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Wie ist die Strompreisentwicklung in Österreich?

Gasflamme

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Mann sorgt sich über Energiekrise und Strompreisentwicklung

Die Strompreisentwicklung ist nicht erst seit der beschlossenen Energiewende ein wichtiges Thema für Verbraucher/innen und Politik, gewinnt aber immer mehr an Bedeutung. Da trotz aller Energiesparmaßnahmen die Stromrechnungen für die meisten Haushalte in den letzten Jahren gestiegen sind, stellt sich die Frage, ob die Strompreise langfristig weiter steigen oder durch die Energiewende schließlich sinken werden. Welche Faktoren beeinflussen die Strompreisentwicklung für Endkund/innen? Alle Infos um die Strompreisentwicklung Österreichs erfahren Sie im weiteren Verlauf.

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Wie ist die aktuelle Strompreisentwicklung 2022?

Gelbe Geldscheine und Geldmünzen mit Pfeil nach oben

Zu Jahresbeginn 2022 stiegen die Preise und erreichten Werte über 27 Cent/kWh. Die Anhebung der Steuer- und Abgabensätze fiel weniger dramatisch aus, da die Aussetzung der erneuerbaren Förderbeiträge und die erneuerbare Förderpauschale für eine Entlastung der Verbraucher/innen sorgten. Dennoch haben sich die Strompreise im Jahr 2022 stärker auf die Haushaltskasse der Endverbraucher/innen ausgewirkt.

Zusätzlich hat der Konflikt der Ukraine mit Russland im Frühjahr 2022 die ohnehin angespannte Situation noch verschärft, was es äußerst schwierig macht, verlässliche Informationen über die künftige Strompreisentwicklung zu geben. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Energiemärkte weiterhin einer höheren Preisvolatilität unterliegen und das Preisniveau über einen längeren Zeitraum nicht signifikant sinken wird.

Sie möchten mehr über den Strompreis und die einzelnen Bestandteile erfahren? Wenn Sie mehr über den Strompreis in Österreich mehr erfahren wollen, kann Ihnen der folgende Artikel weiterhelfen: Strompreis Österreich

Ursachen der steigenden Strompreisentwicklung

Mann denkt über Ursachen der Strompreisentwicklung nach

Für die steigende Strompreisentwicklung der letzten Jahre gibt es durchaus mehrere Gründe, welche im Folgenden weiter erläutert werden.

 Strompreis Österreich Entwicklung: Erhöhte Nachfrage

Die Nachfrage nach Energie ist gestiegen, nachdem die Industrie inmitten der durch das Coronavirus verursachten Produktionskürzungen langsam wieder angelaufen ist. Auch im privaten Bereich steigt die Nachfrage nach Strom, da die Menschen mehr Zeit in ihren vier Wänden verbringen. Diese überproportionale Nachfrage führt zwangsläufig zu höheren Strompreisen.

 Strompreisentwicklung: Die Großhandelspreise sind stark gestiegen

Auch auf den Rohstoffmärkten ist der oben erwähnte Nachfrageanstieg zu beobachten. Höhere Preise am Großhandelsmarkt für Gas, Öl und Kohle wirken sich auf die Strompreisentwicklung aus, da diese Rohstoffe auch zur Stromerzeugung genutzt werden.

Ein langer, strenger Winter in den europäischen Ländern und ein Genehmigungsstopp für die Gas-Pipeline Nord Stream 2 führten ebenfalls zu einer hohen Nachfrage. Besonders betroffen davon sind Stromversorger, die kurzfristig Strom an Strombörsen einkaufen müssen, da der Strompreis für den Handel mit MWh nach dem Prioritätsprinzip erfolgt. Dies deutet darauf hin, dass die Strompreise auf der teuersten Art der Produktion basieren, die zur Deckung der Nachfrage erforderlich ist, hauptsächlich Strom aus fossilen Brennstoffen.

 Hohe CO₂-Emissionen aus der Produktion fossiler Brennstoffe

Ein weiterer Preistreiber ist der aktuell hohe Preis für CO₂-Zertifikate aufgrund der Nutzung fossiler Brennstoffe zur Stromerzeugung. Dadurch wird die Herstellung von Kohlestrom, der günstig sein soll, unrentabel, sodass auf das ohnehin knappe Erdgas zurückgegriffen werden muss. Zudem werden geplante Stilllegungen konventioneller Kraftwerke für weitere Engpässe sorgen. Abschließend hinkt der Ausbau erneuerbarer Energien hinterher, was sehr hohe Gestehungskosten erzwingt.

 Weniger Preiskämpfe unter den Anbietern

Da die Marktpreise weiterhin hoch sind und immer mehr Energieversorger aus dem Markt gedrängt werden, findet der Kampf mit den Preisen um die Endkund/innen nicht mehr wie gewohnt statt. Zudem sind viele Lieferanten nicht mehr in der Lage, zu vertraglich vereinbarten Konditionen zu liefern. Einige frieren sogar neue Kunden ein.

 Hohe Netzgebühren bei der Strompreisentwicklung

Ein weiterer strompreis-treibender Faktor ist die Erhöhung der Netzentgelte. Österreichs Energiemarktregulierer E-Control rechnete für 2022 mit einem Anstieg der Netzentgelte um durchschnittlich 9,1 Prozent. Diese Preiserhöhungen sind auf den Netzausbau und andere Aufgaben der Netzbetreiber wie die Installation von Smart Metern zurückzuführen.

Wie ist die Strompreisentwicklung Österreich Prognose?

Blaues Fragezeichen

Die Strompreisentwicklung Österreich Prognose wird vermutlich den aktuellen Trend beibehalten und somit weiter steigen. Infolgedessen wird die Strompreisentwicklung im Jahr 2023 zu weiter steigenden Strompreisen für private Haushalte führen. Zur Orientierung: Der durchschnittliche Strompreis im Jahr 2022 liegt derzeit bei 37,12 Cent/kWh (Stand Dezember 2022).

Zusätzlich erwarten Marktteilnehmer auch für 2023 ein weiterhin erhöhtes Preisniveau von über 250 € pro Megawattstunde Strom. Auch der anhaltende Gaslieferstopp in Russland wird sich weiterhin negativ auf die Strompreisentwicklung Österreichs auswirken, vorausgesetzt bis 2030.

Dekarbonisierung könnte vorerst zu steigender Strompreisentwicklung führen!

Grüne Weltkugel mit blauen Vertrag

Laut Umweltbundesamt und Bank Austria könnte Österreich seine Netto-Ölimporte um bis zu 70 % und seine Nettoerdgasimporte bis 2030 um mehr als die Hälfte reduzieren, indem es geeignete Energieeffizienz Maßnahmen ergreift und den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt.

Aufgrund der erhöhten Abhängigkeit Europas von Gaslieferungen aus Russland ist eine rasche Umsetzung dieser Maßnahmen fast zwingend erforderlich. Dies gilt aufgrund der hohen Abhängigkeit von russischem Gas mit einem Importanteil von rund 80 % für die österreichische Gasversorgung. Denn ein kompletter Ersatz von Gas aus Russland in Europa ist preislich teuer und technisch nur sehr schwer oder kaum umsetzbar. Die folgenden zwei Bereiche, in denen der Klimaschutz politische Unterstützung benötigt:

  1. Geplante Stilllegungen von Kohlekraftwerken in Europa werden vorübergehend zu Anlagenengpässen und höheren Energiepreisen führen. Darüber hinaus steigt der Preis für CO₂-Emissionszertifikate jährlich, getrieben von der Erwartung des Wirtschaftswachstums und den Klimaschutzzielen für 2030. Die Kosten für die CO₂-Emissionszertifikate steigen in den nächsten Jahren wie folgt:
    • Ab Oktober 2022: 30 € pro Tonne CO₂
    • 2023: 35 Euro pro Tonne CO₂
    • 2024: 45 Euro pro Tonne CO₂
    • 2025: 55 Euro pro Tonne CO₂
  2. Die steigenden Energiepreise auf dem Weg zur Klimaneutralität der EU werden die Wettbewerbsposition einiger Branchen höchstwahrscheinlich verschlechtern und somit die Energiearmut vieler Haushalte erhöhen.

Die Energiewende erfordert eine Verteuerung Emissionszertifikate und höhere Preise für fossile Brennstoffe, damit sich Investitionen in emissionsmindernde Technologien auszahlen.

Die Strompreisentwicklung Österreich: 2001 – 2022

Grüne Glühbirne

Seit der Liberalisierung des Strommarktes 2001 konnte in Österreich durch den steigenden Wettbewerb und die sinkenden Energiepreise ein stetiger Abfall des Strompreises beobachtet werden, von dem auch Kundinnen und Kunden profitiert haben. Doch in den letzten Jahren war ein stetiger Anstieg des Strompreises in Österreich zu beobachten und der Strompreis hat sich seit der Liberalisierung nahezu verdoppelt.

  • Das Netz ist seit 2001 wirtschaftlich vom Stromhandel getrennt. Seither richten sich die Strompreise nach dem Merit-Order-System.
  • Laut einer Studie der Österreichischen Energieagentur sind die Strompreise im Sommer 2020 im Vergleich zum Vorjahr 2019 um fast 18 % gesunken. Dabei hat zweifellos der Corona-bedingte Einbruch der Industrienachfrage eine große Rolle gespielt.
  • Im Sommer 2020 konnten österreichische Verbraucher/innen extrem günstigen Strom beziehen, insbesondere wenn sie sich für sogenannte indexbasierte Tarife (auch bekannt als flexible / variable Tarife) entschieden.
  • Anfang 2022 zeigte sich, dass stark gestiegene Erdgaspreise die Strompreise in die Höhe trieben, da dieser fossile Brennstoff zur Stromerzeugung verwendet wird. Der Verknappung der Gasvorräte durch zahlreiche zusammenlaufende ungünstige Entwicklung folgt nun das Schreckbild gegenseitiger Gasembargos im Zuge des Ukraine-Feldzugs durch Russland.

Über den Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI) bekommen Sie generell eine gute Übersicht zu der Entwicklung des Strompreises in Österreich.

Stromkostenbremse zur Entlastung österreichischer Haushalte Die österreichische Regierung will mit der Stromkostenbremse Haushalte bei der steigenden Strompreisentwicklung entlasten. Bei einem Stromverbrauch von bis zu 2.900 kWh pro Jahr soll der Arbeitspreis maximal 10 ct pro kWh betragen. Die Stromkostenbremse besteht seit 1.12.2022 und ist bis Juni 2024 befristet. Die Stromkostenbremse Österreichs ist ohne Antrag wirksam.

Möglichkeiten, wie Sie sich vor der hohen Strompreisentwicklung schützen können!

Die Strompreisentwicklung heute, sowie in der Zukunft, können Sie zwar nicht aufhalten, aber Sie können Maßnahmen ergreifen, um ihre Auswirkungen so weit wie möglich abzufedern. Machen Sie einen Strompreisvergleich, damit Sie Kosten sparen! Durch den Vergleich der Stromanbieter an Ihrem Wohnort können Sie die Preise vergleichen und bei günstigeren Strompreisen zum besseren Anbieter wechseln.

Achten Sie aber auch auf gute Vertragskonditionen, wie kurze Mindestvertragslaufzeiten und Kündigungsfristen oder zumindest begrenzte Preisgarantien, um bei auslaufenden Verträgen schnell aussteigen oder sich angesichts aktueller Strompreisentwicklungen vor weiteren Preiserhöhungen schützen zu können.

Durch eine telefonische Beratung können Sie den Strompreis in Österreich vergleichen und Ihren Stromanbieter wechseln. Gerne stehen unsere Energieexperten Ihnen zu Rat: 0720 1155 70.

Frequently Asked Questions zur Strompreisentwicklung

Wie hoch steigt der Strompreis 2023?

Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) wird im Januar 2023 laut der AEA (Austrian Energy Agency) gegenüber dem Vormonat Dezember 2022 um 6,7 % steigen. Im Vergleich zum Januar 2022 liegt der ÖSPI um 320,7 % höher.

Wird der Strompreis 2022 steigen?

Ja, für 2023 erwarten die Marktteilnehmer laut Austrian Energy Agency weiterhin ein erhöhtes Preisniveau von über 250 EUR/MWh. Es ist schwer einzuschätzen, wie die Strompreise Österreichs mit den voraussichtlich noch steigenden Großhandelspreisen mitziehen werden. Wie lange die Strompreise noch steigen, kann derweil jedoch nicht vorhergesagt werden.

Wird Strom in Zukunft günstiger?

Laut der Austrian Energy Agency erwarten die Marktteilnehmer eine Entspannung bei den Strompreisen in 2023. Dennoch werden die Preise nicht zu Niedrigpreisen zurückkehren.

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