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Entwicklung des Gaspreises

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Im Gegensatz zum Strommarkt, der durch einen belebteren Wettbewerb und flexible Vertragsbedingungen gekennzeichnet ist, erlauben die technischen und administrativen Bedingungen auf dem Gasmarkt  (Gasbörsen, Mindestabnahme-
mengen, Transport und Speicherkapazitäten etc.) einen weitaus weniger dynamischen Wettbewerb. Hinzu kommt, dass der Großhandel mit Gas von Lieferverträgen mit langen Laufdauern dominiert wird. So bleibt den Gaslieferanten relativ wenig Spielraum bei der Preisgestaltung.

Lesen Sie mehr zum Thema Gasmarkt auf unserer Seite!

Gaspreisentwicklung seit der Liberalisierung

Betrachtet man die Gaspreise (ohne Steuern) in den Jahren 2003-2014 kann man eine deutliche Preissteigerung feststellen. Lag der Preis pro kWh für Haushalte mittlerer Größe im Jahr 2003 noch bei 3,18 Cent/kWh, stieg er kontinuierlich um ca. 0,3 – 0,5 pro Jahr um schließlich aktuelle bei 5,54 Cent/kWh zu stehen.

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In der nachfolgenden Tabelle können Sie die exakten Preisveränderungen nachvollziehen. Die Preisangaben sind in Cent pro kWh und beinhalten den Energiepreis und Netztarif, jedoch nicht die Steuern und Abgaben. (Quelle: Eurostat 2014)

Jahr 2003 2004 2005 2006 2007 2008
Haushaltspreise 3,18 3,29 3,21 3,86 3,96 4,28
Industriepreise 1,97 2,01 2,21 3,0 3,21 -
Jahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Haushaltspreise 4,73 4,51 5,12 5,62 5,7 5,54
Industriepreise 3,1 3,24 3,23 3,52 3,5 3,4

 

Auch die mittelgroßen Industrieverbraucher zahlen nunmehr fast das Doppelte für ihren Gasverbrauch. Im Jahr 2003 lag der Kilowattstundenpreis bei 1,97 Cent/kWh, stieg langsam auf 2,21 Cent/kWh und dann rasant auf 3,21 Cent/kWh in 2007. In den Jahren 2009-2011 bliebt der Gaspreis relativ stabil um die 3,2 Cent/kWh. 2012 stiegen sie jedoch wieder auf 3,52 Cent/kWh um aktuell 3,4 Cent/kWh zu erreichen. 

Vergleichen Sie hier Österreichs Gaspreise mit denen anderer EU-Mitgliedsstaaten!

Wichtigste Preisfaktoren

Auch externe Ereignisse beeinflussen wesentlich die Gaspreisgestaltung. Dabei sind Gaslieferungen aus dem Ausland, die Ölpreisbindung und der Wettbewerb seit der Marktöffnung im Jahr 2002 die entscheidenen Preisfaktoren.

Gaslieferungen aus Russland

Für Österreich ist insbesondere die seit Jahren angespannte Beziehung zwischen Russland und der Ukraine wichtig. Durch die Ukraine läuft Europas und Österreichs wichtigste Erdgasverbindung zum russischen Erdgasgroßlieferanten: die Transgas-Pipeline, die ca. 80% der russischen Gaslieferungen nach Europa transportiert. Im Zuge des Streits zwischen der Ukraine und Russland, der sich 2004-2005 ursprünglich an den von Gazprom einseitig deklarierten  Änderungen der Lieferverträgen entbrannte, wurden die Gaslieferungen über die Hochdruck-Trasse reduziert. In Österreich wurde beispielsweise ein Lieferrückgang von 33% verzeichnet. Schlimmer traf es Österreich 2009 als der Russisch-Ukrainische Gasstreit einen neuen Höhepunkt erreichte und Russland erneut die Lieferungen in das Transitland Ukraine und folglich nach Europa verweigerte. Österreich erhielt in Folge der Auseinandersetzung 90% weniger Erdgas und die Preise explodierten, wie auf der nachfolgenden Graphik zu sehen ist.

Karte mit Gaslieferungen nach Österreich

Die Transgaspipeline bring Gas von Russland nach Österreich

Das Bauprojekt der Nabucco-Pipeline hätte Österreichs Abhängigkeit von der Transgas-Pipeline reduzieren können, da sie ursprünglich von der Türkei, über Bulgarien, Rumänien und Ungarn Erdgas nach Österreich liefern sollte. 2013 wurde der Bau der Pipeline aufgrund zu hoher Kosten und politischer Differenzen jedoch vollständig abgesagt. So bliebe Österreich im Falle eines Streits zwischen der Ukraine und Russland und einer Weigerung der Ukraine russisches Gas durchzulassen, noch der Weg über die North Stream Pipeline. Diese Pipeline verläuft von Russland durch die Ostsee nach Deutschland. Von dort aus könnte Österreich dann Gaslieferungen erhalten, jedoch stellt hierbei das Fehlen von Leitungen zwischen dem Marktgebieten im Osten und im Westen Österreichs ein weiteres Problem dar. 

Kurz darauf führte die Wirtschaftskrise in den Jahren 2008-2009 zu einer Verringerung der Produktion in der Industrie. Die Gasnachfrage sank, es entstanden Überkapazitäten, die vergünstigt angeboten wurden und somit fiel der Gaspreis kurzfristig aber deutlich.

Erdölpreisbindung

Es darf jedoch auch nicht vergessen werden, dass der Erdgaspreis eng an den des Erdölpreises gebunden ist. Diese Ölpreisbindung war ursprünglich in den 1960er Jahren erdacht worden um die damals neuartige Energiequelle Gas durch Infrastrukturinvestitionen dem Kunden erhältlich zu machen. Die massiven Investitionen sollten jedoch nicht dazu führen, dass Gas teuer als Öl würde. Also wurden Verträge zwischen Gas- und Öllieferanten geschlossen, die die Abnahme des Gases und somit die Amortisierung der Ausgaben garantieren sollten.  Mit dieser Bindung verändert sich der Erdgaspreis in einer drei- bis sechsmonatigen Verzögerung entsprechend der Erdölpreisentwicklung, um das Auseinanderklaffen von Gas- und Ölpreisen zu verhindern.

Diese Korrelation ließ sich besonders häufig in der Vergangenheit beobachten und wird aktuell als weniger entscheidend bewertet, da das Erdgasnetz inzwischen relativ weit entwickelt ist. Die entsprechenden Preisänderungsklauseln der Gaslieferanten mit ihren Endkunden werden daher mittlerweile als zweifelhaft erachtet und einer Rechtsprüfung unterzogen - wie schon 2010 in Deutschland am Bundesgerichthof geschehen. Dieser urteilte gegen die Bindung des Gaspreises an den Erdölpreis als preisbildender Faktor.

Hier sind der Gaspreis, sowie die Industriepreise für Gas im Zeitverlauf mit Ereignissen dargestellt

Die Enwicklung des Gaspreises und der Einfluss von Events auf jene

Gasmarktliberalisierung

Generell lässt sich feststellen, dass nach der Liberalisierung des Gasmarktes im Jahr 2002 die Gaspreise merklich gestiegen sind. Das liegt zu einem erheblichen Teil daran, dass in Österreich eine sehr niedrige Wechselquote vorliegt und Gaslieferanten dadurch in relativ wenig Konkurrenzdruck kommen. Dies ist seinerseits aber auch dadurch bedingt, dass die oben beschriebenen preisbestimmenden Faktoren relativ wenig Spielraum zur Preisgestaltung lassen. Andererseits ist der Zusammenschluss großer Versorger zu Allianzen, sowie die Tatsache, dass einige Lieferanten nur begrenzte Gebieten versorgen dem Wettbewerb nicht sonderlich förderlich. So steigen die Preise weiter und die Wettbewerbslandschaft bleibt relativ stabil mit nur ca. 30 Gaslieferanten. Wechselten jedoch mehr Österreicher regelmäßig ihren Lieferanten, würden die Anbieter unter Preisdruck geraten und attraktivere Tarife anbieten.

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Tröstlich ist, dass zweifellos, dass ohne Liberalisierung der Endverbraucher noch tiefer in die Tasche greifen müsste um seine Gasrechnung zu begleichen. Lesen Sie dazu unseren Artikel:  Szenario ohne Liberalisierung

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