📊 Einspeisetarif in Zahlen

Wie hoch ist die Einspeisevergütung in Österreich 2026?

Die OeMAG-Einspeisevergütung liegt 2026 bei rund 5 bis 11 Cent pro kWh. Der Wert richtet sich nach dem Börsenpreis, ändert sich jeden Monat und steht immer erst im Nachhinein fest. Zuletzt geprüft: 10,168 ct/kWh (September 2026). Versorger zahlen ähnlich, meist musst du dafür auch deinen Strom dort kaufen. Wichtiger als die Einspeisung ist ohnehin dein Eigenverbrauch.

OeMAG September 2026
10,168ct/kWh
Spanne 2025/26: 5–11 ct/kWh
Eigenverbrauch
2,5–7×
rentabler als Einspeisung
Steuerfrei bis
12.500kWh/Jahr
bis 35 kWp Module und 25 kWp Anschluss
Quellen & Methodik · Stand Oktober 2026

Quellen: OeMAG-Tarifübersicht, E-Control-Marktpreis (Day-Ahead), Bundesministerium für Finanzen, eigene Berechnungen. Stand: Oktober 2026. Der genannte OeMAG-Wert von 10,168 ct/kWh betrifft September 2026. Er liegt im oberen Teil des Q3-Korridors von 6,146 bis 10,515 ct/kWh. Für das vierte Quartal (Oktober bis Dezember) gilt ein neuer Korridor: zwischen 8,761 und 14,874 ct/kWh. Der Oktober-Wert wird von der OeMAG erst Anfang November rückwirkend veröffentlicht. Der Tarif wird monatlich neu festgelegt.

⚡ Der größte Hebel

Eigenverbrauch schlägt Einspeisung

Bevor wir über die einzelnen Tarife sprechen: Wer die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage versteht, achtet zuerst auf den Eigenverbrauchsanteil, nicht auf den Einspeisetarif. Der Hebel ist deutlich größer.

Eigenverbrauch

25–35 ct/kWh Ersparnis

100 %

Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart dir den vollen Haushaltsstrompreis, Energiepreis plus Netzentgelte plus Steuern und Abgaben. Das ist der maximal mögliche Wert deines PV-Stroms.

Netzeinspeisung

5–11 ct/kWh Erlös

~30 %

vom Wert des Eigenverbrauchs

Was du für eingespeisten Überschussstrom bekommst, egal ob OeMAG oder Versorger. Liegt 2026 deutlich unter den Spitzenwerten der Jahre 2022/23.

Aus der Beratung: Die häufigste Frage am Telefon ist „Welcher Anbieter zahlt am meisten?“, die ehrlichere Frage wäre „Wie kriege ich meinen Eigenverbrauch hoch?“. Konkret: Wärmepumpe, E-Auto-Laden und Boiler-Heizung über Zeitschaltung in die Mittagsstunden legen, wenn die Anlage produziert. Das hebt den Eigenverbrauchsanteil von typisch 30 % auf 50–70 % und bringt finanziell mehr als jeder Tarifwechsel beim Einspeisepartner.

🏛️ Die Standardlösung

OeMAG-Einspeisetarif: der gesetzliche Pflichtabnehmer

Die OeMAG (Abwicklungsstelle für Ökostrom) ist als einziger Akteur am Markt gesetzlich verpflichtet, Strom aus PV-Anlagen abzunehmen. Energieversorger können ablehnen, die OeMAG nicht. Das macht sie zur Standardlösung, wenn du keinen passenden Versorger-Tarif findest oder keinen Strombezugsvertrag dort haben willst.

Mechanismus

Monatliche Marktpreisbindung

Der OeMAG-Tarif orientiert sich am Day-Ahead-Preis (dem Börsenpreis für den Folgetag) an der Strombörse. Festgelegt wird der Monatswert rückwirkend für den abgelaufenen Monat, du weißt also erst im Nachhinein, was du pro kWh bekommen hast. Wie tief der Wert dabei fallen darf, ist gesetzlich begrenzt, dazu gleich mehr.

Voraussetzungen

Wer profitiert

  • PV-Anlage bis 500 kWp Engpassleistung (die Modulspitzenleistung in kWpeak, nicht die Leistung des Wechselrichters)
  • Vertrag mit OeMAG (online abschließbar)
  • Smart Meter mit Einspeisefunktion
  • OeMAG liefert selbst keinen Strom, dein Lieferant bleibt frei wählbar

April bis Juli 2026 · der entscheidende Punkt

Die 60-%-Untergrenze stützt deinen Tarif nach unten

Der Tarif darf nicht beliebig tief fallen. Das Gesetz zieht eine Untergrenze ein: 60 Prozent eines Referenzpreises, den die E-Control jedes Quartal neu berechnet. Nach oben begrenzt derselbe Referenzpreis den Tarif. Fachlich heißt er Quartalsmarktpreis nach § 41 ÖSG. Vom errechneten Wert zieht die OeMAG noch eine kleine Pauschale für Ausgleichsenergie ab (den Aufwand, Schwankungen zwischen Prognose und tatsächlicher Einspeisung auszugleichen), 2026 sind das 0,408 ct/kWh.

Und genau hier lag der Knackpunkt 2026: Die Day-Ahead-Preise waren so tief gefallen, dass der Tarif von April bis Juli auf der Untergrenze klebte. So rechnet sich die Untergrenze für das vierte Quartal:

Q4-Marktpreis 15,282ct
Untergrenze 60 %
Ausgleichsenergie 0,408ct
Untergrenze Q4 8,761ct/kWh

Deshalb war der Wert von April bis Juni identisch bei 6,772 ct/kWh und im Juli bei 6,146 ct/kWh. Im August löste er sich erstmals wieder von der Stütze: 8,997 ct/kWh, getragen vom Börsenpreis. Im September stieg er auf 10,168 ct/kWh. Das sind etwa 92 Prozent des Q3-Korridors von 6,146 bis 10,515 ct/kWh. Für das vierte Quartal steht der neue Korridor fest: 8,761 ct/kWh unten, 14,874 ct/kWh oben. Beide Werte ergeben sich aus dem Q4-Referenzpreis von 15,282 ct abzüglich der Ausgleichsenergie-Pauschale. Warum die Day-Ahead-Preise im Frühjahr überhaupt so tief fielen, dass der Tarif monatelang an der Stütze hing, steht in unserer Analyse zu negativen Strompreisen und was sie für deine PV-Anlage heißen. Dieselbe Mechanik dreht sich im Winter um: Weniger eingespeiste Kilowattstunden, dafür ein besserer Preis je Kilowattstunde. Was das konkret bedeutet, steht im Beitrag PV im Winter: Ertrag und Einspeisetarif.

Beispielrechnung · 8-kWp-Einfamilienhaus

Jahreserzeugung

~8.000 kWh

Überschuss-Einspeisung

~3.000 kWh

Erlös bei 7 ct/kWh

~210 €/Jahr

Im Vergleich: Die ~5.000 kWh Eigenverbrauch sparen dir bei 28 ct/kWh rund 1.400 € pro Jahr. Eigenverbrauch ist also der mit Abstand größere Posten, die Einspeisung ist Bonus. Wie viel ein E-Auto als Zwischenspeicher bringt, rechnen wir beim bidirektionalen Laden vor.

Aus der Beratung: Wir hören am Telefon oft „Mein Versorger zahlt mir 12 Cent für die Einspeisung“. Schau in solchen Fällen zuerst auf den dazu gebundenen Bezugstarif, wenn der 2 Cent über dem Marktdurchschnitt liegt, hast du bei einem typischen 4.000-kWh-Haushalt schon 80 € verloren, bevor du den ersten Cent Einspeisevergütung gesehen hast.

📈 Entwicklung

Wie sich der OeMAG-Marktpreis entwickelt hat

Der Monatswert steht immer erst im Nachhinein fest. Diese Tabelle sammelt die geprüften Werte, damit du die Richtung siehst: Von April bis Juli 2026 klebte der Tarif an der gesetzlichen Untergrenze, im August und September hat ihn der Börsenpreis wieder darüber getragen.

Historische OeMAG-Marktpreis-Werte für die PV-Überschusseinspeisung in Österreich
Zeitraum OeMAG-Marktpreis (PV) Einordnung
Jänner 2026 8,842 ct/kWh hohe Winter-Börsenpreise, klar über der Untergrenze
Februar 2026 8,457 ct/kWh deutlich höher, getragen von den hohen Winter-Börsenpreisen
März 2026 5,720 ct/kWh Jahrestief, der Absturz der Day-Ahead-Preise schlägt voll durch
April bis Juni 2026 6,772 ct/kWh Q2-Untergrenze, drei Monate lang identisch
Juli 2026 6,146 ct/kWh Q3-Untergrenze, der Korridor liegt bei 6,146 bis 10,515 ct/kWh
August 2026 8,997 ct/kWh erster Monat seit März über der Untergrenze, +46 % gegenüber Juli
September 2026 10,168 ct/kWh knapp unter der Q3-Obergrenze von 10,515 ct/kWh, +13 % gegenüber August

Tabelle seitlich scrollen →

Werte für die PV-Überschusseinspeisung, monatlich ergänzt. Der Wind-Wert liegt geringfügig darunter. Quellen: OeMAG-Tarifübersicht, E-Control-Marktpreis (Day-Ahead). Stand: Oktober 2026.

Ausblick: Ab 2027 ändern sich Netzanschlusskosten, Einspeisegrenze und die Pflicht zur Fernsteuerbarkeit. Was das für eine bestehende Anlage bedeutet, haben wir in Photovoltaik 2027 zusammengefasst.

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🔌 Anbieter im Vergleich

Versorger im Vergleich: Verbund, Wien Energie & Co.

Neben der OeMAG bieten viele Energieversorger eigene Einspeisetarife an. Der entscheidende Unterschied zur OeMAG: fast alle setzen einen Strombezugsvertrag beim selben Anbieter voraus, in unserer Übersicht sechs von sieben. Die konkreten Cent-Werte ändern sich häufig, die meisten Anbieter passen inzwischen monatlich an, zwei sogar stündlich. Wir zeigen deshalb die strukturellen Unterschiede und nennen einen Cent-Wert nur dort, wo er das Modell erklärt; die tagesaktuellen Sätze findest du auf der verlinkten Anbieter-Seite.

Strukturvergleich der wichtigsten Einspeise-Anbieter in Österreich
Anbieter Max. Anlage An Strombezug gekoppelt Anpassung / Besonderheit
OeMAG bis 500 kWp nein monatlich, gesetzlicher Pflichtabnehmer
VERBUND bis 50 kWp ja monatlich (Float-Tarif), keine Servicepauschale, keine Mindestlaufzeit
Wien Energie bis 25 kWp ja ÖSPI, monatlich bei Neuverträgen seit 29.10.2025 (Altverträge April & Oktober), kein Grundpreis
Kelag bis 50 bzw. 249 kWp ja Sonnenwert: monatliche Zonen, bis 30 % über dem Referenzmarktwert. Sonnenplus Smart: EPEX-Stundenpreise. Keine Servicepauschale
Energie Steiermark Privatanlagen ja (nicht belegt) Flex: monatlich nach Referenzmarktwert. Spot: stündlich nach EPEX. Keine Grundpauschale
Burgenland Energie bis 200 kWp ja monatlich nach ÖSPI, Vergütungsstufe bei 30 kW. Smart Meter Pflicht, zwei Wochen Kündigungsfrist
Salzburg AG bis 100 kWp nein, nur Einspeisevertrag Mengenstaffel 4 / 3 / 2 ct je nach Jahresmenge, Sonderbonus für Bestandskund:innen bis 31.01.2027
Energie Graz bis 50 kWp ja Day-Ahead-Stundenpreis abzüglich 20 % Abschlag, nie negativ. Nur Überschusseinspeisung

Tabelle seitlich scrollen →

Strukturvergleich. Alle sieben Versorger-Zeilen wurden am 15.09.2026 gegen die Abnahmeverträge, Preisblätter und Produktseiten der Anbieter geprüft. Einzige Ausnahme: ob Energie Steiermark einen eigenen Strombezugsvertrag voraussetzt, ließ sich nicht belegen, deshalb ist die Zelle so gekennzeichnet. Genannte Cent-Werte sind Momentaufnahmen und ändern sich monatlich. Stand: September 2026.

Bundesweit · großer Anbieter

VERBUND

Strombezugsvertrag erforderlich, das ist laut Abnahmevertrag Rechtsbedingung. Einspeisemodell für Anlagen bis 50 kWpeak, ohne Servicepauschale und ohne Mindestvertragslaufzeit. Der Abnahmetarif ist ein Float-Tarif: er wird monatlich automatisch an den Referenzmarktwert nach § 13 EAG angepasst und steht wie bei der OeMAG erst im Nachhinein fest.

VERBUND-Profil →

Wien · Stadtwerk

Wien Energie

Privatkund:innen-Anlagen bis 25 kWp Spitzenleistung, ausschließlich für Wien-Energie-Stromkund:innen: wechselst du den Lieferanten, endet auch der Einspeisevertrag. Preisanpassung gemäß ÖSPI (Österreichischer Strompreisindex), seit dem 29.10.2025 nur noch monatlich abschließbar, ältere Verträge werden weiter im April und Oktober angepasst. Kein Grundpreis, keine Mindestlaufzeit, ein Monat Kündigungsfrist. Für Wiener Stadthaushalte, die ihren Strom ohnehin dort kaufen, oft der natürliche Partner.

Wien-Energie-Profil →

Kärnten · Landesversorger

Kelag

Zwei Modelle, beide nur mit Kelag-Stromliefervertrag. Sonnenwert (bis 50 kWp) zahlt bis zu 30 % über dem Referenzmarktwert der E-Control, die Zonen sind für jeden Monat eigens definiert, weil die Einstrahlung im Jahresverlauf schwankt. Sonnenplus Smart (bis 249 kWp) rechnet stündlich nach EPEX SPOT AT ab und setzt einen Smart Meter im Netzgebiet der KNG-Kärnten Netz voraus. Beide ohne Servicepauschale und ohne Mindestlaufzeit.

Kelag-Profil →

Steiermark

Energie Steiermark

Zwei Tarife ohne Grundpauschale: SonnenStrom Flex passt monatlich nach dem Referenzmarktwert der E-Control an (August 2026: 8,01 ct/kWh exkl. USt.), SonnenStrom Spot stündlich nach EPEX. Von beiden wird ein Handling-Entgelt abgezogen, und in Schwachlastphasen ist ein negativer Preis möglich.

Energie-Steiermark-Profil →

Burgenland

Burgenland Energie

Private und gewerbliche Kund:innen, Anlagen bis 200 kWp. Bei 30 kW liegt keine Obergrenze, sondern eine Vergütungsstufe: im September 2026 3,68 ct/kWh darunter und 2,94 ct/kWh darüber, monatlich nach ÖSPI angepasst. Smart Meter oder Lastgangzähler Pflicht. Kurze Kündigungsfrist von zwei Wochen ohne Mindestlaufzeit, flexibler als die meisten Mitbewerber.

Burgenland-Energie-Profil →

Salzburg

Salzburg AG

Anlagen bis 100 kWp, ohne Vertragsbindung, und als einziger hier ohne Strombezugspflicht: verlangt wird nur ein Solar-Einspeisevertrag. Vergütet wird nach Jahresmenge gestaffelt, 4 ct/kWh für die ersten 1.000 kWh, 3 ct für die nächsten 2.500 kWh, 2 ct für jede weitere. Wer bei Angebotslegung schon Kund:in ist, bekommt bis 31.01.2027 einen Sonderbonus, der die ersten 1.000 kWh auf 10 ct/kWh hebt.

Salzburg-AG-Profil →

Graz · Stadtwerk

Energie Graz

Privat und Gewerbe, bis 50 kWp, darüber individuelle Verträge. Ausschließlich Überschusseinspeisung (nur der Strom, den du nicht selbst verbrauchst) und nur zusammen mit einem Energie-Graz-Liefervertrag. Vergütet wird der Day-Ahead-Stundenpreis abzüglich 20 % Abschlag; fällt der Referenzwert unter null, bleibt deine Vergütung bei null statt negativ zu werden.

Energie-Graz-Profil →

Weitere Anbieter

Volle Versorger-Übersicht

Auch EVN, oekostrom AG, Energie AG Oberösterreich, TIWAG, VKW und mehrere kleinere Anbieter haben Einspeisemodelle. Konditionen je nach Region stark unterschiedlich.

Alle Versorger ansehen →

Aus der Beratung: Rechne die Staffel durch, bevor dich eine hohe Eckzahl überzeugt. Die Salzburg AG nennt 10 ct/kWh, das gilt aber nur für die ersten 1.000 kWh und nur mit dem Sonderbonus für Bestandskund:innen. Ein typisches Einfamilienhaus speist rund 3.000 kWh ein und bekommt damit 10 ct für die ersten 1.000 und 4 ct für die restlichen 2.000, im Schnitt also etwa 6 ct/kWh. Die OeMAG zahlte im August 8,997 ct auf jede einzelne Kilowattstunde. Umgekehrt standen bei Burgenland Energie im September 3,68 ct/kWh an. Der Spitzenwert eines Tarifs sagt wenig, entscheidend ist, was er auf deine Jahresmenge macht, und wie viel dich der dazugehörige Bezugstarif kostet.

📋 Erst anmelden, dann kassieren

Bevor der erste Cent fließt: Anmeldung und Voraussetzungen

Wechselrichter, Smart Meter, Netzanschluss und ein Einspeisevertrag müssen stehen, bevor deine Anlage Geld bringt. Der größte Zeitfresser ist der Netzbetreiber, rechne mit 4 bis 12 Wochen für den Smart-Meter-Tausch. Den kompletten Ablauf Schritt für Schritt, inklusive Balkonkraftwerk, haben wir auf einer eigenen Seite.

Zur Anleitung: Strom einspeisen, Schritt für Schritt →

🔄 Spezialformen

Alternativen: dynamisch oder Energiegemeinschaft

Neben OeMAG und Versorger-Modellen gibt es zwei Spezialformen, die für bestimmte Profile finanziell deutlich besser ausfallen können, wenn die Voraussetzungen stimmen.

Alternative 01

Dynamische Einspeisetarife

Anbieter wie aWATTar koppeln den Einspeisepreis an die stündlichen Börsenpreise. Du bekommst zu Hochpreiszeiten überproportional viel, in der PV-Spitze mittags oft wenig oder nichts. Auch Landesversorger führen das inzwischen: Sonnenplus Smart der Kelag und SonnenStrom Spot der Energie Steiermark rechnen beide stündlich nach EPEX ab, beide findest du in der Tabelle oben.

Lohnt sich mit Speicher oder zeitverschobenem Verbrauch. Ohne Speicher: lieber Festtarif wählen.

Alternative 02

Energiegemeinschaften (EEG/BEG)

Erneuerbare- bzw. Bürger-Energiegemeinschaften erlauben den direkten Stromverkauf an Nachbarn oder Vereinsmitglieder, typische Preise 10–20 ct/kWh. Dazu kommt ein reduziertes Netzentgelt, allerdings nur auf einen Teil davon und nur für die tatsächlich geteilte Strommenge. Ende 2025 waren in Österreich rund 6.600 solcher Gemeinschaften aktiv, 5.590 EEG plus etwa 1.000 BEG. Rechnet man die gemeinschaftlichen Erzeugungsanlagen innerhalb eines Gebäudes dazu, kommt das Wirtschaftsministerium auf über 11.500, diese Form ist rechtlich aber keine Energiegemeinschaft und endet am Hausanschluss. Seit dem 1. Oktober 2026 ist der Einstieg deutlich einfacher: was sich zum 1. Oktober 2026 geändert hat.

Lohnt sich in größeren Wohnhäusern, Vereinsstrukturen oder Dörfern mit gemeinsamer Initiative.

🧾 Steuer & Freibetrag

PV-Einspeisung und Steuer: wann Erlöse steuerfrei sind

Für die meisten Privathaushalte sind Einspeiseerlöse steuerfrei, das ist eine der wichtigsten Vereinfachungen für PV-Besitzer:innen. Voraussetzung: drei Schwellen werden eingehalten, und zwar alle drei gleichzeitig.

Steuerfreie Einspeisung

Die drei Bedingungen

  • Engpassleistung höchstens 35 kWp, das ist die Modulspitzenleistung in kWpeak;
  • Anschlussleistung höchstens 25 kWp, diese Grenze gilt seit 2023 zusätzlich und richtet sich nach dem Netzanschluss, nicht nach den Modulen;
  • jährliche Einspeisemenge höchstens 12.500 kWh.

Alle drei Bedingungen müssen erfüllt sein, eine überschrittene Grenze genügt, um die Befreiung zu verlieren. Greift automatisch, kein Antrag oder Formular nötig. Quelle: Bundesministerium für Finanzen.

Aus der Beratung: Wer eine größere Anlage plant (über 35 kWp Module oder über 25 kWp Anschlussleistung) oder mehr als 12.500 kWh pro Jahr einspeist, sollte vor Bestellung mit einem Steuerberater sprechen, die Erlöse werden dann zu Einnahmen aus Gewerbebetrieb, und es kommen Themen wie Vorsteuerabzug, Kleinunternehmer-Regelung und allenfalls Sozialversicherungspflicht ins Spiel. Für die typische 7–10-kWp-EFH-Anlage ist das aber nicht relevant. Mehr Details zur Förderlandschaft auf unserer Seite zur PV-Förderung 2026.

Kostenloser Einspeise-Check

Welcher Einspeisetarif passt zu deiner Anlage?

Wir rechnen am Telefon durch, ob OeMAG, Versorger oder ein dynamischer Tarif für dein Profil mehr bringt, und welcher Bezugstarif dazu passt.

  • Tarif-Vergleich
  • Einspeise-Check
  • Unverbindlich