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Staatliche Bundesförderungen für Photovoltaik-Anlagen in Österreich

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Sparschwein mit Glühbirne gefüllt mit Geldmünzen

Sparen Sie bares Geld durch eine Förderung Ihrer PV-Anlage

Die Anschaffung und fachgerechte Montage einer Photovoltaik-Anlage kann mehrere Tausend Euro kosten. Jedoch können Betreiber von Photvoltaik-Anlagen beim Bund und bei Ihrem jeweiligen Land verschiedene Förderleistungen beantragen. Im Folgenden finden Sie die Fördermöglichkeiten, die bundesweit vom Klima- und Energiefonds Österreich (KLIEN) und von der staatlichen Abwicklungsstelle für Ökostrom (OeMAG) gewährt werden.

Staatliche PV-Förderung aus dem KLIEN

Logo des Klima- und Energiefonds Österreich (KLIEN)

KLIEN fördert PV-Anlagen

Der Klima- und Energiefonds (KLIEN) fördert den Ausbau und die Entwicklung von regenerativen Energien mit dem Ziel, Österreich unabhängiger von Öl- und Gasimporten zu machen. Der Fonds wurde 2007 von der damaligen Bundesregierung ins Leben gerufen und wird seitdem stellvertretend von den Bundesministerien für Umweltschutz und Infrastruktur gemeinsam beaufsichtigt. Mehr als 70.000 Projekte wurden seit der Gründung des Fonds gefördert. Verwaltet wird der Fonds von einem eigenen Team von 20 Mitarbeitern und einem Expertenbeirat.

Ein wichtiger Bestandteils des KLIEN ist die Förderung von Photovoltaik-Anlagen. Der Fonds unterstützt neu installierte, im Netzparallelbetrieb geführte PV-Anlagen. Insgesamt standen 8,5 Millionen Euro für das Förderprogramm im Jahr 2016 zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie direkt bei KLIEN.

KLIEN-Fördergelder für Privatpersonen (bis 5kWp)

Wenn Sie als Privatperson eine Photovoltaik-Anlage errichten möchten, können Sie noch bis einschließlich dem 14.12.2015 den Zuschuss des KLIEN-Fonds beantragen. Bitte beachten Sie, dass die Förderung jedoch erst nach Umsetzung der Baumaßnahmen beantragt werden kann und dass nur ein Antrag pro Standort bewilligt werden kann. Personen, die mehrere PV-Anlagen an verschiedenen Standorten betreiben, können hingegen auch mehrere Förderanträge stellen.

Pro Anlage stehen die folgenden Förderbeträge zur Verfügung:

PV-Anlagentyp Förderbetrag Registrierungsfrist
Freistehende oder Aufdach-Anlagen 275€/kWp 14.12.2015
Für Indach-Anlagen 375€/kWp 14.12.2015

Die Förderbeträge werden je Engpassleistung in Kilowattpeak (kWp) bis zu einer Maximalhöhe von 5 kWp ausbezahlt. Für das Jahr 2015 erhalten Privatpersonen für PV-Anlagen, die freistehend oder als Aufdach-Konstruktion installiert wurden, einen Förderbetrag von 275€ je kWp. Anlagen, die als Indach-Konstruktion im Gebäude integriert sind, werden mit einer Fördersumme von 375€/kWp unterstützt.

Neu in diesem Jahr ist, dass auch Gemeinschaftsanlagen gefördert werden können. Voraussetzung ist, dass die Anlage von zwei Wohn- und Geschäftseinheiten gleichzeitig benutzt wird.

Ihr Weg zur Förderung:

Die Antragstellung erfolgt in drei Schritten und ausschließlich online: Zuerst sollten Sie mit einem Fachmann einen Kostenvoranschlag für Ihre Photovoltaik-Anlage erstellen und bei Ihrem lokalen Netzbetreiber einen Einspeisetarifzähler beantragen. Im zweiten Schritt benötigen die Zählerpunktnummer des Einspeisetarifzählers wie auch die konkreten Daten der Photovoltaik-Anlage für die Registrierung. Diese können Sie bei KLIEN über die Seite www.meinefoerderung.at vornehmen. Sobald Ihre Daten registriert sind, erhalten Sie eine E-Mail mit einem individuellen Link zur Online-Plattform. Ab diesem Zeitpunkt ist die Fördersumme für einen Zeitraum von 12 Wochen für Sie reserviert. Innerhalb dieser Frist sollten Sie die Baumaßnahmen für Ihre Photovoltaik-Anlage abgeschlossen haben. Denn nur nach erfolgreicher Montage und Inbetriebnahme der Anlage können Sie den Antrag stellen.

Beachten Sie, dass Sie Ihre Baumaßnahmen innerhalb einer Frist von 12 Wochen nach der Registrierung abgeschlossen haben müssen. Ansonsten erlischt Ihre Registrierung und Sie müssen sich noch einmal neu anmelden.

Ob ihr Antrag bewilligt wird, entscheidet die Abwicklungsstelle Kommunalkredit Public Consulting (KPC) GmbH. Bei einer Bewilligung erhalten Sie den gesamten Förderbetrag in einer Überweisung auf das Konto, das Sie bei der Registrierung angegeben haben.

KLIEN-Fördergelder für land- und forstwirtschaftliche Betriebe (5-30kWp)

Agrar- und Forstbetriebe, die beabsichtigen, eine Anlage mit einer Leistung zwischen 5 und 30 Kilowattpeak (kWp) zu installieren, können ebenfalls einen KLIEN-Förderantrag stellen. Jedoch kann die Förderung nur für Dachanlagen und freistehende Anlage auf bereits versiegelte Flächen bewilligt werden. Somit sollen PV-Anlagen auf Rasenflächen oder Felder vermieden werden. Weiters wird die Förderung nur an land- und forstwirtschaftliche Betriebe in Gemeinden von unter 30.000 Einwohner verteilt.

Pro Anlage stehen die folgenden Förderbeträge zur Verfügung:

PV-Anlagentyp Förderbetrag Registrierungsfrist
Freistehende (auf versiegeltem Boden) oder Aufdach-Anlagen 275€/kWp 13.11.2015
Für Indach-Anlagen 375€/kWp 13.11.2015

Wie bei Privatpersonen werden die Förderleistungen je Engpassleistung in Kilowattpeak (kWp) bis zu einer Maximalhöhe von 30 kWp ausbezahlt. Für das Jahr 2015 erhalten forst- und landwirtschaftliche Betriebe für PV-Anlagen, die freistehend auf versiegeltem Boden oder als Aufdach-Konstruktion installiert wurden, einen Förderbetrag von 275€ je kWp. Anlagen, die als Indach-Konstruktion im Wohn- und Betriebsgebäuden integriert sind, werden mit einer Fördersumme von 375€/kWp unterstützt.

Beachten Sie jedoch, dass die Fördermaßnahmen gesetzlich nur 40% Ihrer förderfähigen Nettokosten abdecken dürfen. Sollten somit Ihre Kosten ohne Umsatzsteuer unter den oben genannten Beträgen je kWp liegen, wird der Zuschuss dementsprechend reduziert.

Ihr Weg zur Förderung:

Im Gegensatz zu Privatpersonen müssen Agrar- und Forstbetrieb den Antrag komplett vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Anlagenteilen einreichen. Ansonsten kann einer Förderung nicht stattgegeben werden. Sie sollten somit auch erst mit einem Fachmann einen Kostenvoranschlag erstellen, die Einrichtung der Photovoltaik-Anlage mit dem Einspeisezähler bei Ihrem lokalen Netzbetreiber beantragen und erst als nächsten Schritt das Antragsformular ausfüllen. Diese finden Sie unter diesem diesen Link.

Ob ihr Antrag bewilligt wird, entscheidet die Abwicklungsstelle Kommunalkredit Public Consulting (KPC) GmbH. Bei einer Bewilligung erhalten Sie den gesamten Förderbetrag in einer Überweisung auf Ihrem Konto. Jedoch kann die Förderbetrag erst nach Beendigung aller Baumaßnahmen ausgezahlt werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Förderung der Klima- und Energiefonds (KLIEN) Österreich und der Antragsstellung haben, können Sie auch die Förderhotline Photovoltaik unter der Rufnummer +43 (0)1 31631-730. Oder möchten Sie die Förderberatung der Abwicklungsstelle Kommunalkredit Public Consulting GmbH kontaktieren? Sie erreichen das Serviceteam unter der Telefonnummer +43 (0) 131631-713 und der E-Mailadresse umwelt@kommunalkredit.at.

Sie übelegen generell, Ihren Strom selbst zu erzeugen und in eine PV-Anlage zu investieren? Stromliste.at berät Sie gerne und kostenlos von Montag bis Freitag unter
0720 11 5242 (8.00-19.00 Uhr, zum Ortstarif) zum Kauf sowie zu den aktuellen Einspeisetarifen.

 

Staatliche PV-Förderung der OeMAG

Logo der Abwicklungsstelle für Ökostrom AG(OeMAG) in Österreich

Auch die OeMAG fördert PV-Anlagen

Zusätzlich zur Förderung des Klima- und Energiefonds Österreich (KLIEN) können Betreiber von Photovoltaik-Anlagen einen einmaligen Investitionszuschuss und eine zusätzliche Ökostromtarifförderung bei der Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (OeMAG) beantragen. Jedoch vergibt die OeMAG die Einspeiseförderung nur für PV-Anlagen mit einer Engpassleistung zwischen 5 und 20 kWp. Die Institution, die 2006 auf Grundlage des Ökostromgesetzes des Bundes geschaffen wurde, vergibt jährlich 8 Millionen Euro. Das Bundeswirtschaftsministerium (bmwfw) setzt die Höhe beider Förderarten jährlich in der Ökostrom-Einspeisetarifverordnung (ÖSET-VO) neu fest. Die Veränderungen treten jeweils zu Jahresbeginn inkraft.

Bitte beachten Sie, dass laut der neuen Ökostrom-Einspeiseverordnung für das Jahr 2015 (ÖSET-VO 2012) PV-Anlagen, die auf Freiflächen errichtet wurden, nicht mehr gefördert werden. Aktuelle und weitere Informationen finden Sie direkt auf der OeMAG-Homepage.

Höhe des OeMAG-Investitionszuschusses für PV-Anlagen im Jahr 2015

Betreiber, die die Förderung für ihre Photovoltaik-Anlage nach dem 16.01.2015 beantragt haben, können in der Regel 30% der Investitionskosten von der OeMAG zurückerstattet bekommen. Jedoch erfolgt diese Unterstützung nur bis zu einem Maximalbetrag bis 200€ pro Kilowatt (kW). Die Förderung gilt für alle Anlagen bis zu einer Größe von 200 kWp.

Höhe der OeMAG-Einspeiseförderung für PV-Anlagne im Jahr 2015

Die Einspeiseförderung der OeMAG gilt hingegen nur für mittelgroße Photovoltaik-Anlagen mit einer Engpassleistung zwischen 5 und 200 Kilowatt peak (kWp). Wer seinen Antrag nach dem 01. Jänner 2015 gestellt hat, erhält eine Förderung von 11,5 Cent pro eingespeister Kilowattstunde (kWh) in das Verteilernetz. Die Förderung zu diesem Tarif gilt ab Inbetriebnahme der PV-Anlage für insgesamt 13 Jahre.

Ihr Weg zur Förderung

Wenn Sie an einer Förderung durch die OeMAG interessiert sind, sollten Sie zunächst einen Kostenvoranschlag mit einem ausgewiesenen Fachmann erstellen. Dieser berät Sie auch gerne zu den Details des Anlagetyps und der notwendigen Größe. Mit den Unterlagen können Sie alle notwendigen Genehmigungen einholen und den Einspeisetarifzähler bei Ihrem lokalen Netzbetreiber beantragen.

Die OeMAG fördert nur Photovoltaik-Anlagen, deren Antrag vor Beginn der Baumaßnahmen gestellt wurde. Ansonsten ist eine Förderung ausgeschlossen.

Bevor Sie mit dem Bau der Anlage beginnen, können Sie über dieses Online-Formular der OeMAG (mit Ausfüllhilfe) den Investitionszuschuss beantragen. Wenn Ihr Antrag erfolgreich ist, erhalten Sie die Fördersumme direkt in einer einmaligen Überweisung auf Ihr Konto. Ab dem Vertragabschluss muss mit dem Investitionszuschuss die PV-Anlage innerhalb von 12 Monaten angeschafft, montiert und in Betrieb genommen werden. Über den Abschluss der Baumaßnahmen und die Inbetriebnahme wird die OeMAG über Ihren lokalen Netzbetreiber in Kenntnis gesetzt. Ab diesem Datum erhalten Sie für die nächsten 13 Jahre die Einspeisetarifförderung. Die Endabrechnung mit Kopien aller Belege müssen Sie bis spätestens drei Monate nach Inbetriebnahme der Photovoltaik-Anlage an die OeMAG schicken.

  1. Planung der PV-Anlage und Erstellung des Kostenvoranschlages
  2. Einholung aller notwendigen Genehmigungen und des Einspeisetarifzählers beim lokalen Netzbetreiber
  3. Antragsstellung bei der OeMAG
  4. Förderzusage in Form eines Vertrages über die Investitions- und Einspeisezuschüsse
  5. Überweisung des Investitionszuschusses laut Fördervertrag durch die OeMAG
  6. Bau der PV-Anlage innerhalb einer Frist von 12 Monaten
  7. Inbetriebnahme der Anlage und Meldung über den lokalen Netzbetreiber bei der OeMAG
  8. Beginn der Förderung mit Laufzeit von 13 Jahren ab Inbetriebnahme der PV-Anlage
  9. Endabrechnung mit Vorlegung aller Unterlagen bis spätestens drei Monate nach Inbetriebnahme der Anlage

>Wenn Sie weitere Fragen zur Förderung der OeMAG und dem Antragverfahren haben, können Sie auch den Kundenservice der OeMAG unter +43 5 787 66-10 anrufen. Oder Sie schreiben einfach eine E-Mail an kundenservice@oem-ag.at.

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