15 ct
Preisdeckel pro kWh
netto, für die ersten 2.900 kWh
2.900
Gedeckelte kWh pro Jahr
Grundkontingent je Zählpunkt
31.12.
Auslaufdatum 2024
seit 1.1.2025 voller Tarifpreis
Was war die Strompreisbremse?
Die Strompreisbremse — offiziell Stromkostenzuschuss — war eine gesetzliche Maßnahme, die Stromkosten für Haushalte während der Energiekrise begrenzte. Sie deckelte den Energiepreis auf 15 ct/kWh netto und wurde direkt auf der Stromrechnung gutgeschrieben — ohne Antrag.
Der Zuschuss wurde eingeführt, um den Strompreisanstieg während der Krise zu kontrollieren. Wie hoch die Entlastung im Einzelfall ausfiel, hing vom Energiepreis des jeweiligen Tarifs ab — je teurer der Vertrag, desto größer die Differenz zum Deckel.
Wie funktionierte sie?
Drei Regeln bestimmten, wer wieviel Zuschuss bekam.
Deckel auf den Energiepreis
Für die ersten 2.900 kWh Verbrauch wurde der Energiepreis auf maximal 15 ct/kWh netto begrenzt. Lag der Tarif darüber, wurde die Differenz vom Energieversorger ausgezahlt — automatisch auf der Stromrechnung.
Voller Zuschuss bei niedrigem Verbrauch
Haushalte mit weniger als 2.900 kWh Jahresverbrauch — etwa Ein-Personen-Haushalte — bekamen den Zuschuss auf den gesamten Jahresverbrauch. Kein Antrag nötig.
Zusatzzuschuss ab 4 Personen
Für Haushalte mit mehr als drei Personen gab es pro zusätzlicher Person einen weiteren Zuschuss — unabhängig vom Verbrauch. Konnte die Zuordnung nicht automatisch erfolgen, informierte das Finanzministerium betroffene Haushalte schriftlich über das Antragsverfahren.
Konkrete Auswirkung
Was bedeutet das Ende für Ihre Stromrechnung?
Drei Effekte fallen seit 1. Jänner 2025 auf der Rechnung zusammen — der Wegfall des Zuschusses ist nur einer davon. Eine Beispielrechnung für einen typischen Vier-Personen-Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch zeigt, in welcher Größenordnung sich die Mehrkosten bewegen.
| Posten | 2024 (mit Bremse) | 2025 (ohne Bremse) |
|---|---|---|
| Energiepreis auf 2.900 kWh | 15 ct/kWh = 435 € | 25 ct/kWh = 725 € |
| Energiepreis auf restliche 1.600 kWh | 25 ct/kWh = 400 € | 25 ct/kWh = 400 € |
| Elektrizitätsabgabe | 0,1 ct/kWh = 4,50 € | 1,5 ct/kWh = 67,50 € |
| Netzentgelte (Ø) | ~ 380 € | ~ 467 € (+23 %) |
| Jahreskosten netto, ohne sonstige Abgaben | ~ 1.220 € | ~ 1.660 € |
Werte gerundet, USt. nicht eingerechnet. Tatsächliche Beträge variieren je nach Bundesland, Tarif und Verbrauchsprofil.
Gut zu wissen
Wie sich die einzelnen Treiber 2025/2026 entwickeln, sehen Sie auf der Seite zur Strompreisentwicklung. Für den schnellen Vergleich der Tarifbestandteile lohnt ein Blick auf die Stromrechnung.
Handlungsschritte
Was sollten Verbraucher jetzt tun?
Auch ohne staatliche Bremse lassen sich die Mehrkosten zu großen Teilen abfedern — vor allem über den Anbieterwechsel. Drei Schritte führen zum günstigeren Tarif.
Anbietervergleich durchführen
Postleitzahl und Jahresverbrauch in den Tarifrechner eingeben. Liegt der günstigste Markttarif unter Ihrem aktuellen Energiepreis, ist die Ersparnis durch den Wechsel oft größer als die ausgelaufene Bremse.
Tariftyp gezielt wählen
Mehr zu den verfügbaren Tarifarten und zur Frage, ob ein dynamischer Stromtarif zu Ihrem Verbrauchsprofil passt. Pauschal-Empfehlungen funktionieren hier selten.
Verbrauch reduzieren
Effizientere Geräte, LED-Beleuchtung, Standby-Modus aus — die klassischen Sparmaßnahmen wirken sich seit dem Wegfall der Bremse stärker auf die Rechnung aus, weil jede gesparte kWh den vollen Tarifpreis kostet.
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