Murkraftwerk Graz Puntigam könnte damit 20.000 Haushalte mit Strom versorgen - allerdings nur im Sommer, denn im Winter ist der Wasserstand der Mur niedriger und das Kraftwerk damit weniger leistungsstark. Das Murkraftwerk wird sich, sofern es gebaut wird, ca. 600 Meter oberhalb der Puntigamer Brücke befinden. Der geplante Zentrale Speicherkanal soll kilometerlang werden.

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Stromtarif wechseln: Ökostromanbieter in Österreich

Zuerst sollte geklärt werden, was eigentlich unter Ökostrom verstanden wird, nämlich ein Strommix aus 100% erneuerbarer Energie (dazu gehört auch Wasserkraft). Ökostrom muss in Österreich mit einem Herkunftsnachweis versehen werden - Der soll gewährleisten, dass wirklich Strom aus erneuerbarer Energie ins Netz eingespeist wird. Stromanbieter können aber Strom aus Nukleartechnologie (zum Beispiel aus Deutschland oder Frankreich) umetikettieren und zu Wasserkraftstrom umbenennen. Deshalb gibt es in Österreich zertifizierten Ökostrom mit Umweltzeichen, der diverse Auflagen erfüllen muss. Dieses Umweltzeichen heißt UZ 46 Grüner Strom. Es setzt Energie voraus, die in Österreich produziert wurde. Der Wasserkraftanteil darf max. 79% betragen und der Sonnenenergieanteil muss mindestens 1,4% hoch sein. Die Anlagen müssen ökologische Voraussetzungen erfüllen, zum Beispiel Fischaufstiegshilfen bei Flusskraftwerken. Außerdem muss der Stauraum "Gestaltungselemente nach ökologischen Kriterien" enthalten - bezüglich Form, Uferlinie und Tiefenvarianzen. Nicht alle Ökostromanbieter erfüllen die Bedinungen für das Umweltzeichen. Informieren Sie sich daher gut, bevor Sie wechseln und achten Sie auf die Auszeichnung UZ46. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an Stromtarifen verschiedener Anbieter, die mit dem UZ46 ausgezeichnet wurden. Alle angeführten Tarife sind Angebote für Privatkunden. Alle Preise inkl. Umsatzsteuer.

Mit der Entscheidung, einen Stromtarif mit dem Österreichischen Umweltzeichen zu wählen, fördern Sie umweltverträgliche Stromquellen.

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Ökostrom muss nicht teuer sein.

Ökostrom in Graz im Vergleich

Tarif AAE Naturstrom Plus des Stromanbieters AAE Naturstrom

Es handelt sich um einen Tarif mit Strom aus Windkraft, ergänzt durch Anteile von Sonnen- und Wasserkraft. Die Verbrauchskosten betragen derzeit 8,80 Cent pro kWh, außerdem zahlen Sie eine monatliche Grundpauschale von 1,20€. AAE Naturstrom versorgt Sie damit vergleichsweise günstig mit Ökostrom.

Tarif Naturstrom der Energie Steiermark Natur GmbH

Auch die Energie Steiermark Natur GmbH bietet einen Tarif an, der mit dem UZ46 ausgezeichnet wurde. Der Tarif heißt Naturstrom und kostet Sie 1,50€ monatlich für die Grundgebühr und 8,76 Cent pro kWh Verbrauch.

Tarif oekostrom future des Stromanbieters oekostrom

oekostrom achtet darauf, dass der eingespeiste Strom nicht ausschließlich aus großen Wasserkraftwerken kommt. Der oekostrom-Tarif oekostrom future wurde mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Die Eckdaten: Sie zahlen 2,28€ monatlich an Grundgebühr und 9,59 Cent pro kWh für den Verbrauch. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 12 Monate.

Ökostromtarife im Vergleich
AAE Naturstrom Energie Steiermark Natur GmbH oekostrom
8,80 Cent pro kWh 8,76 Cent pro kWh 9,59 Cent pro kWh
1,20€/Monat Grundgebühr 1,50€/Monat Grundgebühr 2,28€/Monat Grundgebühr

Zum Vergleich: Für die Grundversorgung der Energie Steiermark zahlen Sie derzeit (Stand März 2017) 7,44 Ct/kWh und 3,48€ monatlich an Grundgebühr. Alle Preisangaben inkl. Umsatzsteuer.

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Weitere Tarife mit dem UZ46

Alle Tarife, die mit dem UZ46 ausgzeichnet wurden, finden Sie auf der Homepage für das Österreichische Umweltzeichen. Es zählen dazu zum Beispiel Tarife der Stromanbieter ENAMO Ökostrom GmbH, Salzburg Ökoenergie GmbH und Naturkraft Energievertriebsgesellschaft m.b.H.. Ein Vergleich lohnt sich.

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