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Die Entwicklung der Elektrizitätspreise

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Die Entwicklung des österreichischen Strompreises ist zunächst stark von den Folgen der Liberalisierung beeinflusst. Durch sie wurde überhaupt ein Wettbewerbsdruck unter den Energielieferanten erzeugt, was langfristig zur Senkung der reinen Energiepreise geführt hat.

Jedoch macht der Energiepreis nur einen Teil der Rechnung aus (siehe  Wie setzt sich Ihre Stromrechnung zusammen? ) und die Entscheidungen der Regulierungsbehörde E-Control über Netztarife und die der Regierung über Steuer tragen ihren Teil zur Preisgestaltung bei. Hinzu kommen insbesondere auf dem Gasmarkt internationale Entwicklungen, die einen Einfluss auf den inländischen Preis haben. Insgesamt haben sich die Energiepreise jedoch zum Vorteil der Unternehmen und der Privatverbraucher entwickelt, da die Energielieferanten und die Industrie die günstigeren Preise an den Endverbraucher weiterreichen konnten.

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Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hat sich der Strompreis in Österreich deutlich weniger rasant entwickelt und bleibt auf einem Niveau, das im europäischen Durchschnitt liegt (Österreichische Strompreise im europäischen Vergleich). Ausgehend vom Preisniveau in 1996 haben sich Abgaben und Steuern bis 2013 mehr als verdoppelt (110%). Kosten im Bereich der Netznutzung und Energie sind nur wenig angestiegen und in Einzelposten sogar gesunken (insgesamt +19%). Da jedoch die kumulierte Inflationsrate im gleichen Zeitraum relativ niedrig blieb, konnte ein recht konstantes Preisniveau gehalten werden. In Zukunft können jedoch signifikantere Preissteigerungen erwartet werden, denn Österreich befindet sich auf dem Weg hin zum vermehrten Gebrauch erneuerbarer Energien. Jedoch bedarf dieser Weg Investitionen in entsprechende Kraftwerke und Netze, an denen der Endverbraucher auch seinen Beitrag leisten werden muss, bzw. dies bereits durch die Ökostromzuschläge tut.

Strompreisentwicklung in Österreich

Hier sehen Sie die Entwicklugn der Elektrizitätspreise zusammen mit den Ereignissen, die diesen beeinflussen

(Preis in Cent/kWh, ohne Steuern mit Netztarif)

Strompreisentwicklung von 1996 bis 2008

Betrachtet man die Entwicklung der Strompreise in den ersten Jahren nach der Liberalisierung kann man besonders für Industriekunden, für die die Liberalisierung bereits 1998 die freie Wahl der Lieferanten ermöglicht hat, eine Senkung der Preise verzeichnen. Um die Preiseffekte der Liberalisierung einordnen zu können, muss man auch die Preisbestimmenden Ereignisse direkt vor der Marktöffnung betrachten. Dazu gehört entscheidend die Steigerung der Elektrizitätsabgabe auf zunächst 1,1 Cent/kWh im Jahr 2000 und gleich darauf auf 1,5 Cent/kWh im Jahr 2001. Eine weitere Preissteigerung erfolgte im Jahr 2003, als der Ökostromzuschlag eingeführt und dieser bis 2007 wiederum beträchtlich erhöht wurde (ca. 0,7 Cent/kWh).

Strompreisentwicklung von Januar 2008 bis Januar 2014

Vergleicht man die Preisentwicklung in den Sektoren Gewerbe, Landwirtschaft und Haushalt im Zeitraum Januar 2008 bis Januar 2014 verzeichnet der Haushaltsstromverbraucher den größten Preisanstieg. Ausgehend vom Preisstand in 2008 (hier gleichgesetzt mit 100%) sind die Strompreise am stärksten im Jahr 2008 gestiegen, obwohl die Netzkosten, besonders im industriellen Bereich erheblich gesenkt wurden. Diese Senkung wurde jedoch durch den Ökostromzuschlag (ungefähr 0,6 Cent/kWh) absorbiert und sogar nichtig gemacht.  So stiegen die Preise in 2008 für den Haushalt um ca. 10%, im Gewerbe um fast 12% und in der Landwirtschaft um 11%. Nach einer kurzen Phase relativer Preisstabilität in 2009-2010, stiegen die Preise um weitere 8 Prozentpunkte im Haushaltsbereich im Januar 2012 auf 120%. Bis Januar 2014 fielen die Preise wieder stetig und sind aktuell im Haushaltsbereich 13 Prozentpunkte, im Gewerbe 6 Prozentpunkte und in der Landwirtschaft 10 Prozentpunkte höher als zum Vergleichsjahr 2008. Die Fluktuationen gehen auf die parallel verlaufenden politischen Entscheidungen zurück, die einerseits in allen Bereichen die Senkung der Netzkosten verursacht haben, andererseits jedoch auch die Ökostromförderung beschlossen haben. So wurden beispielsweise die Netzkosten 2008 im Industriebereich stark abgesenkt, die potenziellen Einsparungen wurden jedoch durch den Ökostromzuschlag von damals 0,6 Cent/kWh (2008) wieder kompensiert.

Vergleichen Sie hier die österreichischen Strompreise mit denen anderer Länder der Europäischen Union: Österreichischer Strompreis im europäischen Vergleich

Entwicklung des Netztarifs

Da vor der Liberalisierung Energielieferant und Netzbetreiber ein und das selbe Unternehmen waren, wurde kein gesonderter Netztarif erhoben, sondern die Kosten für die Instandhaltung des Netzes über den Energiepreis abgerechnet. Durch die Entflechtung der Aktivitäten in Netzbetreiber und Energielieferant zur Entmonopolisierung des Energiemarktes wurde die Erhebung eines seperaten Netztarifes zur Entlohnung des Netzbetreibers nötig. So wurde 2002 der erste Netztarif erhoben, der mit 2,2 Cent/kWh relativ teuer zu Buche schlug. Jedoch wurde der Energiepreis kurzfristig radikal herabgesetzt, um eine plötzliche Bruttopreissteigerung zu vermeiden. Andererseits hat die E-Control als bundesweite Regulierungsbehörde im Zuge der Liberalisierung die Netzkosten erheblich gesenkt. Bis 2006 waren es 1,5 Cent/kWh weniger. Diese Senkung fluktuierte jedoch auch in den Jahren bis 2010, stabilisierte sich dann aber auf eine Preissenkung von 1 Cent/kWh auf der für Haushalte relevanten Netzebene 7. Damit konnte die Senkung der Netztarife nur teilweise den Preisanstieg aufgrund der Elektrizitätsabgabe und des neueingeführten Ökostromzuschlages absorbieren. Auch für die industriellen Abnehmer auf den Netzebenen 3 und 4 stiegen im letzten Jahrzehnt die Netztarife. Mit 0,5 - 1% stiegen die Netzpreise jedoch bedeutend weniger als für die Haushaltskunden und pendelten sich auf um die 1 Cent/kWh ein. Langfristig steigen also die Strompreise, die jedoch ohne die Liberalisierung deutlich höher ausgefallen wären.

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Entwicklung einzelner Preiskomponenten

Insgesamt lässt sich für die letzten zwei Jahrzehnte ein Anstieg aller Preiskomponenten verzeichnen. Auffällig ist jedoch, dass während der Energiepreis zum Vergleichsjahr 1996 zunächst sogar sank und letztlich um lediglich ca. 19% stieg (Stand 2008), haben sich Steuern und Abgaben mit 110% zum Basisjahr der Beobachtung mehr als verdoppelt. Da auch die Inflation seit 1996 um ca. 36% gestiegen ist, lässt sich damit ein bedeutender Anteil des gesteigerten Energiepreises rechtfertigen. Steuern und Abgaben übersteigen diesen Wert jedoch beträchtlich. Teilweise lässt sich dieser Zustand auf die Einführung des Ökostromförderbeitrags zurückführen. Auch die Energieabgabe wurde seit dem Ausgangswert in 1996 mehr als verdoppelt. 

Grafik-Entwicklung-Preise

Steuern und Abgaben stiegen in den letzten Jahren am stärksten an

 

Verbraucherpreisindex für Energiepreise

Bei allen Darstellungen hinsichtlich der Preisentwicklung muss man die Inflationsrate miteinberechnen, also mit der Rate der generellen Güterpreiserhöhung und dem Wertverlust des Geldes. Gilt dieser Wertverlust jedoch gleichermaßen für Preise und Gehälter, bleiben die reale Kaufkraft und die Reallöhne unverändert. Um den Effekt der Inflation auf die realen Preise und die Kaufkraft beurteilen zu können, behilft man sich des Preisindexes. Da sich der Preisindex in Österreich in dem Beobachtungszeitraum (1996-2014) mit nur zwei Ausnahmen (2008 mit 3,2% und 2011 mit 3,3%) in einem niedrigen Bereich befand, ist die leichte prozentuale Preissteigerung real kaum merklich.

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