Winterhalbjahr
34 bis 41 %
des Jahresertrags fallen auf Oktober bis März, je nach Standort
OeMAG August 2026
8,997 ct
je kWh, ein Plus von 46 Prozent gegenüber Juli
Dezember + Jänner
7,8 %
des Jahresertrags fallen auf die zwei schwächsten Monate, gemessen für Wien

Was deine Anlage im Winter wirklich liefert

Auf einem Süddach mit 35 Grad Neigung fallen 33,9 Prozent des Jahresertrags auf Oktober bis März, gemessen für Wien. In Innsbruck sind es 41,4 Prozent. Das Winterhalbjahr ist also kein Ausfall, sondern rund ein Drittel der Ernte. Eng wird es nur in zwei Monaten.

Wir haben die Zahlen nicht abgeschrieben, sondern selbst abgefragt. Grundlage ist PVGIS, die Ertragsdatenbank der Europäischen Kommission.

So viel Strom liefert 1 kWp Anlagenleistung Monat für Monat

Kurz vorweg: kWp ist die Größe deiner Anlage, sie steht auf deiner Rechnung oder am Wechselrichter. kWh ist der Strom, der hinten herauskommt. Jede Zahl in der Tabelle sagt, wie viele kWh ein kWp Anlagengröße in diesem Monat liefert. Rechne sie auf deine Anlage hoch: Eine 10-kWp-Anlage in Wien liefert im Dezember also rund 410 kWh (41 × 10). Die zweite Spalte zeigt den Jahresertrag, die dritte, welcher Anteil davon auf das Winterhalbjahr fällt.

Standort Jahr
kWh je kWp
Winter
Okt–Mär
JänFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Wien 1.133 33,9 % 47 67 102 124 127 130 134 125 108 80 47 41
St. Pölten 1.098 34,1 % 45 66 99 120 121 126 131 122 104 79 46 40
Linz 1.099 34,4 % 45 68 100 119 122 126 130 121 103 80 46 38
Salzburg 1.030 34,6 % 35 69 93 110 112 118 122 114 99 84 43 31
Innsbruck 1.305 41,4 % 73 99 132 135 126 129 133 127 115 104 69 63
Bregenz 1.092 36,4 % 53 71 99 115 115 122 124 116 102 81 50 43
Graz 1.175 38,6 % 66 78 108 118 120 124 131 123 106 90 58 55
Klagenfurt 1.201 37,8 % 67 85 114 120 126 130 137 126 107 86 52 51
Eisenstadt 1.154 34,3 % 49 68 105 125 129 131 136 127 110 83 50 41

Eigene Abfrage bei PVGIS, der Ertragsdatenbank der Europäischen Kommission, vom 17. September 2026. Parameter: Datenbank PVGIS-SARAH3, 1 kWp kristallines Silizium, Aufdach, 35 Grad Neigung, Azimut 0 Grad (Süd), 14 Prozent Systemverluste, Horizont aus dem Geländemodell. Je ein Standort pro Bundesland, jeweils die Landeshauptstadt.

Zwei Dinge fallen sofort auf. Erstens liegt Innsbruck vorne, nicht Wien. Eine Höhenregel ist das aber nicht: Salzburg liegt höher als Wien und liefert am wenigsten. Was den Ausschlag gibt, ist die Kombination aus Seehöhe, Ausrichtung des Tals und dem Horizont, den Berge oder Nachbargebäude wegnehmen.

Lies die Tabelle deshalb nicht als Bundesland-Schnitt. Jede Zeile ist ein Messpunkt, die jeweilige Landeshauptstadt. Ein Tiroler Seitental ohne Südsonne kann weit darunter liegen.

Zweitens ist die Schwäche auf zwei Monate konzentriert. In Wien liefern Dezember und Jänner zusammen nur 7,8 Prozent des Jahresertrags.

Warum im Netz 20 und 40 Prozent nebeneinander stehen

Diese Spanne ist kein Widerspruch, sondern fast vollständig eine Frage der Dachneigung. Wir haben dieselbe Abfrage für alle neun Landeshauptstädte mit sieben Neigungswinkeln wiederholt und sonst nichts verändert.

Je steiler das Dach, desto größer der Winteranteil

Jede Zahl sagt, welcher Anteil des Jahresertrags auf Oktober bis März fällt. Ein flaches Dach in Wien kommt auf 25,6 Prozent, ein sehr steiles auf 40,2 Prozent. Innsbruck liegt in jeder Zeile an der Spitze, fünf bis acht Punkte über Wien. Der Jahresertrag insgesamt ändert sich dabei kaum, nur seine Verteilung übers Jahr.

Standort0 Grad15 Grad30 Grad35 Grad45 Grad60 Grad70 Grad
Wien 25,6 % 29,8 % 33,0 % 33,9 % 35,7 % 38,3 % 40,2 %
St. Pölten 25,9 % 30,0 % 33,2 % 34,1 % 35,8 % 38,4 % 40,3 %
Linz 26,3 % 30,4 % 33,5 % 34,4 % 36,1 % 38,7 % 40,6 %
Salzburg 27,0 % 30,9 % 33,8 % 34,6 % 36,2 % 38,5 % 40,3 %
Innsbruck 30,9 % 36,5 % 40,3 % 41,4 % 43,4 % 46,3 % 48,4 %
Bregenz 27,7 % 32,2 % 35,5 % 36,4 % 38,2 % 40,9 % 42,9 %
Graz 28,9 % 33,9 % 37,6 % 38,6 % 40,6 % 43,5 % 45,6 %
Klagenfurt 28,8 % 33,4 % 36,8 % 37,8 % 39,7 % 42,5 % 44,6 %
Eisenstadt 26,0 % 30,2 % 33,4 % 34,3 % 36,1 % 38,7 % 40,7 %

Anteil des Winterhalbjahres (Oktober bis März) am Jahresertrag, je ein Messpunkt pro Bundesland. Gleiche Parameter wie oben, verändert wurde ausschließlich der Neigungswinkel. Eigene PVGIS-Abfrage vom 18. September 2026; die 35-Grad-Spalte reproduziert die Messung vom 17. September auf die Nachkommastelle.

Damit ist die ganze kursierende Spanne erklärt, ohne dass eine der Quellen falsch rechnen müsste. Der Verband PV Austria nennt für das Winterhalbjahr 25 Prozent. Unsere eigene Hubseite zur Photovoltaik in Österreich rechnet mit 30 Grad Dachneigung und kommt damit auf 33 bis 40 Prozent. Beide Zahlen sind für ihre jeweilige Annahme plausibel. Für dein konkretes Dach zählt aber die Zeile, die zu deiner Neigung passt.

Dazu kommen zwei kleinere Ursachen. Der Standort verschiebt das Ergebnis um mehrere Punkte, wie die Tabelle zeigt. Und manche Quellen rechnen das Winterhalbjahr von November bis Februar statt von Oktober bis März. Das allein halbiert den Wert fast.

Kälte hilft, Dunkelheit nicht

Ein verbreiteter Irrtum: Module mögen keine Kälte. Das Gegenteil stimmt. Kristalline Module gewinnen je Grad unter 25 Grad Celsius rund 0,3 bis 0,4 Prozent an Leistung. Der Wert steht als Temperaturkoeffizient in jedem Moduldatenblatt.

Was den Winterertrag begrenzt, ist also nicht die Temperatur. Es ist das Tageslicht. Im Dezember steht die Sonne flach und der Tag ist kurz. Beides lässt sich nicht optimieren.

Warum du pro Kilowattstunde trotzdem mehr bekommst

Der OeMAG-Tarif folgt dem Börsenpreis. Im Sommer drückt die PV-Schwemme genau die Mittagsstunden ins Minus, in denen du einspeist. Deine Anlage kannibalisiert ihren eigenen Preis. Wie tief die Börsenpreise dabei fallen, zeigen wir bei den negativen Strompreisen. Im Winter fällt diese Schwemme weg, und der Tarif je Kilowattstunde steht strukturell besser da.

Die OeMAG ist die gesetzliche Abwicklungsstelle für Ökostrom. Sie nimmt deinen überschüssigen Strom ab, wenn du keinen eigenen Abnehmer hast. Wie stark der Effekt ist, zeigt das Jahr 2026 sehr deutlich. Der Tarif darf sich nur in einem Korridor bewegen. Obergrenze ist der Quartalsmarktpreis nach § 41 Ökostromgesetz, Untergrenze sind 60 Prozent davon. Vom Ergebnis geht noch die Ausgleichsenergie ab, 0,408 Cent für Photovoltaik. Das ist die Pauschale dafür, dass deine Anlage nie exakt so viel liefert wie prognostiziert.

Monat 2026OeMAG-TarifQuartalQuartalsmarktpreisLage im Korridor
April 6,772 ct Q2 11,967 ct auf der Untergrenze
Mai 6,772 ct Q2 11,967 ct auf der Untergrenze
Juni 6,772 ct Q2 11,967 ct auf der Untergrenze
Juli 6,146 ct Q3 10,923 ct auf der Untergrenze
August 8,997 ct Q3 10,923 ct 86,1 % des Marktpreises
September offen Q3 10,923 ct OeMAG veröffentlicht Anfang Oktober

OeMAG-Monatstarife für Photovoltaik, Quartalsmarktpreise nach § 41 ÖSG von der E-Control. Stand 17. September 2026. Die Untergrenze ergibt sich als 60 Prozent des Quartalsmarktpreises abzüglich 0,408 Cent Ausgleichsenergie.

Vier Monate lang passierte dasselbe. April, Mai und Juni lagen bei 6,772 Cent, Juli bei 6,146 Cent. Das sind keine gerundeten Werte, sondern exakt die gesetzlichen Untergrenzen. Rechne den Juli nach: 60 Prozent von 10,923 Cent minus 0,408 Cent ergibt 6,146 Cent.

86 %

Im August riss die Serie. Der Tarif sprang auf 8,997 Cent, also auf 86,1 Prozent des Quartalsmarktpreises statt auf die 60 Prozent der Untergrenze. Ein Plus von 46 Prozent innerhalb eines Monats.

Am Telefon überrascht diese Zahl regelmäßig. Viele rechnen mit einem Tarif, der irgendwie dem Börsenpreis folgt. Tatsächlich hing er vier Monate lang an einer gesetzlichen Stütze und hatte mit dem Markt wenig zu tun.

Genau dieser Mechanismus arbeitet im Winter für dich. Wenn mittags keine Millionen Kilowattstunden Solarstrom auf den Markt drücken, speist du in Stunden ein, die einen normalen Preis haben. Den aktuellen Wert pflegen wir laufend auf unserer Seite zu den Einspeisetarifen nach.

Zieh daraus aber nicht den falschen Schluss. Mehr Cent bei viel weniger Kilowattstunden bleibt unterm Strich wenig. Die Einspeisung ist im Winter zweitrangig. Was zählt, ist jede Kilowattstunde, die du selbst verbrauchst statt sie teuer zurückzukaufen.

Was wirklich hilft und was du dir sparen kannst

Die meisten Winter-Tipps im Netz kosten dich Zeit und bringen fast nichts. Wir sortieren sie nach Wirkung, nicht nach Thema.

Bringt fast nichts

2 Tipps

Schnee räumen

Ab rund 30 Grad Dachneigung rutscht die Schicht meist von selbst ab. Der Ertrag von ein paar Tagen wiegt das Risiko eines Sturzes nicht auf.

Module im Winter reinigen

Regen und abrutschender Schnee erledigen das. Eine Reinigung lohnt bei Verschmutzung, nicht als Wintermaßnahme.

Nur bei einer Neuplanung relevant

2 Tipps

Steilere Neigung

Wird überall empfohlen, ist im Bestand aber wertlos. Unsere Messung für Wien: 60 statt 30 Grad bringen im Winterhalbjahr rund 40 kWh je kWp mehr. Aufs Jahr gerechnet kosten sie aber rund 50 kWh je kWp.

Fassade und Zaun

Eine senkrechte Südfassade kommt in Wien auf rund 70 Prozent des Ertrags eines 35-Grad-Süddachs, verteilt ihn aber viel gleichmäßiger übers Jahr. Das ist eine Investitionsentscheidung, bei der auch die Förderung mitspielt, kein Wintertipp.

Bringt tatsächlich etwas

3 Tipps

Verbrauch ins Mittagsfenster legen

Im Dezember ist das ein schmales Fenster. Waschmaschine und Geschirrspüler also präzise timen, nicht ungefähr.

Wärmepumpe und Speicher als Puffer

Überschüsse werden zu Wärme, die ein paar Stunden hält. Das ist im Winter der wirksamste Hebel.

Verschattung neu prüfen

Bei flachem Sonnenstand werfen Kamin, Bäume und Nachbarhaus viel längere Schatten als im Sommer. Wer nur im Juni geprüft hat, hat das nie gesehen.

Was sich diesen Winter regulatorisch ändert

Zwei Dinge ändern sich, aber erst zum 1. Jänner 2027: Die Viertelstundenmessung wird zum Standard, und es zählt, wie viel Strom du in deiner stärksten Viertelstunde des Monats gleichzeitig ziehst. Beim viel zitierten Winterrabatt WiNAP ist dagegen noch keine einzige Zahl verordnet.

Der Sommerrabatt SNAP läuft am 30. September aus. Sein Nachfolger heißt Winter-Nieder-Arbeitspreis, kurz WiNAP. Beim Zeitfenster ist er das Spiegelbild des SNAP: Statt mittags wird es nachts günstiger.

Das Zeitfenster steht in § 7 Abs. 4 des Verordnungsentwurfs der E-Control: 1. Oktober bis 31. März, täglich von 22 bis 4 Uhr, auf der Netzebene 7. Das ist die Ebene, an der normale Haushalte hängen. So weit sind sich alle einig.

Was noch offen ist, und warum die Meldungen auseinandergehen

Die Höhe. § 7 Abs. 2 des Entwurfs sagt ausdrücklich, dass erst die Tarifverordnung den Arbeitspreis festlegt. Die kursierenden 20 Prozent sind der Sommerwert des SNAP, weitergerechnet auf den Winter. Verordnet ist dieser Satz nicht.

Der genaue Start. Der geprüfte Text ist ein Begutachtungsentwurf, keine erlassene Verordnung. Sein § 32 Abs. 1 setzt das Inkrafttreten mit 1. Jänner 2027 an, während Medien den Oktober 2026 nennen. Alles spricht für den Entwurf: Seine Erläuterungen behandeln den SNAP als bereits per 1. April 2026 eingeführt und den WiNAP als „neu eingeführt“, die heute geltende Verordnung kennt auf der Netzebene 7 gar keinen WiNAP, und Österreichs Energie rechnet in seiner Stellungnahme mit 1. Jänner 2027 — mit dem Vorschlag, auf 1. Oktober 2027 zu verschieben. Endgültig ist es, sobald die Verordnung im Bundesgesetzblatt steht.

Unsere Empfehlung ist deshalb schlicht: Rechne vorerst mit keinem fixen Betrag. Der Rabatt betrifft ohnehin nur den Netz-Arbeitspreis in sechs Nachtstunden, beim SNAP ging es im Jahr um wenige Euro. Sobald die Verordnung da ist, tragen wir die Zahl nach. Was der SNAP gebracht hat und warum beim WiNAP noch kein Datum feststeht, steht in unserem Beitrag zum Ende des Sonnenrabatts.

Wichtiger als der Rabatt ist ohnehin die Voraussetzung dafür. Beide Rabatte gelten nur, wenn dein Zähler Viertelstundenwerte liefert, also alle 15 Minuten misst statt einmal am Tag. Bisher musstest du das beim Netzbetreiber beantragen, und nur 1,78 Millionen von rund 6 Millionen Zählpunkten haben es getan. Ab 1. Jänner 2027 kippt das: Über 1.500 kWh Jahresverbrauch wird die Viertelstundenmessung zum Standard, widersprechen kannst du weiterhin. Wie das läuft, steht auf unserer Seite zum Smart Meter.

Ein zweiter Punkt betrifft die Netzkosten selbst. Ab 1. Jänner 2027 zählt beim Netzentgelt nicht mehr nur, wie viel Strom du im Jahr verbrauchst. Es zählt auch, wie viel du in deiner stärksten Viertelstunde des Monats auf einmal ziehst. Was das kostet, pflegen wir auf der Seite zum Leistungstarif.

Und die Spitzenkappung, die seit 24. Dezember 2025 gilt, kannst du im Winter getrost ignorieren. Sie begrenzt, wie viel du ins Netz schicken darfst, auf mindestens 70 Prozent dessen, was deine Module maximal könnten. Bei winterlichen Erträgen wird diese Grenze praktisch nie erreicht. Was sie im Sommer bedeutet, steht in unserem Überblick zu den PV-Änderungen 2027.

Lohnt sich ein Speicher im Winter?

Für die Unabhängigkeit vom Netz kaum. Im Dezember liefert eine 10-kWp-Anlage in Wien im Schnitt rund 13 kWh pro Tag, verteilt auf wenige Mittagsstunden. Ein Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch liegt im Winter in derselben Größenordnung. Es bleibt also kaum Überschuss, den ein Speicher aufnehmen könnte.

Das ist der Punkt, an dem die Speicher-Rechnung im Winter kippt. Im Sommer lädt der Speicher mittags voll und trägt den Abend. Im Dezember wird der Strom schon während der Erzeugung gebraucht. An trüben Tagen liegt der Ertrag weit unter dem Schnitt, dann bleibt der Speicher leer.

Ein Speicher kauft dir im Winter also keine Unabhängigkeit. Wer ihn dafür anschafft, wird enttäuscht.

2027

Ab 1. Jänner zählt beim Netzentgelt auch deine stärkste Viertelstunde im Monat. Genau diese eine Spitze kann ein Speicher kappen, etwa wenn Wärmepumpe, Backrohr und Auto gleichzeitig laufen. Er spart dann nicht Energie, sondern Netzkosten.

Das ist ein zweiter Nutzen, der in keinem Winterratgeber vorkommt, und er hat mit dem Winterertrag gar nichts zu tun.

In der Beratung hören wir diese Frage besonders oft. Die ehrliche Antwort lautet: Rechne den Speicher über das ganze Jahr, nicht über den Winter. Und ab 2027 über beide Effekte.

Reicht die PV-Anlage im Winter für die Wärmepumpe?

Nein, nicht annähernd. Eine Wärmepumpe im typischen Einfamilienhaus braucht ungefähr so viel Strom im ganzen Jahr, wie eine 10-kWp-Anlage in Wien im gesamten Winterhalbjahr liefert. Und sie braucht ihn genau dann, wenn das Dach am wenigsten hergibt.

Eine 10-kWp-Anlage in Wien liefert

3.840 kWh

in 6 Monaten

Oktober bis März zusammengezählt, für eine Anlage mit 10 kWp am Standort Wien. Hast du eine andere Größe, rechne mit 384 kWh je kWp.

Eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus braucht

3.950 kWh

in 12 Monaten

Bei 15.000 kWh Wärmebedarf und einer Jahresarbeitszahl von 3,8. Das heißt: Aus 1 kWh Strom macht sie 3,8 kWh Wärme.

Ertrag aus unserer eigenen PVGIS-Abfrage vom 17. September 2026. Wärmebedarf und Jahresarbeitszahl aus der Modellrechnung unserer Beratung vom Mai 2026 für ein Einfamilienhaus mit rund 140 m².

Links stehen sechs Monate, rechts zwölf. Eine 10-kWp-Anlage in Wien erzeugt in einem halben Winter also ungefähr so viel, wie eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus im ganzen Jahr verbraucht.

Auf dem Papier sieht das nach einer Punktlandung aus. In der Praxis geht die Rechnung nicht auf, und zwar aus drei Gründen.

Die Wärmepumpe läuft vor allem nachts und an trüben Tagen, also genau dann, wenn das Dach nichts liefert. Ihr Verbrauch fällt fast vollständig ins Winterhalbjahr, während der Ertrag über zwölf Monate verteilt gerechnet ist. Und der Haushalt selbst braucht ja auch noch Strom.

Der Schluss daraus ist nicht, dass die Kombination sinnlos wäre. Sie ist im Gegenteil sinnvoll, nur eben kein Versprechen, im Winter ohne Netz auszukommen. Rechne die Wärmepumpe über den Tarif, nicht über den Eigenverbrauch im Dezember.

Welcher Stromtarif passt zu einem Winterbezug?

Mit PV-Anlage verschiebt sich dein Netzbezug stark in den Winter. Das ändert die Frage nach dem richtigen Tarif. Ein dynamischer Tarif spielt seine Stärke aus, wenn du Verbrauch in günstige Stunden verlegen kannst. Genau das gelingt im Winter schlechter, weil dein Bedarf abends anfällt und die Sonne dann weg ist.

Umgekehrt ist ein Fixpreis über 24 Monate nicht automatisch die sichere Wahl. Er bindet dich auch, wenn die Börsenpreise fallen. Welche der beiden Varianten passt, hängt davon ab, wann am Tag du Strom brauchst. Eine allgemeine Empfehlung gibt es nicht.

Passt dein Tarif zu deinem Winterbezug?

Wir schauen am Telefon, ob ein fixer oder ein dynamischer Tarif besser zu deiner PV-Anlage und deinem Verbrauch passt.

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