Auf einen Blick
Erneuerbare
78 %
am Strommix Österreichs
Ziel
2040
vollständige Klimaneutralität
EAG-Ziel
2030
100 % bilanziell Ökostrom
Atomsperrgesetz
1999
Österreich ohne Atomkraft
Was dich auf Stromliste zum Thema Umwelt erwartet
Drei Einstiege, je nachdem, ob du verstehen, vergleichen oder selbst aktiv werden willst.
Erneuerbare Energien
Wasserkraft, Wind, PV, Biomasse, Geothermie, was sie können, was sie nicht können, und wie sich der österreichische Strommix wirklich zusammensetzt.
Zum Überblick →
PV-Anlagen & Förderungen
Kosten, Montage, Förderungen, Einspeisetarife, der ehrliche Blick auf Photovoltaik in Österreich, ohne 25-Jahre-Amortisations-Märchen.
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Zu Ökostrom wechseln
Tarifrechner mit Ökostrom-Filter, alle als grün markierten Tarife auf einen Blick. Für UZ46-Details lohnt der direkte Blick auf die Anbieter-Seite oder ein Anruf bei uns.
Zum Vergleich →
Alle Artikel zur Umwelt
Erneuerbare Energien
PV-Anlagen
Fossile vs. erneuerbare Energieträger
Der Unterschied steckt nicht im CO₂-Wert allein, sondern in zwei Eigenschaften: Endlichkeit der Ressource und Nettobilanz an Treibhausgasen über den gesamten Lebenszyklus. Wer das im Kopf hat, kann auch die Atomkraft-Frage sauber einordnen.
Fossile Energieträger
- Erdgas, Stützpfeiler der österreichischen Wärmeerzeugung, im Stromsektor nur noch zur Spitzenlast
- Erdöl, kaum noch zur Stromerzeugung, dominiert weiter im Verkehrssektor
- Steinkohle & Braunkohle, in Österreich seit 2020 nicht mehr im Strommix (letztes Kraftwerk Mellach abgeschaltet)
Endliche Ressourcen, hohe CO₂-Bilanz, Preisrisiko durch Importabhängigkeit.
Erneuerbare Energien
- Wasserkraft, Rückgrat des heimischen Strommix, rund 60 % der Erzeugung
- Windenergie, etwa 12 %, stark wachsend (Burgenland, Niederösterreich)
- Sonnenenergie / PV, etwa 3 %, das am schnellsten wachsende Segment
- Biomasse, Holz und Biogas, oft kombiniert mit Fernwärme
- Erdwärme (Geothermie), in Österreich nur lokal genutzt, etwa Oberösterreich
Unerschöpflich, klimaneutral im Erzeugungsprozess, regional verteilt.
Sonderfall Atomkraft: Im Stromsektor produziert ein Kernkraftwerk per se kein CO₂, der Brennstoff Uran ist allerdings eine endliche Ressource, und die Endlagerung der radioaktiven Abfälle ist über Jahrtausende ungelöst. Atomenergie zählt deshalb weder zu den fossilen noch zu den erneuerbaren Energien. In Österreich verbietet das Atomsperrgesetz seit 1999 ohnehin Bau und Betrieb, das einzige fertiggestellte AKW Zwentendorf ging nach der Volksabstimmung 1978 nie ans Netz.
„100 % Ökostrom" auf der Rechnung, was steckt wirklich dahinter?
Eine der Fragen, die uns in der Beratung am häufigsten begegnen, und zugleich die, bei der die Antwort die Erwartung am stärksten verschiebt. Drei Modelle dürfen sich legal „Ökostrom" nennen, aber nur eines davon empfehlen wir mit gutem Gewissen. Hier die ehrliche Reihenfolge, die Empfehlung zuerst.
UZ46-Umweltzeichen
Das österreichische Umweltzeichen UZ46 verlangt direkten Bezug aus AT-Erneuerbaren plus einen Mindestanteil aus Neuanlagen unter 15 Jahre. Damit fördert dein Tarifgeld den Zubau neuer Wind- und PV-Anlagen, nicht nur den Erhalt eines bereits 80 Jahre alten Wasserkraftwerks.
AT-Erzeugung
100 %
Neuanlagen
Pflicht
Aufpreis
0,3–0,5ct/kWh
Wenn UZ46 nicht verfügbar, die zwei schwächeren Varianten
Zugekaufte Herkunftsnachweise
Weichste Variante
Der Anbieter kauft Zertifikate über bereits erzeugten Ökostrom, meist norwegische Wasserkraft oder isländische Geothermie.
Caveat: faktisch fließt der gleiche graue Strom durch deine Leitung.
Strom aus AT-Erneuerbaren
Mittlere Variante
Der Anbieter weist nach, dass die gelieferte Menge zu 100 % aus österreichischen Erneuerbaren stammt, oft aus eigenen Wasserkraftwerken.
Caveat: echter Beitrag, aber kein Druck auf Neuanlagen-Zubau.
Aus der Beratung: Wer wirklich grünen Strom kaufen will, hat zwei Wege. Im Tarifrechner kannst du auf Ökostrom-Tarife filtern, UZ46-zertifiziert ist davon aber nur ein Teil, hier hilft ein Blick auf die jeweilige Anbieter-Seite oder ein Anruf bei uns. Alternativ direkt zu Anbietern mit nachgewiesener Eigenerzeugung wechseln (z. B. oekostrom AG, awattar). Beide Wege kosten in der Praxis selten mehr als 0,3 bis 0,5 Cent/kWh Aufpreis gegenüber dem günstigsten Grautarif, bei 3.500 kWh Jahresverbrauch sind das rund 10 bis 18 Euro im Jahr. Eine überraschend kleine Hürde für einen großen Unterschied.
Echten Ökostrom willst du, aber welcher Tarif ist es?
Kostenloser Ökostrom-Check am Telefon, wir filtern UZ46 und echte AT-Erzeugung heraus, statt Marketing-Etiketten.
- UZ46-Check
- Eigenerzeugung-Check
- Unverbindlich
Wie Österreich seine Klimaziele steuert, die vier Bausteine
Anders als oft dargestellt, ist nicht ein einzelnes Gesetz für die österreichische Klimapolitik verantwortlich, sondern eine Kaskade aus vier Instrumenten, die aufeinander aufbauen. Wer „Klimaneutralität 2040" sagt, meint praktisch dieses Bündel.
Klimaschutzgesetz (KSG)
Der rechtliche Rahmen für Emissionshöchstmengen pro Sektor (Verkehr, Gebäude, Industrie, Energie), und die Grundlage dafür, dass Überschreitungen überhaupt politisch sanktioniert werden können.
Regierungsübereinkommen 2020
Hier ist das Ziel Klimaneutralität bis 2040 erstmals politisch festgeschrieben, zehn Jahre früher als das EU-Gesamtziel. Bindet die Bundesregierung an konkrete Zwischenetappen.
Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG)
Das operative Werkzeug: Bis 2030 sollen 27 TWh zusätzlicher Ökostrom aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse zugebaut werden, damit die Stromerzeugung bilanziell zu 100 % grün wird. Dazu kommen Förderungen für PV-Anlagen, Speicher und Energiegemeinschaften.
Klimaneutralität 2040
Das Endziel: keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr, der Rest wird durch natürliche und technische Senken (Wälder, Moore, CCS) kompensiert. „Bilanziell" über alle Sektoren, nicht zu jeder einzelnen Stunde.
Ergänzend wirken auf EU-Ebene das Pariser Klimaabkommen 2016 (Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C), das EU-Klimagesetz (Klimaneutralität bis 2050) und das „Fit for 55"-Paket, diese setzen den europäischen Rahmen, in dem die österreichischen Instrumente operieren.
Was du als Haushalt beitragen kannst, vier Hebel mit ehrlicher Einordnung
Nicht jeder Klima-Tipp ist gleich wirksam. Hier die vier Hebel, sortiert nach realer Wirkung, ohne Greenwashing, mit ehrlicher Einordnung.
Photovoltaik-Anlage
Größter Hebel
Realistischer Autarkiegrad: 30 % ohne Speicher, 50–70 % mit Speicher. Voll-Autarkie ist mit PV in Österreich nicht erreichbar, die Wintermonate liefern zu wenig Ertrag.
Wärmepumpe statt Gas/Öl
Sektor-Wechsel
Ersetzt fossile Heizung durch Strom plus Umweltwärme. Lohnt sich besonders in Kombination mit PV-Strom vom eigenen Dach, ohne Sanierung des Gebäudes oft erst nach Jahren wirtschaftlich.
Zu UZ46-Ökostrom wechseln
Druck auf den Markt
Wer UZ46-Tarife abschließt, fördert direkt den Zubau neuer Wind- und PV-Anlagen, nicht nur die Vermarktung alter Wasserkraft. Kosten: meist 0,3–0,5 Cent/kWh Aufpreis, also rund 10–18 €/Jahr bei 3.500 kWh.
Verbrauch senken
Sofort, gratis
Der billigste CO₂-Hebel ist die nicht verbrauchte Kilowattstunde. Standby-Verbund, alte Kühlgeräte, ineffiziente Beleuchtung, die typischen Sparpotenziale in AT-Haushalten liegen bei 10–25 %, ohne Komforteinbußen.
Aus der Beratung: Die häufigste Anfrage zum Thema Umwelt ist heute nicht mehr „bin ich grün genug?", sondern „wie kombiniere ich PV, Wärmepumpe und einen passenden Tarif zu einem System, das wirtschaftlich aufgeht?". Das ist die richtige Frage, und sie ist deutlich komplexer als der reine Anbieterwechsel. Wenn du an diesem Punkt bist, ruf uns an. Wir nehmen das gerne Schritt für Schritt mit dir durch.