Auf einen Blick

Stromanbieter AT

~ 140

lizenzierte Lieferanten

Wechsel-Dauer

~ 10 min

für deinen Aufwand

Ersparnis

100 – 400 €

typische Jahres-Ersparnis

Versorgungslücke

keine

Strom fließt während des Wechsels

Wie verläuft der Wechsel in der Realität?

Aus rund 30.000 Beratungsgesprächen pro Jahr zeichnet sich ein klares Bild: Der Wechsel selbst läuft reibungslos. Probleme entstehen fast immer aus drei Quellen — wir gehen sie hier strukturiert durch.

Häufigste Erfahrung

Reibungslos

Der Wechselprozess dauert in der Regel 6–8 Wochen — du merkst davon nichts. Strom fließt weiter, der Zähler bleibt, nur die nächste Rechnung kommt vom neuen Anbieter. Negative Rückmeldungen kommen praktisch nie aus dem Wechsel selbst.

Probleme aus

Haustürgeschäften

Wer auf der Straße oder an der Tür unterschreibt, kennt die Konditionen oft nicht — Mindestlaufzeiten, Preisanpassungsklauseln, Boni nur im ersten Jahr. Niemals auf der Straße abschließen, immer telefonisch oder online mit Bedenkzeit.

Probleme aus

Dynamischen Tarifen

Dynamische Tarife (an die Börse gekoppelt, oft stündlich) sind seit 2022 deutlich beliebter. Sie lohnen sich nur, wenn du Lasten verschieben kannst (Wärmepumpe, E-Auto, Photovoltaik). Wer einen klassischen Verbrauch hat, fährt mit Fixtarif sicherer.

Aus der Beratung: Eine typische Aussage am Telefon ist „Ich habe Angst, dass beim Wechsel etwas schiefgeht." — wir sehen das in der Realität fast nie. Was schief gehen kann, ist die Wahl des falschen Tarifs für die eigene Verbrauchssituation. Deshalb gehen wir die Vertragsbedingungen am Telefon Punkt für Punkt durch, bevor jemand bestätigt.

Wann lohnt sich der Wechsel wirklich?

Du musst nicht ständig vergleichen — aber es gibt vier konkrete Anlässe, bei denen sich das Nachschauen fast immer rechnet. In der Beratung sind das die vier Trigger, nach denen wir am häufigsten gefragt werden:

01

Bonus läuft ab

Nach Ablauf des Sofortbonus (typisch nach 12 Monaten) steigt der reguläre kWh-Preis spürbar. Erinnerung im Kalender 10 Monate nach Vertragsstart spart oft 200–400 €/Jahr.

02

Preisanhebung

Wenn dein Anbieter den Preis schriftlich anhebt, hast du Sonderkündigungsrecht — meist 4 Wochen Frist. Egal ob du mitten in der Mindestlaufzeit bist: du kommst raus, auch ohne Strafe.

03

Beim Umzug

Ein Umzug ist immer eine Kündigungsmöglichkeit — der bestehende Vertrag endet automatisch mit dem Auszug. Frische Wohnung = freie Anbieterwahl. Vergleich vor dem Umzug erspart dir den teuren Grundversorgungstarif.

04

Nach 24+ Monaten

Wenn dein Vertrag seit zwei oder mehr Jahren läuft und du noch nie verglichen hast: jetzt prüfen. Die Wahrscheinlichkeit, dass du auf einem teureren Tarif sitzt als die aktuell günstigsten Angebote, ist hoch.

Sonderkündigungsrecht im Detail: Bei jeder Preisanhebung muss dein Anbieter dich schriftlich informieren — meist mit 8 Wochen Vorlauf. In dieser Frist hast du das Recht, ohne Strafgebühr und vor Ablauf der Mindestlaufzeit zu kündigen. Auch bei Insolvenz des Anbieters oder bei Wegfall der Lieferung greift es. Den genauen Wortlaut findest du in deinen AGB unter „Preisanpassungsklausel".

Sieben Wechselmythen im Realitätscheck

Die folgenden Annahmen kommen am Telefon regelmäßig — meistens stimmen sie nicht oder nicht mehr. Stand 2026:

01

„Beim Wechsel zu einem privaten Anbieter kümmert sich niemand mehr um Netzausfälle."

Falsch. Strom- und Gasnetz bleiben in Verantwortung des regionalen Netzbetreibers — Wiener Netze, Netz Niederösterreich, Energienetze Steiermark und so weiter. Egal welcher Stromanbieter dich beliefert: bei Störungen und Ausfällen kommt der Netzbetreiber zur Reparatur, das ist gesetzlich vorgegeben (diskriminierungsfreier Netzzugang). Anbieter verkaufen Strom, Netzbetreiber liefern Strom.

02

„Wenn mein Anbieter pleite geht, habe ich keinen Strom mehr."

Falsch. Bei Insolvenz teilt die E-Control automatisch einen Ersatz-Lieferanten zu (meist den Landesversorger), bis du dir selbst einen neuen Anbieter suchst. Du hast nie eine Versorgungslücke. Anbieter-Insolvenzen sind in Österreich extrem selten — der bisher prominenteste Fall war Care Energy 2017, davor und danach kaum etwas.

03

„Bei einem Wechsel kann der Netzbetreiber als Ausgleich die Netzgebühren erhöhen."

Falsch. Die E-Control setzt die Netzentgelte einmal jährlich pro Netzgebiet fest — einheitlich für alle Kund:innen, unabhängig von ihrem Anbieter. Der Netzbetreiber hat keinen Spielraum, im Einzelfall zu erhöhen oder zu rabattieren.

04

„Alternative Anbieter sind nur im ersten Jahr günstiger."

Häufig, aber nicht zwingend. Viele Anbieter geben einen Sofortbonus oder Gratisenergietage im ersten Jahr — der reguläre Tarif liegt oft trotzdem unter dem Landesversorger. Aufpassen: bei manchen Tarifen läuft die Preisgarantie nur 12 Monate, danach erhöht der Anbieter. Wer die Konditionen einmal ordentlich anschaut, kennt den Folge-Tarif vorher.

05

„Beim Anbieterwechsel brauche ich einen neuen Stromzähler."

Falsch. Der Zähler gehört dem Netzbetreiber, nicht dem Anbieter — beim Wechsel ändert sich am Zähler nichts. Was sich gerade unabhängig vom Wechsel ändert, ist die Umstellung auf Smart Meter, die bundesweit läuft. Ob du auf einem alten Ferraris-Zähler oder einem Smart Meter sitzt, ist für den Wechsel selbst irrelevant.

06

„Wenn beim Wechsel etwas schiefgeht, wird mir der Strom abgedreht."

Falsch. Eine Stromsperre erfolgt nur bei Zahlungsverzug oder fehlendem Liefervertrag — nicht durch den Wechsel selbst. Wer im Zahlungsverzug ist, kann allerdings vom neuen Anbieter abgelehnt werden. In diesem Fall hilft eine Schuldnerberatung weiter, der Wechsel ist erst nach Klärung möglich.

07

„Der Wechsel ist kompliziert und kostet viel Zeit."

Falsch. Ein Wechsel dauert für dich rund 10 Minuten — Daten angeben, E-Mail-Bestätigungslink anklicken, fertig. Den Rest erledigt der neue Anbieter (Kündigung beim alten Anbieter, Anmeldung beim Netzbetreiber, Stichtag-Übergabe). Bei Selbstwechsel per Vergleichsportal ähnlich schnell. Es gibt keinen Techniker-Besuch.

Kostenlose Wechsel-Beratung

Strom- oder Gastarif vergleichen — am Telefon in 10 Minuten

Kostenloser Anbieter-Vergleich am Telefon — wir gehen die Vertragsbedingungen ehrlich durch, auch die Folgejahre.

  • Alle AT-Anbieter im Vergleich
  • Fixtarif & dynamische Tarife
  • Unverbindlich

Vier Stolperfallen, die in der Beratung 2026 wirklich vorkommen

Wer beim Wechsel auf diese vier Punkte achtet, hat selten Probleme:

Stolperfalle 1

Zu lange Vertragslaufzeit

Mehr als 24 Monate sind selten sinnvoll. Strompreise verändern sich seit 2022 spürbar schneller — wer zu lange gebunden ist, kann nicht reagieren. Optimum: 12 Monate Mindestlaufzeit, danach monatlich kündbar.

Stolperfalle 2

Preisgarantie kürzer als Laufzeit

Manche Verträge laufen 24 Monate, die Preisgarantie aber nur 12. Im 13. Monat kann der Anbieter dann praktisch beliebig anpassen — und du kannst nicht raus. Faustregel: Preisgarantie ≥ Vertragslaufzeit.

Stolperfalle 3

Haustürgeschäfte und Straßen-Werbung

Aufdringliche Verkaufsgespräche an der Tür sind in Österreich nicht die Norm — bei unangemeldeten Besuchern gilt: nicht unterschreiben, Visitenkarte nehmen, später nüchtern prüfen. Das 14-tägige Rücktrittsrecht greift, wird aber oft umgangen, wenn die Lieferung bereits gestartet wurde.

Stolperfalle 4

Dynamische Tarife ohne Plan

Dynamische Tarife folgen dem stündlichen Großhandelspreis — in Tagen mit viel Sonne und Wind günstiger als Fixtarife, in Wind-Flauten teurer. Lohnt sich nur, wenn du Lasten verschieben kannst (Wärmepumpe-Steuerung, E-Auto-Ladung, Waschmaschine zeitlich legen). Wer das nicht aktiv steuert, ist mit Fixtarif besser bedient.

Aus der Beratung: Eine häufige Fehlannahme am Telefon ist „dynamische Tarife sind immer billiger." Stimmt nicht — sie sind im Durchschnitt oft günstiger als Fix-Tarife, schwanken aber stark. In den Winter-Wochen mit kalter Dunkelflaute können Stunden-Spitzen bei 50+ Cent/kWh liegen. Vor dem Abschluss durchrechnen: passt dein Verbrauchsprofil zu dieser Tarif-Logik?

Welche Daten brauchst du genau?

Bevor du anrufst oder das Online-Formular ausfüllst, leg dir diese sieben Daten zurecht. Bei den ersten drei steht in Klammern dabei, wo du sie findest — das fragen wir am häufigsten am Telefon.

01

Zählernummer

Auf dem Stromzähler — eine 8- bis 12-stellige Nummer, oft direkt unter dem Barcode oder auf dem Typenschild des Zählers.

02

Zählpunktbezeichnung

Eine 33-stellige Nummer, beginnend mit „AT". Auf jeder Stromrechnung oben oder im Online-Portal deines aktuellen Anbieters.

03

Zählerstand aktuell

Foto vom Zähler-Display am Tag der Anmeldung. Smart-Meter-Werte können auch online beim Netzbetreiber abgerufen werden.

04

Persönliche Daten

Vor- und Nachname, Geburtsdatum, vollständige Adresse mit Türnummer und Telefonnummer für Rückfragen des neuen Anbieters.

05

IBAN für Einzug

SEPA-Lastschrift ist Standard. Anschlussfähige Bankverbindung — Konten von Online-Banken funktionieren, bei manchen Anbietern dauert die Bestätigung 1–2 Tage länger.

06

Jahresverbrauch (kWh)

Aus deiner letzten Jahresabrechnung. Wenn die nicht greifbar ist: Faustregel Single ~1.500 kWh, Paar 2.500 kWh, Familie 4 Pers. 4.000–5.000 kWh, mit WP/PV deutlich mehr.

07

Wunsch-Lieferdatum

Bei laufendem Vertrag: ab nächstem möglichen Stichtag (typisch 6–8 Wochen). Beim Umzug: Einzugstag. Sonderkündigungsrecht: 4 Wochen nach Preisanhebungs-Brief.

Aus der Beratung: Die Zählpunktbezeichnung ist der häufigste Stolperstein am Telefon — viele verwechseln sie mit der Zählernummer. Hilfreich: einfach die letzte Stromrechnung griffbereit halten, dann liegt auch der Verbrauch der letzten Periode darauf und IBAN ist meist gleich. So dauert der Wechsel netto 5 Minuten.

Wechselprozess Schritt für Schritt

Du musst weder kündigen noch beim Netzbetreiber anrufen — der neue Anbieter erledigt das alles für dich. Vier Schritte für deinen Aufwand:

01

Tarif wählen

Telefonisch, online über Vergleichsportal oder direkt beim neuen Anbieter. Vertragsbedingungen einmal ehrlich durchgehen — Laufzeit, Preisgarantie, Boni, Folge-Tarif.

02

Daten angeben

Name, Geburtsdatum, Adresse, Zählernummer, Zählerstand, Zählpunktnummer, IBAN, E-Mail. Zählernummer und Zählpunkt findest du auf der letzten Stromrechnung oder direkt am Zähler.

03

Bestätigen

Nach dem Gespräch oder dem Formular bekommst du eine E-Mail mit Bestätigungslink. Klicken und damit den Vertrag final aktivieren. Ab hier läuft alles automatisch.

04

Warten

Der neue Anbieter kündigt beim alten, meldet beim Netzbetreiber an, setzt den Stichtag (typisch 6–8 Wochen). Du bekommst die Bestätigung per Post oder E-Mail. Erste Rechnung kommt vom neuen Anbieter.