19–25 ct
Neukund:in
pro kWh, inkl. Boni
24–42 ct
Bestandskund:in
pro kWh, alter Tarif
175–525 €
Sparpotenzial
pro Jahr · 3.500 kWh
Strompreis-Anatomie
Aus diesen drei Posten besteht deine Stromrechnung
Auf jeder Stromrechnung tauchen drei Beträge auf — und nur einer hängt vom gewählten Anbieter ab. Wer den Unterschied kennt, sieht sofort, ob ein Wechsel sich lohnt.
Musterhaushalt 3.500 kWh in Wien · Quelle: E-Control, 2024
53 %
Frei wählbarEnergiepreis
Was du an deinen Anbieter zahlst
Setzt sich aus einem Arbeitspreis pro kWh und einer monatlichen Grundpauschale zusammen. Anbieter konkurrieren ausschließlich über diesen Posten — Wechselrabatte und Boni fallen genau hier an.
25 %
Wohnort-abhängigNetzentgelte
Was du an den Netzbetreiber zahlst
Decken Bau, Wartung und Messung des Stromnetzes. Vom Wohnort abhängig, von der E-Control reguliert. 2026 fallen sie um durchschnittlich 23 % höher aus als 2024.
22 %
Gesetzlich fixiertSteuern & Abgaben
Was du an den Staat zahlst
Elektrizitätsabgabe, Umsatzsteuer (20 %), Erneuerbaren-Förderbeitrag und Biomassezuschlag. Identisch für alle Anbieter — nur über weniger Verbrauch zu senken.
Faustregel: Bei einer Stromrechnung über 1.500 € pro Jahr lassen sich mit einem Anbieterwechsel realistisch 200 € bis 400 € sparen — Netzentgelte und Steuern bleiben gleich, aber der Energiepreis sinkt um 5–15 Cent pro kWh.
Was du je nach Haushaltsgröße sparen kannst
Energiepreis bei einem typischen Wechseltarif (22 ct/kWh) gegenüber einem teuren Bestandstarif (33 ct/kWh) — Netzentgelte und Steuern bleiben in beiden Fällen gleich.
| Haushalt | Verbrauch | Wechseltarif | Bestandstarif | Differenz / Jahr |
|---|---|---|---|---|
| 1 Person | 1.500 kWh | 330 € | 495 € | +165 € |
| 2 Personen | 2.500 kWh | 550 € | 825 € | +275 € |
| 3–4 Personen | 3.500 kWh | 770 € | 1.155 € | +385 € |
| 5+ Personen / E-Auto | 4.500 kWh | 990 € | 1.485 € | +495 € |
Reine Energiekosten · ohne Netzentgelte (~290 €/Jahr in Wien bei 3.500 kWh) und Steuern · Mai 2026
Die 25 % Netzentgelte sind kein einzelner Posten — sie stecken in fünf regulierten Komponenten, die der Netzbetreiber pro Wohnort an die E-Control meldet:
- Netznutzungsentgelt
- Tatsächliche Nutzung des Netzes — verbrauchsabhängig (ct/kWh) plus Grundpauschale.
- Netzverlustentgelt
- Ausgleich für technische Verluste auf dem Weg zum Zähler — ct/kWh.
- Messentgelt
- Zähler, Ablesung, Datenübertragung — fixe Jahresgebühr.
- Entgelt Netzbereitstellung
- Fixe Grundgebühr für den Anschluss ans Netz — €/Jahr.
- Erneuerbaren-Förderbeitrag
- Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien — ct/kWh + Pauschale, 2026 ca. 14–20 % niedriger als 2025.
Neu ab April 2026: SNAP-Rabatt von 20 % auf den Netznutzungs-Arbeitspreis täglich 10–16 Uhr (April–September), für Haushalte mit Smart Meter.
Per 1. Jänner 2026 — Veränderung der Stromnetzentgelte gegenüber 2025 für einen Haushalt mit 3.500 kWh/Jahr:
| Bundesland | Δ 2026 | Mehr-/Minderkosten |
|---|---|---|
| Salzburg | −9,0 % | −33 € |
| Wien | −3,0 % | −10 € |
| Vorarlberg | −2,3 % | −8 € |
| Steiermark | −2,0 % | −7 € |
| Kärnten | −2,0 % | −7 € |
| Oberösterreich | +1,0 % | +3 € |
| Niederösterreich | +6,9 % | +25 € |
| Tirol | +11,2 % | +40 € |
| Burgenland | +16,1 % | +58 € |
| Ø Österreich | +1,3 % | +5 € |
Quelle: E-Control, SNE-V 2026.
Was sich 2026 ändert
Vier Stellschrauben verschieben den Strompreis 2026
2026 ist ein gemischtes Jahr: Die Elektrizitätsabgabe sinkt auf das EU-Minimum, die Netzentgelte verschieben sich regional sehr unterschiedlich, ein neuer Sozialtarif startet — und die Strompreisbremse ist seit Anfang 2025 Geschichte. Bestandstarife bleiben trotzdem teuer.
Elektrizitätsabgabe gesenkt
Für Haushalte gilt 2026 der EU-Mindestsatz von 0,1 ct/kWh — statt 1,5 ct/kWh in 2025. Bei 3.500 kWh sind das rund 49 € Entlastung pro Jahr, automatisch über die Stromrechnung. Befristet bis 31.12.2026.
Netzentgelte regional gemischt
Per 1. Jänner 2026 sind die Stromnetzentgelte österreichweit nur leicht gestiegen — Salzburg −9 %, Wien −3 %, aber Burgenland +16 % und Tirol +11 %. Der Anteil ist anbieterunabhängig und vom Wohnort fixiert.
Sozialtarif für einkommensschwache Haushalte
Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) bringt ab April 2026 einen verpflichtenden Sozialtarif für Bezieher:innen bestimmter Sozialleistungen — zielgenauer als die alte Pauschal-Bremse.
Spread Bestand vs. Wechsel auf Rekordniveau
Wer 2022/23 einen Tarif abgeschlossen hat, zahlt oft 30–42 ct/kWh — gegenüber 19–25 ct/kWh bei aktuellen Wechseltarifen. Der Anbieterwechsel ist 2026 der mit Abstand größte Spar-Hebel im Haushalt.
Vollständige Auswertung: Strompreiserhöhung 2026 · Ende der Strompreisbremse.
Aktuelle Tarif-Bandbreite
So liegen die Wechseltarife im April 2026
Drei Tarifarten dominieren den österreichischen Markt. Die Werte zeigen die typische Bandbreite für einen Haushalt mit 3.500 kWh/Jahr in Wien (PLZ 1010) — der Live-Tarifrechner liefert minutenaktuelle Angebote.
Du hast noch nie gewechselt?
Dann bist du beim regionalen Versorger in der Grundversorgung — typischerweise einer der teuersten Tarife mit 30 bis 42 Cent pro kWh. Ein Wechsel auf einen aktuellen Neukund:innen-Tarif senkt den Energiepreis sofort um 10 bis 15 Cent pro kWh.
Fixpreis
Planungssicherheit, 12–24 Monate
- Arbeitspreis
- 10–14 ct/kWh
- Grundpreis
- 4–8 €/Mt
- Jahreskosten*
- ~720–840 €
+ Steigende Großhandelspreise erwartet
− Frühe Kündigung oft kostenpflichtig
Ökostrom
100 % erneuerbar, Herkunftsnachweis
- Arbeitspreis
- 10–13 ct/kWh
- Grundpreis
- 4–7 €/Mt
- Jahreskosten*
- ~700–810 €
+ Keine direkte CO₂-Belastung
− Aufpreis je nach Anbieter 0–1 ct/kWh
Dynamisch (Spot)
Stündlich an die Börse gekoppelt
- Arbeitspreis
- ∅ 7–11 ct/kWh
- Grundpreis
- 5–10 €/Mt
- Jahreskosten*
- ~600–760 €
+ PV / E-Auto / Smart Home im Vorteil
− Smart Meter Pflicht, monatliche Schwankung
* Energiekosten ohne Netzentgelte und Steuern · Stand April 2026 · Quelle: Stromanbieter-Übersicht.
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Was den Strompreis bewegt
Fünf Hebel hinter deiner Stromrechnung
Der Großhandelspreis macht den Anfang, dann legen Netzbetreiber, Staat und CO₂-Markt die Schichten obendrauf. Wer diese fünf Faktoren versteht, weiß auch, warum ein Stromvergleich regelmäßig hunderte Euro spart.
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Strombörse EPEX
Großhandelspreise
- Strom wird an der Börse gehandelt — steigende Nachfrage bei knappem Angebot treibt den Preis sofort. Erneuerbare drücken ihn, Gas- und Kohlekraftwerke heben ihn.
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Das letzte Kraftwerk zählt
Merit-Order
- Erst speisen günstige Erneuerbare ein, dann teurere Kraftwerke. Der Preis des letzten zugeschalteten Kraftwerks — meist Gas — bestimmt den Strompreis für alle.
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Gesetzlich fixiert
Netzentgelte & Steuern
- Diese Posten werden unabhängig vom Energiepreis aufgeschlagen. Verbraucher:innen haben darauf keinen Einfluss — auch nicht beim Anbieterwechsel.
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55 €/Tonne ab 2025
CO₂-Bepreisung
- Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen wird mit einer CO₂-Abgabe belastet. Trifft direkt vor allem Gaskraftwerke — Ökostromtarife sind im Vorteil.
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ElWG, Sanktionen, Subventionen
Politik & Geopolitik
- Gesetze, Emissionshandel und Subventionen verändern Produktionskosten und Nachfrage; Konflikte wie der Ukraine-Krieg ab 2022 stören Lieferketten und treiben Großhandelspreise.
Strompreisentwicklung
Wie sich der Strompreis seit 2020 entwickelt hat
Bis 2020 verhielt er sich ruhig — gestiegen sind vor allem Netzentgelte und Abgaben. Seit 2021 schwankt der Preis deutlich stärker und reagiert auf globale Ereignisse.
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2021
AuftaktErste Anzeichen einer Krise
Die Wirtschaft erholt sich nach der Pandemie, Energienachfrage steigt, erste Lieferengpässe bei fossilen Brennstoffen.
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2022
SchockEnergiekrise mit voller Wucht
Der Ukraine-Krieg trifft die globale Energieversorgung. Gaspreise explodieren und schlagen direkt auf den Strompreis durch — Inflation und teurere CO₂-Zertifikate verstärken den Effekt.
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2023
KonsolidierungDiversifizierung & Strompreisbremse
Diversifizierung weg von russischem Gas und politische Maßnahmen wie die Strompreisbremse dämpfen den Anstieg. Trotzdem bleibt das Niveau historisch hoch.
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2024
StabilisierungHohes Niveau hält stand
Energieeffizienzmaßnahmen und schnellerer Ausbau Erneuerbarer halten die Preise stabil — aber deutlich über dem Niveau vor 2021.
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2025
WendeStrompreisbremse läuft aus
Bestandskund:innen merken den Wegfall der staatlichen Deckelung sofort auf der Rechnung. Netzentgelte werden um 23 % angehoben, Wechselbereitschaft steigt.
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2026
HeuteNeue Normalität
Strompreise haben sich auf hohem Niveau eingependelt. Der Spread zwischen Bestands- und Wechseltarifen ist so groß wie nie — bis zu 18 Cent/kWh Differenz.
Vertiefend: detaillierte Strompreisentwicklung und europäischer Vergleich.
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Telefonische Energieberatung
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Tarifrechner & Wechselservice
Postleitzahl und Jahresverbrauch eingeben — wir prüfen über 60 österreichische Anbieter neutral und übernehmen auf Wunsch den kompletten Anbieterwechsel. Wenn du nur den günstigsten suchst: Liste der günstigen Stromanbieter oder Strom kündigen.
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