Laden pro 100 km
4,39 €
an der Wallbox, mit 25 ct/kWh und 16,5 kWh Verbrauch
Sparpotenzial pro Jahr
210 €
nur durch den Tarif, bei 12.000 km im Jahr
Empfohlene Wallbox
11 kW
nur meldepflichtig, nicht bewilligungspflichtig

Was kostet das Laden zu Hause?

Die Rechnung hat nur drei Zutaten. Was dein Auto pro 100 km braucht, was beim Laden verloren geht, und was du pro Kilowattstunde zahlst. Den dritten Posten kannst du als einzigen sofort ändern.

Stell unten deine Jahresfahrleistung ein, dann siehst du sofort, was dich das Laden in den vier häufigsten Fällen kostet.

Zwei Begriffe, die du für die Rechnung brauchst

Wechseltarif ist der Preis, den du als Neukunde bekommst, wenn du den Anbieter wechselst. Österreichweit liegt er derzeit bei 21 bis 31 ct/kWh, je nach Bundesland.

Grundversorgung ist der Tarif, in dem du automatisch landest, wenn du nie gewechselt hast. Der liegt bei 30 bis 42 ct/kWh. Beide Werte sind Gesamtpreise, also inklusive Netz, Steuern und Umsatzsteuer. Wir rechnen unten mit 25 und 35 ct, also bewusst nicht mit dem günstigsten Wechseltarif und nicht mit der teuersten Grundversorgung.

Ladekosten-Rechner

Was kostet dich das Laden im Jahr?

12.000 km/Jahr
Wallbox + Wechseltarif
527 €
die günstigste Variante
Wallbox + Grundversorgung
737 €
gleiche Technik, teurerer Tarif
Steckdose + Wechseltarif
604 €
guter Tarif, hoher Ladeverlust
Nur öffentlich laden
990 €
zu 50 ct/kWh, ohne eigene Wallbox

Allein der Tarifwechsel bringt dir 210 € im Jahr, ohne dass du irgendetwas an deiner Technik änderst.

Und wer ausschließlich an öffentlichen Säulen lädt, zahlt 463 € im Jahr mehr als zu Hause mit Wallbox und Wechseltarif.

Gerechnet wird mit 16,5 kWh pro 100 km ab Batterie und 6 % Ladeverlust an der Wallbox. Die Preise sind Brutto-Gesamtpreise inklusive Netz, Steuern und Abgaben, Stand Oktober 2026. Zum Nachschlagen die Werte bei 12.000 km im Jahr:

Tarif Preis Pro 100 km Pro Jahr
Günstiger Wechseltarif 25 ct/kWh 4,39 € 527 €
Grundversorgung 35 ct/kWh 6,14 € 737 €

Das ist der eigentliche Hebel

Zwischen den beiden Zeilen liegen 210 € im Jahr, für exakt dieselbe Strommenge. Keine Effizienzmaßnahme an der Wallbox kommt an diesen Betrag heran. Wer ein E-Auto lädt und noch in der Grundversorgung steckt, verschenkt jedes Jahr mehr, als die Wallbox in der Anschaffung gekostet hat.

Der Grund ist simpel. Das E-Auto verdoppelt bei vielen Haushalten den Jahresverbrauch. Damit verdoppelt sich auch, was ein Preisunterschied von wenigen Cent ausmacht. Ein Wechsel, der ohne E-Auto rund die Hälfte gebracht hätte, bringt jetzt 210 €.

In unseren Beratungen sehen wir diesen Fall fast täglich. Das Auto ist neu, der Stromvertrag ist alt. Oft läuft er noch in der Grundversorgung, also in dem Tarif, in dem du automatisch landest, wenn du nie gewechselt hast. Der ist fast immer der teuerste am Markt.

Zu Hause oder an der Ladesäule?

Zu Hause ist es immer billiger und immer langsamer. Das ist der ganze Handel. Die Säule verkauft dir Zeit, und Zeit ist an der Ladesäule teuer.

Was die Kilowattstunde wo kostet

So weit liegen die Preise auseinander, je Kilowattstunde im Oktober 2026:

Zu Hause, mit Wechseltarif

rund 25 ct

Über Nacht, 11 kW. Das Auto steht ohnehin.

Öffentlich, normale Säule mit Ladekarte

43 bis 55 ct

Mehrere Stunden. Du musst hinfahren und wieder weg.

Öffentlich, Schnellladen mit Ladekarte

52 bis 65 ct

Rund 30 Minuten. Dafür zahlst du den Aufpreis.
Ohne Ladekarte zahlst du an derselben Säule mehr. Ein österreichweiter Richtwert dafür lässt sich nicht seriös angeben, weil jede Station ihren eigenen Preis setzt. Er steht je Station im amtlichen Ladestellenverzeichnis.

An der Säule zahlst du grob das 2,0-fache deines Heimpreises, am Schnelllader bis zum 2,6-fachen. Für dieselbe Kilowattstunde.

Kurz erklärt

Mit Ladekarte

Du hast dich vorher bei einem Ladeanbieter angemeldet und bekommst Karte oder App. An der Säule zahlst du den Preis aus deinem Vertrag. Manche Karten kosten eine monatliche Grundgebühr, andere nicht.

Ohne Ladekarte

Du fährst hin und zahlst direkt an der Säule, per QR-Code oder indem du die Bankkarte auflegst. Geht überall und ohne Anmeldung. Ist aber der Tarif für Laufkundschaft, also der teuerste.

Diesen Aufpreis musst du nicht zahlen. Es gibt Ladekarten ohne Grundgebühr. Wer eine davon im Handschuhfach hat, zahlt unterwegs den Vertragspreis statt des Laufkundschaftspreises. Kostet im Jahr keinen Cent.

Rechne es an einer einzelnen Ladung durch. Ein durchschnittlicher Akku fasst etwa 70 kWh. Im Alltag lädst du aber nicht von 0 auf 100, sondern etwa von 20 auf 90 %. Eine typische Ladung sind also rund 50 kWh. Dieselben 50 kWh kosten dich:

13 €
zu Hause
mit 25 ct/kWh, inklusive Ladeverlust
25 €
an der Säule
mit 50 ct/kWh
29 €
am Schnelllader
mit 59 ct/kWh

Eine solche Ladung bringt dich rund 300 km weit. Bei 12.000 km im Jahr sind das etwa 40 Ladungen. Auf ein Jahr gerechnet entscheidet dann dein Ladeverhalten:

Nur daheim
Wallbox und Wechseltarif
527 €
im Jahr, gerechnet mit 25 ct/kWh
Daheim und unterwegs
vier von fünf Ladungen daheim
619 €
im Jahr, gerechnet mit 25 und 50 ct/kWh
Nur an der Säule
keine eigene Lademöglichkeit
990 €
im Jahr, gerechnet mit 50 ct/kWh

Warum zu Hause nie so schnell geht

Ein Schnelllader liefert 150 bis 350 kW. Zu Hause sind 22 kW das Maximum, realistisch 11 kW. Das ist keine Frage der Wallbox, sondern deines Hausanschlusses: Die Leistung, die eine Säule zieht, hat ein Wohnhaus schlicht nicht. Dafür steht dein Auto nachts ohnehin zehn Stunden herum, und in zehn Stunden füllt auch eine 11-kW-Box jeden Akku.

Daraus folgt die einzige sinnvolle Aufteilung: zu Hause laden ist der Normalfall, die Säule ist für unterwegs. Wer beides umdreht, zahlt bei 12.000 km im Jahr 463 € mehr. Genau dieser Unterschied ist es, der die Wallbox bezahlt.

Wann sich die Wallbox bezahlt gemacht hat

Eine Wallbox samt Montage kostet meist 1.000 bis 2.500 €. Rechne mit rund 1.500 €. Ohne eigene Wallbox bleibt dir nur die Säule, und die kostet 990 € im Jahr. Wie schnell die Wallbox diesen Unterschied hereinholt, hängt von deinem Tarif ab.

Mit Tarifwechsel
463 € gespart pro Jahr
3,2 Jahre
bis die Wallbox bezahlt ist
Ohne Tarifwechsel
nur 253 € gespart pro Jahr
5,9 Jahre
bis die Wallbox bezahlt ist
Derselbe Kauf, fast die doppelte Wartezeit.
Den Punkt macht kein Verkaufsgespräch über Wallboxen: Der Tarif entscheidet mit, ob sich die Hardware rechnet. Der Wechsel kostet zehn Minuten und keinen Cent.
Und wenn du heute schon an der Steckdose lädst?

Dann ändert die Wallbox an deinem Strompreis nichts. Du lädst ja schon zu Hause und zahlst bereits deine 25 ct. Der einzige Unterschied ist, wie viel davon im Akku ankommt: Eine normale Steckdose verliert bis zu 18 %, eine Wallbox nur 6 %.

Dieser Unterschied ist rund 77 € im Jahr wert. Bei 1.500 € für die Wallbox dauert es damit:

19 Jahre, bis sie sich bezahlt hat

So gerechnet kaufst du die Wallbox nicht wegen des Preises, sondern wegen Sicherheit und Tempo. Eine Steckdose ist für stundenlange Volllast nicht gebaut. Das ist ein gutes Argument, nur eben kein wirtschaftliches.

Ladeverluste: der Posten, den fast niemand mitrechnet

Dein Stromzähler misst, was aus der Wand kommt. Nicht, was im Akku ankommt. Dazwischen sitzen Ladegerät, Kabel, Kühlung und die Elektronik des Fahrzeugs, und die brauchen selbst Energie. Diese Differenz steht auf keiner Reichweitenanzeige, aber auf jeder Stromrechnung.

Wie groß sie ist, hängt fast vollständig davon ab, woran du lädst. Der ADAC hat das beim Laden zu Hause über mehrere Fahrzeuge gemessen:

Anteil des Stroms, der nicht im Akku ankommt

Wallbox mit 11 kW

5,1 bis 7,0 %

Kurze Ladedauer, stärker ausgelegte Zuleitung, wenig Zeit im verlustreichen Betrieb.

Normale Haushaltssteckdose

12,7 bis 24,2 %

Lange Ladedauer, schwache Zuleitung, das Fahrzeug bleibt stundenlang in einem Zustand mit hohem Eigenverbrauch.
Balkenlänge im Verhältnis zum jeweils höchsten gemessenen Wert. Quelle: ADAC-Messreihe zum Laden zu Hause.

In Geld übersetzt: Im Akku sollen rund 1.980 kWh landen. An der Wallbox ziehst du dafür etwa 2.106 kWh aus dem Netz. An der normalen Haushaltssteckdose sind es rund 2.415 kWh. Das sind rund 308 kWh Unterschied, bei 25 ct/kWh also etwa 77 € pro Jahr, die du für nichts bezahlst.

Eine Wallbox amortisiert sich also nicht nur über Komfort und Sicherheit, sondern messbar über den Ladeverlust. Das ist das stärkste rein technische Argument gegen die Notlösung Verlängerungskabel.

11 kW oder 22 kW?

Im Verkauf wird diese Frage oft zugunsten der größeren Box beantwortet. Für einen Haushalt spricht fast alles für 11 kW. Ab 2027 kommt ein weiteres Argument dazu.

Eine Sache, die am Telefon regelmäßig überrascht: Die größere Wallbox macht dein Auto nicht schneller voll. Die meisten Autos nehmen zu Hause ohnehin nur 11 kW auf. Die restliche Leistung liegt dann ungenutzt an der Wand.

Kriterium 11 kW 22 kW
Beim Netzbetreiber meist ohne Bewilligung, aber melden musst du sie in vielen Netzgebieten eine gesonderte Prüfung nötig
Installation Standardfall stärkere Leitung und Absicherung, Mehrkosten
Was das Auto aufnimmt von fast allen Modellen voll genutzt die meisten Autos nehmen zu Hause ohnehin nur 11 kW
Ladeverlust 5,1 bis 7,0 % 6,7 bis 6,9 %, also kein Vorteil
Ab 2027 niedrigere Anschlussleistung, geringeres Risiko höhere vereinbarte Leistung wirkt dauerhaft

Der Posten, der die Rechnung kippt: deine Anschlussleistung

Eine Wallbox zieht mehr, als ein normaler Haushalt vereinbart hat. Willst du diese Leistung dauerhaft, musst du deine vereinbarte Anschlussleistung erhöhen. Dafür verrechnet dein Netzbetreiber ein Netzbereitstellungsentgelt, einmalig und je zusätzlichem Kilowatt.

Genau hier wird die größere Box teuer, und zwar nicht bei der Anschaffung, sondern beim Netz. Wer von einer kleinen vereinbarten Leistung auf 22 kW geht, zahlt diesen Betrag für jedes einzelne zusätzliche Kilowatt. Die Ersparnis durch schnelleres Laden holt das in einem Haushalt in aller Regel nicht herein.

Die Höhe steht im Tarifblatt deines Netzbetreibers und unterscheidet sich je Netzgebiet. Frag den Betrag ab, bevor du dich für die größere Box entscheidest, und rechne ihn gegen den Zeitgewinn. Wie du deinen Netzbetreiber findest, steht in unserer Übersicht.

Unser Urteil

11 kW ist für einen Haushalt praktisch immer die richtige Wahl. Damit lädst du über Nacht jeden gängigen Akku voll. 22 kW zahlt sich nur aus, wenn mehrere Fahrzeuge kurz hintereinander geladen werden müssen und das Fahrzeug die Leistung überhaupt aufnimmt. Das zusätzliche Netzbereitstellungsentgelt kommt in beiden Fällen obendrauf.

Ab 1. Jänner 2027 ändert sich außerdem das Netzentgelt, also der Teil deiner Rechnung, der dafür anfällt, dass der Strom durchs Leitungsnetz zu dir kommt. Dann zählt nicht mehr nur die verbrauchte Menge. Es zählt auch, wie viel du in deiner stärksten Viertelstunde des Monats gleichzeitig ziehst. Was das für dich heißt, steht auf unserer Seite zum Leistungstarif ab 2027. Fürs Erste genügt eine Regel: Kauf eine Wallbox, die sich drosseln lässt.

Welcher Stromtarif zum Laden passt

Ein E-Auto hängt stundenlang am Kabel. In welcher dieser Stunden es lädt, ist dir meistens egal. Genau daraus lässt sich Geld machen. Such dir unten die Zeile, die auf dich zutrifft.

Die Frage ist nicht, welcher Tarif der beste ist. Die Frage ist, wann du lädst.

Du steckst abends an und brauchst das Auto erst am Morgen.
Der Preis folgt stündlich der Strombörse. Nachts ist er fast immer am niedrigsten. Wallbox oder Auto-App müssen den Start automatisch legen.
Du lädst, wann es sich ergibt, und willst einen Preis, der steht.
Fixer Tarif mit Preisgarantie
Ein Preis rund um die Uhr, für die ganze Laufzeit planbar. Dein Ladestrom kostet im Jänner dasselbe wie im Juli, und du musst nie auf die Uhr schauen. Achtung: Eine Preisgarantie deckt meist nur den Energiepreis, nicht die Netzkosten.
Du hast eine Wärmepumpe oder fährst sehr viel.
Zweiter Zähler mit unterbrechbarem Tarif
Der Ladestrom wird getrennt und günstiger abgerechnet. Dafür darf der Netzbetreiber kurz abschalten. Der zweite Zähler kostet eine eigene Grundgebühr, also einen Fixbetrag pro Monat. Das lohnt erst deutlich über 2.000 kWh im Jahr.

Der Satz, der im Verkauf gern untergeht

Ein dynamischer Tarif belohnt Flexibilität. Er bestraft aber auch Unflexibilität. Wer jeden Tag um 18 Uhr heimkommt, ansteckt und sofort volle Leistung zieht, lädt in der teuersten Stunde des Tages. Ohne Zeitsteuerung ist Fall 2 die ehrlichere Wahl.

Kostenlos · jeden Tag

Welche Stunde heute die teuerste ist

Wir schicken dir die günstigsten und teuersten Stunden jeden Tag per WhatsApp, kostenlos und ohne App.

Spotpreise abonnieren

Effizienter laden: die Hebel, die wirklich etwas bringen

Sortiert nach Wirkung, nicht nach Aufwand. Die ersten beiden Punkte bringen zusammen mehr als alle anderen zusammen.

Die zwei großen Hebel

Diese beiden bringen zusammen 287 € im Jahr. Alles Weitere spielt in einer anderen Größenordnung.

Hebel 1 · zehn Minuten Aufwand
210 €

Den Tarif prüfen, bevor du an der Technik drehst

So groß ist der Abstand zwischen Grundversorgung und günstigem Wechseltarif im Jahr. Das schlägt jede Effizienzmaßnahme an der Wallbox.

Hebel 2 · einmalige Anschaffung
77 €

An der Wallbox laden statt an der Steckdose

So viel zahlst du bei 12.000 km im Jahr allein für Ladeverluste, wenn du an der normalen Haushaltssteckdose lädst statt an einer Wallbox.

Die Feinjustierung

Kleinere Beträge, aber sie kosten nichts außer einer einmaligen Einstellung.

3

Ladezeitpunkt automatisieren

Die Wallbox oder die Fahrzeug-App soll daran denken, nicht du. Ohne Automatik verpufft der Vorteil eines dynamischen Tarifs im Alltag.
4

Nicht routinemäßig auf 100 % laden

Die letzten Prozent laden langsamer, also mit höherem Verlust, und belasten den Akku. Im Alltag genügen 80 %.
5

Im Winter am Kabel vorwärmen

Innenraum und Akku vorwärmen, solange das Auto am Netz hängt. Die Energie kommt dann aus der Wallbox statt aus dem Akku.
6

Wallbox und Wärmepumpe versetzt starten

Ab 2027 zählt deine höchste Viertelstunde im Monat. Zeitversetzt anlaufen lassen hält die Spitze niedrig, ohne Verzicht.
7

PV-Überschuss nutzen, wenn vorhanden

Selbst erzeugter Strom ist der günstigste Ladestrom. Voraussetzung ist eine Wallbox, die den PV-Überschuss selbst erkennt.

Was wenig bringt

Die Wallbox nach jedem Laden vom Strom zu nehmen. Der Standby-Verbrauch moderner Geräte liegt im Bereich weniger Euro im Jahr und steht in keinem Verhältnis zu den Punkten 1 und 2.

Anmeldung beim Netzbetreiber

Melden musst du deine Wallbox immer. Das gilt bei jedem Netzbetreiber und für jede fest installierte Ladestation. Ob zusätzlich eine Bewilligung nötig ist, hängt davon ab, in welchem Netzgebiet du wohnst. Eine einheitliche österreichweite Grenze gibt es nicht:

Beispiel Niederösterreich

Netz Niederösterreich

Nennt eine klare Grenze. Bis 11 kW geht es in der Regel ohne Bewilligung. Darüber prüft der Netzbetreiber dein Netz gesondert.

Beispiel Wien

Wiener Netze

Nennen keine feste Grenze. Jede Meldung wird einzeln beurteilt, abhängig von der Situation im Netz vor Ort.

Vorsicht bei Ratgebern aus dem Netz

Viele Seiten nennen 11 kW als österreichweite Grenze. Das ist die deutsche Regel, nicht die österreichische. In Österreich legt jeder Netzbetreiber das in seinen eigenen Anschlussbedingungen fest, und die Grenzen gehen auseinander.

In der Praxis erledigt die Meldung dein Elektriker oder deine Elektrikerin, denn anschließen darf die Wallbox ohnehin nur ein Fachbetrieb. Wichtig ist, dass es passiert. Eine nicht gemeldete Wallbox kann im Schadensfall zum Problem werden.

Zuständig ist immer dein Netzbetreiber, nicht dein Stromanbieter. Der Netzbetreiber hängt von deiner Adresse ab, den kannst du dir nicht aussuchen. Welcher es bei dir ist, steht in unserer Übersicht der österreichischen Netzbetreiber. Frag dort nach, bevor du eine Wallbox bestellst.

Förderungen: was es aktuell noch gibt

Die Bundesförderung für private Ladeinfrastruktur nimmt keine neuen Registrierungen mehr an. Das Programm wurde wegen ausgeschöpften Budgets vorzeitig beendet. Wer sich noch rechtzeitig registriert hat, kann den Antrag innerhalb der jeweiligen Frist weiterhin einreichen, für neue Vorhaben ist der Weg aber zu.

Auf Landesebene läuft es unterschiedlich weiter. Einzelne Bundesländer fördern Wallboxen anteilig oder mit einer Pauschale, teils gekoppelt an eine Photovoltaikanlage oder an stärkere Geräte. Weil diese Programme regelmäßig auslaufen, sobald ihr Budget erschöpft ist, nennen wir hier bewusst keine Beträge, die morgen falsch sein können.

Vor dem Kauf, nicht danach

Förderungen setzen fast immer voraus, dass der Antrag vor der Bestellung läuft. Eine bezahlte Rechnung lässt sich meist nicht nachträglich einreichen. Genau daran scheitert es in der Beratung am häufigsten: Die Wallbox hängt schon an der Wand, und dann ist der Weg zu. Prüfe den Stand beim Förderportal deines Bundeslandes, bevor du bestellst.

Kurz zusammengefasst

  • Laden zu Hause kostet bei einem günstigen Wechseltarif rund 4,39 € pro 100 km, in der Grundversorgung etwa 6,14 €;
  • über 12.000 km im Jahr liegen 210 € zwischen den beiden, für dieselbe Strommenge;
  • der Ladeverlust an der normalen Haushaltssteckdose kostet zusätzlich 77 € im Jahr gegenüber einer Wallbox;
  • wer ausschließlich öffentlich lädt, zahlt 463 € im Jahr mehr, genau das finanziert die Wallbox;
  • mit Tarifwechsel hat sich die Wallbox nach 3,2 Jahren bezahlt, ohne Wechsel erst nach 5,9;
  • 11 kW genügt im Haushalt, und eine höhere Anschlussleistung kostet einmalig extra;
  • achte darauf, dass sich die Wallbox drosseln lässt, das zahlt sich ab 2027 aus.

Welcher Tarif passt zu deinem Verbrauch?

Mit einem E-Auto verschiebt sich dein Jahresverbrauch deutlich nach oben, und damit auch der Tarif, der für dich der günstigste ist. Unsere Berater:innen rechnen das mit dir durch, kostenlos und unverbindlich.