Erneuerbare Energie in Österreich: Was, Wie und Wie viel?

Energie aus erneuerbaren Energieträgern

Die ökologische Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten Themen im Energiebereich. Mehr und mehr werden die Auswirkungen des wirtschaftlichen Wachstums sichtbar, der eine massive Vermehrung der CO2-Ausstöße mit sich brachte. CO2 greift den Schutzschild der Erde, die Ozonschicht, an. So trifft mehr Sonnenlicht die Erde, was dazu führt, dass sich das Klima auf unserem Planeten teilweise dramatisch verändert. Nicht nur die ökologischen Konsequenzen, auch die Begrenztheit fossiler Rohstoffe zwingt uns, den Blick verstärkt auf die erneuerbaren Energien zu lenken.

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Was ist erneuerbare Energie & was ist nicht erneuerbare Energie?

Ökostrom

Erneuerbare Energie oder auch regenerative Energie genannt, ist heutzutage kaum mehr wegzudenken. Es handelt sich hierbei um Energieträger, die immer wieder erneuert werden können, also quasi nachwachsen und somit immer zur Verfügung stehen.

Nicht-erneuerbare Energie ist, wie der Name schon sagt, das komplette Gegenteil. Es geht hier um Energieträger, die nicht regeneriert werden können und somit also nur begrenzt zur Verfügung stehen. Diese werden nämlich aus fossilen Brennstoffen gewonnen, die auch nur limitiert existieren und voraussichtlich in einigen Jahrzehnten aufgebraucht werden sein.

Weil die Ressourcen an fossilen Brennstoffen immer knapper werden, steigen auch die Preise der nicht erneuerbaren Energieträger stetig. Bei der Umwandlung dieser Energiearten werden außerdem große Mengen an schädlichen CO2-Emissionen ausgestoßen.

Beispiele erneuerbarer und nicht erneuerbarer Energieträger
Erneuerbare Energieträger Nicht-erneuerbare Energieträger
Wasserkraft Erdöl
Windkraft Erdgas
Solarkraft Kohle
Biomasse Uran

Wasserkraft

Die Stromerzeugung aus Wasserkraft geschieht in Wasserkraftwerken. Bevor das Wasser aber in ein Wasserkraftwerk geleitet wird, wird es zuallererst angestaut, um einen Höhenunterschied zwischen dem Wasser vor und dem Wasser nach dem Kraftwerk zu erreichen. Der Höhenunterschied erlaubt eine größere Menge an erzeugter Energie.

Danach wird das Wasser in ein Wasserkraftwerk geleitet. Das Wasser wird von einer Turbine angetrieben. Diese ist wiederum an einen Generator angeschlossen, der aus mechanischer Energie dann Strom erzeugt.

Vor- und Nachteile der Wasserkraft
Vorteile Nachteile
  • Wetterunabhängig
  • Strom aus Wasserpumpspeichern kann gespeichert werden
  • Hoher Wirkungsgrad von ca. 85-90 %
  • Störung des Grundwasserhaushaltes
  • Großer Flächenverbrauch

Windkraft

Windkraftanlage

Die Stromerzeugung durch Windkraft ist besonders vorteilhaft im Vergleich zu anderen Arten von erneuerbarer Energie. Das kommt daher, dass eine Windkraftanlage schon nach circa sechs Monaten genügend Energie erzeugen kann, um die angewandte Energie für die Herstellung, den Betrieb und die Entsorgung der Anlage zu decken.

Windenergie kann sowohl an Land wie auch auf See erzeugt werden. Dafür gibt es jeweils onshore Windkraftanlagen oder offshore Windkraftanlagen. In beiden Fällen wird für die Energieerzeugung ein Rotor mit Wind angetrieben. Mithilfe eines Generators wird diese mechanische Energie dann in elektrische Energie umgewandelt

Vor- und Nachteile der Windkraft
Vorteile Nachteile
  • Über das ganze Jahr verfügbar
  • Stromproduktion verringert teure Importe
  • Schnelle Amortisierung der Investitionskosten
  • Gebrauchte Fläche zur Energiegewinnung ist minimal
  • Wetterabhängigkeit
  • Laute Geräusche der Windkraftwerke
  • Gefahr für Tierwelt, insbesondere Vogelschwärm
  • Windenergie kann nicht gespeichert werden

Sonnenkraft

Solarplatte

Sonnenkraft wird auch als Sonnenenergie oder Solarenergie bezeichnet. Dabei geht es um Energie, die, wie der Name schon sagt, aus der Kraft der Sonne gewonnen wird. Diese Energie wird durch Solaranlagen entweder zur Stromerzeugung oder zur Wärmeerzeugung eingesetzt.

Wird die gewonnene Energie zur Stromerzeugung eingesetzt, dann geschieht das über Photovoltaik Anlagen. Wird Sie wiederum zur Wärmeerzeugung genutzt, dann kann das über Solarplatten gemacht werden.

Vor- und Nachteile der Sonnenkraft
Vorteile Nachteile
  • Unabhängigkeit von Energieanbietern
  • Kann nicht nur Strom, sondern auch Warmwasser und Heizwasser erzeugen
  • Sparen von Strom- und Heizkosten
  • Einspeisevergütung und staatliche Förderung
  • Abhängigkeit von Lage, Wetter und Jahreszeit
  • Hohe Anschaffungskosten
  • Wirkungsgrad von Anschaffungskosten abhängig
  1. Photovoltaik Anlage:
    PV Anlagen können durch Sonneneinstrahlung Gleichstrom erzeugen. Mithilfe eines Wechselrichters kann dieser in Wechselstrom umgewandelt werden. Der Strom, der durch PV Anlagen erzeugt wird, kann dann direkt beispielsweise für den Energieverbrauch eines Haushalts verwendet werden. Der Strom kann aber auch alternativ in das öffentliche Netz eingespeist werden. Dafür bieten manche Stromversorger spezifische Einspeisetarife, mit denen man für den Strom vergünstigt werden kann.
  2. Solarthermie Anlagen:
    Bei Solarthermie Anlagen wird durch die Sonnenbestrahlung die Wärmeträgerflüssigkeit der Platten aufgewärmt. Die erzeugte Wärme kann entweder für die Warmwasseraufbereitung oder zur kombinierten Heizungsunterstützung im Haushalt verwendet werden.

Erdwärme

Erdwärme wird auch Geothermie genannt. Die Erdwärme wird aus dem Erdinneren gewonnen, indem man unter die Erdoberfläche vordringt; je tiefer man gelangt, desto höher die Temperaturen und dementsprechend die Energiegewinnung.

Der wohl größte Vorteil der Geothermie ist, dass sie nicht von Wettereinflüssen abhängig ist und deshalb über das ganze Jahr hinweg umweltfreundlichen Strom liefern kann.

Vor- und Nachteile der Erdwärme
Vorteile Nachteile
  • Unabhängigkeit von Rohstoffpreisen
  • Dauerhafte Verfügbarkeit der Energiewärme
  • Einsetzbar für Wärme, Warmwasser, Kälte und sogar Strom
  • Großer Flächenbedarf und hohe Investitionskosten für den Bau von Erdwärmekraftwerken
  • Bei tieferen Lagen für die Energiegewinnung sinken Wirkungsgrade

Biomasse

Biomasse kann aus unterschiedlichen Rohstoffen in Energie umgewandelt werden. Im Bereich der Landwirtschaft zum Beispiel aus angebauten Pflanzen, in der Forstwirtschaft aus Reststoffen wie Gebrauchtholz oder generell aus biogenem Abfall aus der Land- und Forstwirtschaft, Haushalten und Industrie.

Vor- und Nachteile der Biomasse
Vorteile Nachteile
  • Vielseitige Einsatzmöglichkeiten
  • Keine äußere Einflüsse auf Strom- oder Wärmeproduktion
  • Keine Umweltrisiken durch Transport und Lagerung
  • Riesige Ackerflächen notwendig
  • Ackerflächen konkurrieren mit denjenigen der Nahrungsmittelproduktion
  • Herstellung und Anbau mit schädlichen Emissionen verbunden

Erneuerbare Energie Österreich

In Österreich soll der Anteil an erneuerbarer Energie weiter ausgebaut werden. Diese Tendenz ist schon in den letzten Jahren stark angestiegen. Das nationale Ziel für den Anteil an erneuerbarer Energie in Österreich für das Jahr 2030 liegt mit 46-60 % über dem EU-Ziel. Der Letztere liegt nämlich für dasselbe Jahr bei 32 %.

Die wichtigsten Quellen erneuerbarer Energie in Österreich sind Wasserkraft und Windkraft, die zusammen knapp über 60 % dieser erneuerbaren Energieträger landesweit ausmachen. Folgendermaßen sieht die Stromerzeugung in Österreich in 2020 aus:

Quelle: Bruttostromerzeugung in Österreich, Oesterreichs Energie, 2020

Erneuerbare Energie: Anstieg des geförderten Ökostroms

In Österreich werden Konzessionen zur Produktion von Ökostrom für den privaten und für den kommerziellen Gebrauch ausgegeben. Ersteres bezieht sich dabei auf relativ kleine Mengen, die ausschließlich dem Eigenbedarf dienen. Das können beispielsweise Photovoltaik Anlagen auf dem Hausdach oder eine kleine Wasserkraftanlage auf dem Grundstück sein. Anders verhält es sich mit Ökostrom, der zu kommerziellen Zwecken produziert wird.

Wie auf unserer Seite zum Thema Ökostrom erklärt, müssen Ökostromproduzenten die umweltfreundlich erzeugte Energie in der Ökostrombilanzgruppe bündeln, von der aus dieser dann von der Abwicklungsstelle für Ökostrom (OeMAG) abgenommen und an die Stromlieferanten weitergeleitet wird. Durch diese Bündelung kann gut nachvollzogen werden, wie viel Ökostrom in das öffentliche Netz eingespeist wurde und verkauft wurde.

Ökostromanbieter Österreich

Wenn Sie für Ihr Zuhause einen Stromanbieter suchen, bei dem Sie zu 100 % Ökostrom beziehen können, haben Sie in Österreich eine große Auswahl an Lieferanten, die Sie landesweit versorgen können. Anbei finden Sie eine Liste der Stromanbieter, die mindestens einen Ökostromtarif anbieten.

Ökostromanbieter Österreich im Überblick
Ökostromanbieter Ökostrom Anteil & Herkunft Tarifübersicht
Verbund
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 100 % Strom aus Österreich
Verbund Tarife
Kelag
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 52 % Strom aus Österreich
Kelag Tarife
Montana
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 100 % Strom aus Österreich
Montana Tarife
Sigi Sogi
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 100 % Strom aus Österreich
Sigi Sogi Tarife
Max Energy
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 100 % Strom aus Österreich
Max Energy Tarife
Maingau
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 17 % Strom aus Österreich
Maingau Tarife
Enstroga
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 19 % Strom aus Österreich
Enstroga Tarife
Grünwelt Energie
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 100 % Strom aus Österreich
Grünwelt Energie Tarife
Oekostrom AG
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 100 % Strom aus Österreich
Oekostrom AG Tarife
Gutmann
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 100 % Strom aus Österreich
Gutmann Tarife
Wörgl Strom
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 100 % Strom aus Österreich
Wörgl Strom Tarife
Easygreenenergy
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 100 % Strom aus Österreich
Easygreenenergy Tarife
Voltino
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 42 % Strom aus Österreich
Voltino Tarife
E-Werk Franz
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 23 % Strom aus Österreich
E-Werk Franz Tarife
Switch
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 20 % Strom aus Österreich
Switch Tarife
Naturkraft
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 100 % Strom aus Österreich
Naturkraft Tarife
aWATTar
  • 100 % Ökostrom 🍃
  • 100 % Strom aus Österreich
aWATTar Tarife

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