Auf einen Blick

  • Der Zähler steht meist beim Wohnungseingang, im Flur oder Keller.
  • Bei digitalen Zählern zählt der Wert hinter Code 1.8.0.
  • Bei HT/NT immer beide Zählwerke notieren.
  • Ein Smart Meter übermittelt automatisch — kein Ablesen mehr nötig.

Welchen Zählertyp haben Sie?

Warum und wann muss ich meinen Stromzähler ablesen?

In den meisten Fällen müssen Sie Ihren Stromzähler für die jährliche Stromabrechnung ablesen. Zusätzlich ist eine Ablesung notwendig, wenn Sie Ihren Anbieter wechseln oder einen Umzug planen. Abgesehen davon dient das Ablesen auch der eigenen Kontrolle — so behalten Sie Ihren Stromverbrauch und Ihre Stromkosten im Blick und können Stromfresser frühzeitig identifizieren.

Zählerstand ablesen bei Umzug

Bei einem Umzug brauchen Sie zwei Zählerstände: den Endzählerstand in der alten Wohnung (Auszug) und den Anfangszählerstand im neuen Zuhause (Einzug). Notieren Sie beide am Tag der Schlüsselübergabe und teilen Sie sie Ihrem Versorger schriftlich oder über das Online-Portal mit.

Zählerstand ablesen bei Anbieterwechsel

Auch bei einem Anbieterwechsel müssen Sie den Zählerstand bekannt geben — und zwar sowohl dem alten als auch dem neuen Anbieter. Ihr bisheriger Versorger hat noch sechs Wochen nach der Strom-Kündigung Zeit für die Endabrechnung. Beim neuen Versorger startet ab dem mitgeteilten Stand die Erfassung des Verbrauchs.

Wo finde ich meinen Stromzähler?

In österreichischen Haushalten ist der Stromzähler typischerweise an einem der folgenden Orte verbaut. In Mehrparteienhäusern stehen die Zähler aller Wohneinheiten oft gemeinsam in einem zentralen Verteilerraum — Ihr Zähler trägt dann ein Türschild oder eine Nummer.

01

Wohnungseingang

Im Vorraum, im Schrank neben der Eingangstür oder im Zählerkasten an der Wand.

02

Abstellkammer im Flur

Häufig dort, wo auch Heizungs- oder Wassersteuerung untergebracht ist.

03

Keller

In Einfamilienhäusern oder im zentralen Zählerraum eines Mehrparteienhauses.

Tipp · Strom oder Gas?

Sind mehrere Zähler nebeneinander montiert, erkennen Sie den Stromzähler an der Einheit kWh (Kilowattstunden) auf dem Zählwerk. Ein Gaszähler misst in (Kubikmeter) und ist meist deutlich größer.

Anleitung zum Ablesen: herkömmliche, digitale und smarte Zähler

In Österreich sind aktuell vier Zählertypen in Betrieb. Je nach Modell unterscheidet sich der Ableseweg leicht — die Daten, die Sie notieren müssen, bleiben aber identisch: Zählernummer und Zählerstand in kWh.

Herkömmlicher Stromzähler (Ferraris-Zähler)

Der klassische analoge Zähler mit der rotierenden Scheibe ist in vielen Haushalten noch verbaut. Er zeigt Ihnen zwei wichtige Angaben:

  • Zählernummer — auf der unteren Hälfte des Geräts, häufig neben oder unter einem Barcode
  • Zählerstand — die Zahlenfolge auf dem Rollenzählwerk, gemessen in kWh

Um den Zählerstand abzulesen, notieren Sie nur die Zahlen bis zur Kommastelle — die Nachkommastellen (rot eingefärbt) interessieren weder Ihren Versorger noch den Netzbetreiber.

Doppeltarifzähler (HT/NT)

Doppeltarifzähler kommen bei Haushalten mit Nachtstrom, Wärmepumpen oder Nachtspeicherheizungen zum Einsatz. Sie erfassen den Verbrauch in zwei getrennten Zählwerken:

  • HT (Hochtarif) — Verbrauch tagsüber, üblicherweise zwischen 06:00 und 22:00 Uhr
  • NT (Niedertarif) — Verbrauch nachts und am Wochenende, günstiger abgerechnet

Sie müssen beide Werte ablesen und getrennt melden — bei einem Anbieterwechsel sonst doppelte Schätzungen drohen.

Digitaler Stromzähler

Bei digitalen Stromzählern werden mehrere Zählerstände rotierend angezeigt. Sie navigieren mit einem Tastendruck (meist rechts oder links neben dem Bildschirm) durch die Anzeigen. Für die normale Verbrauchsabrechnung notieren Sie den Wert hinter Code 1.8.0 — bis zur Kommastelle.

OBIS-Codes auf digitalen Stromzählern
Code Bedeutung Wann relevant
1.8.0Gesamtbezug (Wirkenergie)Standard-Abrechnung
1.8.1Bezug Hochtarif (HT)Doppeltarif-Tarif
1.8.2Bezug Niedertarif (NT)Doppeltarif-Tarif
2.8.0GesamteinspeisungPV-Anlage
2.8.1Einspeisung HochtarifPV mit Doppeltarif
2.8.2Einspeisung NiedertarifPV mit Doppeltarif

OBIS-Codes nach IEC 62056. Welche Codes Ihr Gerät anzeigt, hängt von Modell und Konfiguration ab.

Smart Meter

Mit einem Smart Meter entfällt das selbständige Ablesen komplett. Das Gerät übermittelt den Stromverbrauch automatisch an den Netzbetreiber — wie häufig und in welcher Detailtiefe, hängt von der gewählten Konfiguration ab (DSZ, IMS oder IME). Den aktuellen Stand können Sie jederzeit am Display oder im Online-Portal Ihres Versorgers einsehen.

Häufige Fehler beim Ablesen

  • ·Nachkommastellen mitgenotiert — die roten Ziffern nach dem Komma gehören nicht in die Meldung. Nur der ganzzahlige kWh-Wert zählt.
  • ·HT und NT verwechselt — bei Doppeltarifzählern Reihenfolge merken oder Foto machen. Eine vertauschte Meldung führt zu falscher Abrechnung.
  • ·Zählernummer mit Zählpunktbezeichnung verwechselt — die Zählpunktbezeichnung beginnt mit AT und hat 33 Stellen, die Zählernummer ist kürzer und steht auf dem Gerät.
  • ·Bei digitalen Zählern den falschen Code abgelesen — nur 1.8.0 (oder 1.8.1 + 1.8.2 zusammen) zählt für die Bezugsabrechnung.
  • ·Ablesedatum vergessen — ohne Datum ordnet der Versorger Ihre Meldung schlecht zu und legt eine Schätzung daneben.

Muss ich selber meinen Stromzähler ablesen?

Nein, müssen Sie nicht. Ihr zuständiger Netzbetreiber führt einmal jährlich eine Vor-Ort-Ablesung durch — der Zähler ist nämlich Eigentum des Netzbetreibers, auch wenn er in Ihrer Wohnung hängt. Damit das funktioniert, müssen Sie zum angekündigten Termin zu Hause sein oder Familienangehörigen, Nachbar:innen oder Freund:innen Zugang zum Zähler verschaffen.

Ist beim Ablesetermin niemand vor Ort und melden Sie den Stand auch nicht nachträglich selbst, wird Ihr Verbrauch auf Basis der Vorjahre geschätzt. Das ist selten zu Ihrem Vorteil und führt oft zu hohen Nachzahlungen. Wenn Sie selbst ablesen möchten, haben Sie zwei Wege:

01

Ablesekarte per Post

Der Netzbetreiber schickt Ihnen eine Karte zum Ausfüllen und Zurückschicken — frankiert oder portofrei je nach Netzgebiet.

02

Online-Meldung

Über das Kundenportal Ihres Netzbetreibers oder Stromversorgers — der schnellste Weg, mit Eingangsbestätigung per E-Mail.

Beratung in 5 Minuten

Nachzahlung erhalten? Vergleichen Sie jetzt Ihren Tarif

Wenn die Jahresabrechnung höher ausfällt als erwartet, lohnt ein Anbieter-Check. Unsere Energieberater:innen finden für Sie den passenden Tarif — anhand Ihrer letzten Verbrauchswerte.

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  • Wechsel in 5 Minuten

Was muss ich beachten, wenn ich den Zählerstand selber mitteile?

Damit Ihre Meldung zugeordnet und korrekt verarbeitet wird, brauchen Versorger und Netzbetreiber vier Angaben. Halten Sie diese vor der Übermittlung bereit:

01

Zählerstand

Bei Doppeltarif beide Werte (HT und NT), bei PV-Anlagen zusätzlich die Einspeisewerte.

02

Stromzählernummer

Steht auf dem Gerät, häufig neben einem Barcode. Nicht zu verwechseln mit der Zählpunktbezeichnung.

03

Postleitzahl

Des Wohnsitzes, an dem der Zähler installiert ist — nicht Ihre Rechnungsadresse.

04

Datum der Ablesung

Idealerweise am Tag der Meldung — bei Umzug oder Wechsel exakt am Stichtag.

Online-Meldung beim Netzbetreiber

Welcher Netzbetreiber bei Ihnen zuständig ist, hängt vom Wohnsitz ab — nicht vom Stromversorger. Alle österreichischen Netzbetreiber bieten drei Wege zur Zählerstandmeldung: Online-Portal, Telefon-Hotline und Postkarte. Die Online-Meldung ist am schnellsten und kommt meist mit einer Bestätigung per E-Mail. Klicken Sie auf Ihren Netzbetreiber für Kontaktdaten und den Link zum Portal.

Österreichische Netzbetreiber je Bundesland
Bundesland Netzbetreiber Online Telefon Postkarte
WienWiener Netze
NiederösterreichNetz Niederösterreich
OberösterreichNetz Oberösterreich
LinzLinz Netz
BurgenlandNetz Burgenland
SteiermarkEnergienetze Steiermark
GrazStromnetz Graz
KärntenKNG Kärnten Netz
SalzburgSalzburg Netz
TirolTinetz

Stand Mai 2026. Vorarlberg (Vorarlberger Energienetze) und IKB (Innsbruck) bieten Online-Meldung über ihre eigene Website an.

Was kosten Ihre kWh? Schnellrechner

Sie haben Ihren Zählerstand abgelesen und möchten wissen, was Ihr Verbrauch in Euro bedeutet? Geben Sie Ihren Jahresverbrauch und den Arbeitspreis aus Ihrer Stromrechnung ein. Für einen vollständigen Vergleich mit aktuellen Tarifen nutzen Sie unseren Tarifrechner.

Energiekosten

875 €

3.500 kWh × 27 ct

Gesamt pro Jahr

935 €

inkl. 60 € Grundpreis

Die Berechnung ist eine Schätzung auf Basis Ihrer Eingaben. Steuern und Netzentgelte sind im Arbeitspreis bei Bruttoeingabe bereits enthalten. Für einen verbindlichen Vergleich nutzen Sie den Tarifrechner.