Österreichische Strompreise im europäischen Vergleich

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Europa Energie Karte

Der liberalisierte Energiemarkt in der EU

Europaweit wurden die Energiemärkte für Strom seit Mitte der Neunziger Jahre liberalisiert. Die Europäische Union (EU) wie auch die Mitgliedsstaaten erhofften sich durch diese Maßnahmen neben Preissenkungen eine Annäherung der Marktpreise in den verschiedenen Ländern. Während sich die Großmarktpreise in den letzten Jahren zusehends anglichen, geben jedoch insbesondere die Endkundenpreise für Strom weiterhin ein differenziertes Bild von sich.


Österreichs Strompreise liegen im europäischen Durchschnitt

Österreichs Strompreise liegen nach Berechnungen des europäischen Statistikbüro Eurostat knapp unter dem EU-Durchschnitt. Aktuell bezahlt der europäische Kunde im Durchschnitt 20,78 Cent pro Kilowattstunde (kWh) im Arbeitspreis. In der Alpenrepublik liegt der durchschnittliche Wert bei 20,09 Ct./kWh. EU-weit sind die Strompreise seit 2008 um fünf Cent gestiegen, in österreichischen Bundesgebiet dagegen nur um 2,3 Cent.

Der Strompreis ist nicht gleich der Energiepreis.Die von Eurostat angegebenen Preise sind die Endkundenpreise inklusive Energiepreise des Stromanbieters, Netzgebühren des lokalen Netzbetreibers und die steuerlichen Abgaben des Staates.

Vergleich europäischer Strompreise für Haushaltskunden

Der Durchschnittswert verdeckt jedoch, dass auch knapp 20 Jahre nach den ersten Schritten zur Liberalisierung und Vergemeinschaftung der europäischen Strommärkte die nationalen Preise uneinheitlich bleiben. So reicht die Spanne für Haushaltskunden vom günstigsten Kilowattstundenpreis von 9,42 Cent/kWh in Bulgarien bis 30,68 Cent/kWh in Dänemark. In der unteren Grafik können sich durch das Führen des Mauszeigers über die Europakarte, die einzelnen Preise in den EU-Mitgliedsstaaten erfahren.

 

Die starken Preisdifferenzen ergeben sich aber durch die stark variierenden Steuersätze und Netznutzungsgebühren in den Ländern. So erheben Großbritannien und Malta beide mit 4,8 Prozent die niedrigsten Steuern im EU-Raum. Beide Mitgliedsstaaten wenden lediglich einen reduzierten Satz der Umsatzsteuer auf die Stromlieferungen an. Weitere Steuern, wie in Österreich oder auch Deutschland üblich, entfallen für britische und maltesische Privathaushalte. Österreich hingegen ist mit einem Anteil von knapp 30 Prozent von Steuern und Abgaben auf den Bruttostrompreis unter den Top-5-Ländern mit dem höchsten Steuersatz auf elektrische Energie. Deutlich höher liegen nur der Spitzenreiter Dänemark mit 56,8 Prozent wie auch Deutschland (51,6 Prozent) und Portugal (41,7 Prozent).

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Vergleich europäischer Strompreise für Industriekunden

Die verschiedenen Strompreise für Industrieabnehmer in Europa liegen dagegen nicht soweit auseinander. Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat zahlen Gewerbekunden in Europa zurzeit durchschnittlich 8,94 Cent pro Kilowattstunde. In Österreichliegt der Durchschnittspreis mit 7,31 Ct./kWh sogar noch etwas niedriger. Bulgariens Industrie profitiert von den kostengünstigsten Strompreise für Geschäftskunden. Denn sie bezahlen lediglich 6,82 Ct./kWh. Den höchsten Strompreise in Höhe von 15,50 Cent pro Kilowattstunde bezahlen die maltesischen Gewerbetreibenden. In der folgenden Karte finden Sie die Preise für Industriekunden in der EU und können durch Scrollen mit dem Mauszeiger die einzelnen Strompreise abfragen.

 

Fazit: Unterschiedliche Steuerpolitiken behindern das Zusammenwachsen eines europäischen Strommarktes

Die Marktpreise bleiben für Privatverbraucher wie auch für Industriekunden weiterhin höchst unterschiedlich innerhalb der EU. Dies ist auf unterschiedliche Verteilernetzsysteme, unkoordinierte Energie- und Klimapolitiken in der EU sie auch auf abweichende Steuern und Netztarifregelungen zurückzuführen. Insbesondere die uneinheitlichen Steuersystem behindern ein Zusammenwachsen des Europäischen Energiemarktes nach Angaben der Europäischen Kommission.

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Zudem moniert die Brüsseler Behörde in einer Mitteilung von 2014, dass Stromanbieter die Annäherung und anhaltende Senkung der Großmarktpreise nicht an den Kunden weitergeben. Gründe liegen hierfür insbesondere in der geringen Anzahl von Wechselkunden, sodass bei den ehemaligen Monopolisten kein Wettbewerbsdruck zur Preissenkung besteht. Denn die Loyalität zahlreicher Kunden schützt die ehemaligen Monopolanbieter vor starken Preisreduzierungen.

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