5,5 Mio

Stromzähler in Österreich

Eigentum der jeweiligen Netzbetreiber

1× / Jahr

Ablesung erforderlich

Telefonisch oder im Online-Portal

~95 %

Smart-Meter-Ziel 2026

Gesetzliche Vorgabe per IME-VO

Was ist ein Stromzähler?

Ein Stromzähler ist ein Messgerät, das den Energieverbrauch eines Haushalts in Kilowattstunden (kWh) erfasst. Da viele Haushalte ihre Stromrechnung per monatlicher Abschlagszahlung im Voraus begleichen, ist die jährliche Zählerablesung wichtig: Verbrauchen Sie weniger als geschätzt, wird die Differenz auf das Folgejahr angerechnet — verbrauchen Sie mehr, fällt eine Nachzahlung an.

Mit einem Smart Meter lässt sich der Verbrauch sogar in Echtzeit verfolgen — etwa über das Kundenportal des Netzbetreibers. So erkennen Sie schnell stromhungrige Geräte und können gezielt sparen.

Welche Arten von Stromzählern gibt es?

In Österreich werden vier Stromzählertypen verwendet. Klicken Sie auf einen Typ, um mehr Details zu sehen.

Ferraris-Zähler — der klassische Analog-Zähler

Das klassische analoge Messgerät mit rotierender Drehscheibe — fast jeder hat einen schon einmal gesehen. Die Standard-Modelle 10 (60) A waren jahrzehntelang Standard in österreichischen Haushalten. Die Drehscheibe rotiert proportional zum Energieverbrauch und zeigt den Verbrauch in kWh am Zählwerk an.

Haushalte mit unterschiedlichen Tarifen haben entweder mehrere Zähler oder ein Gerät mit mehreren integrierten Zählwerken. Der Ferraris-Zähler wird im Zuge des Smart-Meter-Rollouts schrittweise ausgetauscht.

Manuell ablesen Wird ausgetauscht Vom Netzbetreiber gestellt

Doppeltarifzähler — Tag- und Nachtstrom getrennt

Auch Zweirichtungszähler genannt. Bei gleicher Grundfunktion wie der Ferraris-Zähler verfügt er über ein zweites Zählrad, das Tages- und Nachtverbrauch getrennt misst. So können tagsüber höhere und nachts niedrigere Tarife korrekt abgerechnet werden.

Sinnvoll bei Nachtstrom-Tarif ab etwa 800 kWh Nachtverbrauch pro Jahr. Wichtig: Für jeden zusätzlichen Zählpunkt fällt eine Ökostromförderpauschale an — die Anschaffung des zweiten Zählers ist relativ teuer und erscheint auf der Rechnung als Entgelt für Messleistungen.

2 Zählerstände Höhere Anschaffung Sinnvoll ab 800 kWh Nacht

Empfohlen · Standard ab 2026

Smart Meter — der intelligente Zähler

Der „intelligente" Stromzähler arbeitet elektronisch und bietet im Vergleich zum analogen Ferraris-Zähler viele neue Funktionen. Er misst den Verbrauch alle 15 Minuten, speichert die Werte für 60 Kalendertage und übermittelt täglich an den Netzbetreiber.

Sie sehen den Verbrauch live im Online-Portal oder per App — keine manuelle Ablesung mehr nötig. Der Netzbetreiber kann den Stand fernablesen und bei Bedarf die Leistung remote begrenzen oder abschalten („Fernabschaltung"). Smart Meter sind die Voraussetzung für dynamische Stromtarife, die den Spotmarktpreis stundengenau abbilden.

Automatisch Live-Daten Stichtaggenau 15-Minuten-Messung
Mehr zum Smart Meter

Stromzähler-Steckdose — Verbrauch pro Gerät

Misst den Verbrauch einzelner Geräte direkt an der Steckdose — auch den Standby-Verbrauch. Es handelt sich um ein kompaktes Gerät, das in eine normale Steckdose gesteckt wird; das zu messende Gerät wird wiederum in den Zähler gesteckt.

Für aussagekräftige Werte sollten Sie mehrere Tage am Stück messen — so fließen unterschiedliche Nutzungsgewohnheiten in die Berechnung ein. Ideal, um Stromfresser im Haushalt zu identifizieren und gezielt einzusparen. Im Gegensatz zu den anderen Typen kaufen Sie diesen Zähler selbst (etwa im Elektrohandel, ab ~15 €).

Pro Gerät Selbst kaufen Standby-Verbrauch erkennen
In 3 Minuten sparen

Sparen Sie sich den Tarif­vergleich — wir machen das für Sie

Egal welcher Zähler bei Ihnen verbaut ist — unsere Energieexpert:innen vergleichen über 60 Anbieter und finden kostenlos den günstigsten Tarif für Sie.

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Wie Sie Ihren Stromzähler richtig ablesen

Die Ablesung erfolgt einmal jährlich. In der Regel übernimmt sie der Netzbetreiber, ein beauftragter Energiedienstleister — oder Sie selbst per Telefon oder Online-Portal. Smart Meter übermitteln den Stand vollautomatisch.

1

Zählernummer prüfen

Vergleichen Sie die Nummer am Zähler mit der Nummer auf dem Ableseschreiben Ihres Netzbetreibers

2

Zählerstand notieren

Nur die Ziffern vor dem Komma — Nachkommastellen (oft im roten Feld) zählen nicht

3

Wert übermitteln

Nummer und Stand telefonisch oder im Online-Kundenportal des Netzbetreibers eingeben

So lesen Sie die einzelnen Zählertypen ab

Eintarif-Zähler

Eine Zahl ablesen — die schwarze Drehscheibe oder das digitale Display. Nachkommastellen ignorieren

Doppeltarifzähler

Zwei Werte ablesen: Hochtarif (HT, tagsüber) und Niedertarif (NT, nachts) — beide separat eingeben

Smart Meter

Keine manuelle Ablesung — der Zähler übermittelt täglich automatisch an den Netzbetreiber

Wichtige Hinweise zum Ablesen

Frist nicht verpassen

Wer den Zählerstand nicht rechtzeitig übermittelt, riskiert eine Schätzung durch den Netzbetreiber — diese liegt oft höher als der reale Verbrauch. Zentrale Daten beim Ablesen: Zählernummer, Zählerstand, Ablesedatum. Den Zähler finden Sie meist in der Wohnung, im Keller oder im Hausgang nahe dem Sicherungskasten.

Smart-Meter-Rollout · Stand 2026

Smart Meter für (fast) jeden Haushalt

Die Intelligente Messgeräte-Einführungsverordnung (IME-VO) verpflichtet die Netzbetreiber, bis Ende 2024 mindestens 95 % aller Messstellen mit Smart Metern auszustatten. Das ursprüngliche Ziel von Ende 2022 wurde verschoben — der Rollout ist jedoch in den letzten Jahren deutlich beschleunigt worden.

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Kein Widerspruchsrecht

Konsumenten können den Austausch des Ferraris-Zählers nicht ablehnen. Netzbetreiber sind gesetzlich zum Einbau verpflichtet

Datenschutz

Sie können entscheiden, in welchem Umfang Verbrauchsdaten gespeichert werden — vom Tagesmittel bis zum 15-Minuten-Intervall

Neue Tarifoptionen

Mit Smart Meter werden dynamische Tarife möglich, die den Spotmarktpreis stundengenau abbilden

Profitieren Sie vom Smart Meter mit einem passenden Stromtarif

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